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Demenz

Antikörper Lecanemab ist nun zur Therapie der frühen Alzheimer-Erkrankung verfügbar

Nach der Zulassung von Lecanemab (Leqembi®▼) in der Europäischen Union (EU) im April ist das Medikament nun seit September in Deutschland erhältlich.1 Damit ist eine Therapie der frühen Alzheimer-Krankheit verfügbar, welche auf zugrundeliegende Krankheitsprozesse abzielt.1,2 Bei einer Pressekonferenz von Eisai erläuterten Experten Studiendaten.


12.11.2025
Eisai GmbH
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Laut Prof. Robert Perneczky, München, ist Lecanemab indiziert bei erwachsenen Patienten mit klinisch diagnostizierter leichter kognitiver Störung (mild cognitive impairment, MCI) und leichter Demenz aufgrund der Alzheimer-Krankheit (zusammengenommen frühe Alzheimer-Krankheit). Außerdem müsse die Amyloid-Pathologie bestätigt und die Patienten Apolipoprotein E ε4 (ApoE ε4)-Nichtträger oder heterozygote ApoE ε4-Träger sein. Lecanemab ist ein humanisierter, monoklonaler Antikörper, der sich gezielt gegen β-Amyloid (Aβ) im Gehirn richtet und an lösliche, toxische Aβ-Protofibrillen und unlösliche Aβ-Plaques bindet und deren Anreicherung reduziert.2,3

Zulassungsstudie 

Grundlage der Zulassung, so Prof. Lutz Fröhlich, Mannheim, sei die internationale, randomisierte Phase-III-Studie Clarity AD, an der 1.795 Erwachsene (Einschlusskriterium Alter: 50–90 Jahre) mit früher symptomatischer Alzheimer-Krankheit teilgenommen hätten.3 Im Rahmen der EU-Zulassung sei eine Posthoc-Analyse durchgeführt worden, die nur ApoE ε4-Nichtträger und heterozygote ApoE ε4-Träger (n = 1.521) eingeschlossen hätte.4 Die Wirksamkeitsendpunkte in dieser Subpopulation entsprachen den Ergebnissen der Gesamtkohorte der Clarity AD-Studie. Für den primären Endpunkt, den CDR-SB (Clinical Dementia Rating – Sum of Boxes), der Kognition und Alltagsfunktion bei Patienten anhand verschiedener Domänen darstellt, zeigte sich eine Verlangsamung der Krankheitsprogression um 31 % im Vergleich zur Placebo-Gruppe nach 18 Monaten (Differenz: -0,54 Punkte; p = 0,00001).4

Nebenwirkungen von Lecanemab

Als häufigste Nebenwirkungen traten in der indizierten Population infusionsbedingte Reaktionen auf (26 % vs. Placebo 7 %), Amyloid-assoziierte Bildgebungsanomalien mit Hämosiderinablagerung (ARIA-H: Mikroblutungen und superfizielle Siderose, 13 % vs. 7 %), Kopfschmerzen (11 % vs. 7 %) und Amyloid-assoziierte Bildgebungsanomalien mit Ödem (ARIA-E: im MRT als Hirnödem oder Flüssigkeitsansammlungen im Bereich der Sulci zu sehen, 9 % vs. 1 %). Symptomatische ARIA-E kamen bei 1,6 % der Teilnehmenden vor (schwere symptomatische: 0,3 %). Symptomatische ARIA-H traten bei 0,8 % der Patienten auf. Insgesamt zeigten sich ARIA in der indizierten Teilpopulation nur etwa halb so häufig wie in der Gesamtpopulation.2–4 kb


Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung.

1 GBA. Stand: 24. Juni 2025, verfügbar unter: www.g-ba.de/downloads/40-268-11631/2025-06-24_AMRL-III_SNV_Antidementiva-Lecanemab_TrG.pdf, letzter Zugriff 07/2025.

2 Fachinformation Leqembi®▼; Aktueller Stand.

3 van Dyck CH et al. N Engl J Med 2023;388(1):9–21.

4 Froelich L et al. DGPPN 2024; Poster 17.

Quelle: Pressekonferenz „Die Zukunft beginnt jetzt – Leqembi®▼ (Lecanemab) als erste (bzgl. Markenzulassung in d. EU) Therapie der frühen Alzheimer-Krankheit, die auf zugrundeliegende Krankheitsprozesse abzielt“, 10.09.2025 in Frankfurt/Main. Veranstalter: Eisai GmbH