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Opioid-induzierter Androgenmangel

Testosteronmangel als Nebenwirkung einer Opioidtherapie

Auf dem Deutschen Schmerzkongress im Oktober 2025 in Mannheim diskutierten Experten den Zusammenhang zwischen Opioidtherapie und Testosteronmangel.


05.02.2026
Besins Healthcare
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Viele Ärztinnen und Ärzte wissen nicht, dass längerfristig angewendete Opioide die Testosteronproduktion hemmen können. Diese Nebenwirkung wird auch als „OPIAD“ (opioid induced testosterone deficiency, Opioid-induzierter Androgenmangel) bezeichnet. Ein OPIAD kann sich in diversen Testosteronmangel-Symptomen äußern, wie Antriebslosigkeit, Libidoverlust, erektile Dysfunktion, Zunahme von Körperfett, Abbau von Muskelmasse oder Depressionen.

Testosterontherapie

Dr. Michael Schenk, Berlin, Prof. Michael Zitzmann, Münster, und Prof. Stefan Wirz, Bad Honnef, diskutierten im Rahmen eines von Besins Healthcare Germany unterstützten Symposiums die Herausforderung von „OPIAD“ in Klinik und Praxis. Einen OPIAD zu erkennen sei wichtig, weil dieser gut mit einer Testosterontherapie behandelt werden kann. Laut Wirz entwickeln über die Hälfte aller Männer unter Opioidanwendung einen Testosteronmangel und etwa 20 % einen Hypocortisolismus. Für die Testosterontherapie eignen sich insbesondere Testosteron-Gele (z. B. Testogel® Dosiergel) oder langwirksame Depotinjektionen. Mittels dieser Präparate können die Testosteronmangel-Symptome der Patienten gelindert oder komplett beseitigt werden.

Nach der aktuellen Leitlinie der urologischen Fachgesellschaft (EAU) besteht die Indikation für eine Testosterontherapie, wenn dauerhaft Symptome vorliegen und zweimal ein morgendlich erniedrigter Testosteronspiegel im Blut gemessen wurde. Für betroffene Patienten sei eine frühzeitige Therapie wichtig, so Zitzmann, um die Symptome zu lindern bzw. zu beseitigen, die Lebensqualität und Motivation zu erhöhen, sowie Lebensstilveränderungen zu erleichtern und „last but not least“ die Spätfolgen eines unbehandelten Testosteronmangels zu vermeiden.

Redaktion, der-niedergelassene-arzt.de

Quelle: Besins Healthcare Germany