Skip to main content

Dieser Beitrag ist nur für Mitglieder verfügbar!

Orthopädie, Politik Orthopädie Politik (Kurznachrichten)
IGeL-Monitor

Kritik an IGeL in der Orthopädie

Der IGeL-Monitor hat jüngst Hyaluronsäure-Injektionen sowie die Stoßwellentherapie bei der Kalkschulter und dem Tennisarm bewertet.


16.09.2025
Teilen auf:
drucken Gefällt mir merken

Jährlich geben gesetzlich Versicherte mindestens 2,4 Milliarden € für Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) aus, die sie selbst bezahlen müssen – knapp 400 Millionen € davon entfallen allein auf orthopädische Leistungen. Daher hat das wissenschaftliche Team des IGeL-Monitors beim Medizinischen Dienst Bund kürzlich weit verbreitete IGeL in der Orthopädie bewertet. Das Fazit: Hyaluronsäure-Injektionen bei Knie- und Hüftgelenksarthrose bewertet es mit „negativ“, da das Risiko für schwerwiegende unerwünschte Ereignisse erhöht sei. Bei der extrakorporalen Stoßwellentherapie bei Tennisarm und Kalkschulter kommt es zur Bewertung mit „unklar“, weil die Studienlage nicht überzeugend sei. Laut dem Team seien verpflichtende, unabhängige, wissenschaftsbasierte Informationen zu IGeL in den Praxen nötig. Die Praxen sollten ebenfalls verpflichtet werden, unabhängig erstellte wissenschaftsbasierte Bewertungen und Informationen regelhaft anzubieten, meint Dr. Stefan Gronemeyer, Vorstandsvorsitzender des Medizinischen Dienstes Bund. Darüber hinaus sollten IGeL nicht an demselben Tag erbracht werden, an dem sie angeboten werden.

Das Team des IGeL-Monitors bewertet seit über zehn Jahren IGeL. Aktuell hat es 60 IGeL bewertet – davon 31 entweder mit „tendenziell negativ“ oder „negativ“, 26 mit „unklar“ und 3 mit „tendenziell positiv“. Keine Leistung wurde „positiv“ bewertet.

Quelle: Medizinischer Dienst Bund

© wellphoto/Shutterstock
Welche Bewertung würden Sie dem Beitrag im Allgemeinen geben?
Bitte Bewerten Sie die Umfrage.