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Neurologie, Aus der Industrie Neurologie Goodie
Parkinson-Krankheit

Wirksame und verträgliche Add-on-Therapie bei motorischen Fluktuationen

Viele Parkinson-Patienten leiden im Laufe ihrer Erkrankung an motorischen Fluktuationen (MF). Auf einem Pressegespräch von BIAL wiesen Experten auf die Bedeutung einer frühzeitigen Therapie von MF hin, da diese die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken würden.


24.09.2025
BIAL Deutschland
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Selbst nach mehreren Jahren mit gutem Ansprechen der Parkinson-Symptome auf Levodopa (L-Dopa) können „Schwankungen“ oder „Fluktuationen“ dieser Symptome im Tagesverlauf auftreten. Nach 2,5 Jahren Erkrankung weisen mehr als 40% der Betroffenen Wearing-OFF-Zustände und damit einhergehende MF auf.1 

„Motorische Fluktuationen sind oft unterdiagnostiziert“, betonte PD Dr. Regina Katzenschlager, Wien. Das Erkennen erfordere ein gezieltes ärztliches Nachfragen. Bei der Behandlung von MF bei Parkinson gilt L-Dopa als der therapeutische „Goldstandard“,2 der von fast allen Patienten benötigt wird. 

Allerdings ist dessen Wirkung nicht stabil, da trotz Kombination mit einem DOPA-Decarboxylase-Hemmer noch ca. 90% einer L-Dopa-Dosis über die Catechol-O-Methyltransferase (COMT) abgebaut wird und damit nicht verfügbar ist. Ziel sei die kontinuierliche dopaminerge Zufuhr, ein COMT-Hemmer wie Ongentys® (Opicapon) könne wesentlich dazu beitragen, so Katzenberger. 

Opicapon ist ein COMT-Hemmer der 3. Generation und kann durch einen besonderen Wirkmechanismus den Abbau von L-Dopa stärker und länger hemmen als ältere COMT-Hemmer wie z.B. Entacapon.2,3 Zudem bewertet die S2k-Leitlinie zur Parkinson-Krankheit Ongentys® als den am besten verträglichen COMT-Hemmer.

Die frühzeitige Anwendung von Opicapon (schon nach der 3. bis 4. L-Dopa-Einnahme) als Teil einer kombinierten Parkinson-Basisbehandlung bei MF unterstützt die Bioverfügbarkeit von L-Dopa, um dessen Pharmakokinetik und Wirksamkeit bestmöglich auszunutzen. 

Für Patienten kann dies zu einer signifikanten Reduktion der OFF-Zeit und Erhöhung der ON-Zeit führen und damit zu einer Vebesserung der Lebensqualität. Opicapon muss nur einmal täglich eingenommen werden.5 

Rund 65% der Parkinson-Patienten verbringen ≥2 Stunden pro Tag in einem OFF-Zustand,6 z.B. morgens bis die orale Medikation wirkt oder durch ein Nachlassen der L-Dopa-Wirkung.7 Mit Kynmobi® steht seit 2024 Apomorphin als Sublingualfilm zur Behandlung von OFF-Episoden bei Parkinson-Patienten zur Verfügung. Die Medikation wirkt schnell und anhaltend und ist einfach durch den Patienten selbst anwendbar. 

„Bei fast 80% der Patienten wird die Off-Phase innerhalb von 30min durchbrochen, die Wirkung hält 90 min an“, so Prof. Tobias Warnecke Münster. 

kb

1 Stocchi F et al. Parkinsonism Relat Disord 2014;20:204-211 

2 Jenner P et al. Expert Rev Neurother 2021;21(9):1019-33. 

3 Rocha JF et al. Eur J Clin Pharmacol 2014; 70(9): 1059-71 

4 https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/030-010 

5 Fachinformation Ongentys®, Stand März 2022

6 Michael J. Fox Foundation for Parkinson’s Research. Capturing and elevating the patient voice; 2014. 

7 Damier P et al. Parkinsons Dis 2022;2022:1800567.

Quelle: Digitales Pressegespräch „Neuro-Update Parkinson – wohin geht die Reise?“, 20.05.2025. Veranstalter: BIAL Deutschland