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HPV-Impfung

Warum frühes Impfen gegen HPV wichtig ist

Durch Humane Papillomviren (HPV) bedingte Krebsarten lassen sich vermeiden – durch gezielte Impfung und eine effektive Früherkennung. Deutschland hat die medizinischen und strukturellen Voraussetzungen, um sie zu eliminieren. Was fehlt, ist ein politischer Rahmen.


18.02.2026
Redaktion
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Die Impfung gegen HPV schützt effektiv vor Infektionen mit Virustypen, die Krebsarten wie Gebärmutterhalskrebs, Anogenital- und Mund-Rachen-Krebs sowie Genitalwarzen verursachen können. Insgesamt sind nach Expertenschätzung circa 5 % aller Krebserkrankungen auf humane Papillomviren zurückzuführen. 

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren, idealerweise vor dem ersten sexuellen Kontakt. Der 9v-HPV-Impfstoff (Gardasil®) ist ein adjuvantierter, nicht infektiöser, rekombinanter, 9-valenter Impfstoff. Er ist aus hochgereinigten VLPs (Virus-like-particles) des Hauptkapsid­proteins L1 der HPV-Typen 6, 11, 16, 18, 31, 33, 45, 52, 58 hergestellt.

Eine frühere HPV-Impfung bietet einen erheblich höheren Schutz

Werden die Impfungen im Alter von etwa 12–13 Jahren abgeschlossen, kann das Risiko für Gebärmutterhalskrebs um etwa 87 % reduziert werden. Erfolgt die Impfung jedoch erst im Alter von 16–18 Jahren, sinkt diese Effektivität deutlich auf rund 34 %. Die HPV-Impfquoten in Deutschland sind noch nicht ausreichend. Denn laut Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) und anderen Analysen lag die vollständige Impfquote bei 15-jährigen Mädchen um 55 % und bei Jungen bei 34 % (Stand 2024/25). 

Laut RKI gilt generell: Durch die HPV-Impfung wird nicht nur die geimpfte Person selbst geschützt, sondern auch die späteren jeweiligen Partnerinnen und Partner, falls ungeimpft. Je mehr Kinder demnach gegen HPV geimpft sind, desto weniger HPV-bedingten Krebs wird es in Zukunft in Deutschland geben.

Info zur Impfung: https://www.rki.de/

Redaktion, der-niedergelassene-arzt.de

Quelle: MSD