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Hämorrhoidalleiden

Einflussfaktoren für Hämorrhoidalleiden komplexer als gedacht

Ungünstiges und unangepasstes Toilettenverhalten, zu harter oder zu weicher Stuhl, ballaststoffarme Ernährung und „Vielsitzen“ gelten als typische Risikofaktoren für Hämorrhoidalleiden. Aktuelle Studien rücken weitere Faktoren wie beispielsweise die genetische Disposition in den Fokus.


16.03.2026
DR. KADE
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Die Pathophysiologie des Hämorrhoidalleidens wird wesentlich durch funktionelle Störungen des anorektalen Systems bestimmt. Auch der Einfluss des Alters und eine starke Belastung des Beckenbodens zählen zu den etablierten Risikofaktoren für Hämorrhoidalleiden. Ergänzend dazu liefern genetische Analysen nun belastbare Hinweise. Relativ neu wurde ein genetischer Hintergrund für Hämorrhoidalleiden gefunden. Dabei zeigte sich, dass Gene, die eine Störung der neuromuskulären Motilität, der Kontraktion glatter Muskeln und der Organisation der extrazellulären Matrix begünstigen, das Risiko für vergrößerte Hämorrhoiden erhöhen. Es geht also nicht nur um ein gestörtes Bindegewebe, sondern auch um Störungen der Motilität und der glatten Muskeln, so der Proktologe Dr. Johannes Jongen aus Kiel im Rahmen eines digitalen Fachpressegesprächs. 

Hämorrhoidalleiden durch Pressen und lange Toilettensitzungen

Operative Eingriffe würden von Patientinnen und Patienten häufig mit der Erwartung eines dauerhaften Behandlungserfolgs verbunden. Ziel der Hämorrhoidalchirurgie sei jedoch nicht die vollständige Entfernung des Hämorrhoidalgewebes, das als Polster bei jedem Menschen eine sinnvolle Funktion erfüllt, sondern die Wiederherstellung der physiologischen Verhältnisse. Wenn Faktoren wie harter Stuhlgang, Pressen oder lange Toilettensitzungen weiterhin bestehen, kann sich das Hämorrhoidalgewebe erneut vergrößern. Entsprechend weist auch die bestmögliche Operation eine gewisse Rückfallquote auf. 

Mehr zur Behandlung von Hämorrhoidalleiden finden Sie in unserem Dossier Analbeschwerden – erkennen und behandeln

Jongen: „90 % der Patienten mit vergrößerten Hämorrhoiden brauchen keine Operation.“ 

Die Basis jeglicher Hämorrhoidaltherapie sei die Aufklärung über Stuhlgang, Ernährung, Flüssigkeitszufuhr, Pressen und Toilettensitzung. Und diese sollte mit Konzentration auf die Darmentleerung, nicht länger als 5 Minuten und ohne Mobilfon oder Lesestoff erfolgen, so der Rat des Experten. Treten trotz Berücksichtigung dieser Maßnahmen Beschwerden auf, sei der erste Schritt eine adäquate medikamentöse Therapie. 

DR. KADE stellt seit 1886 hochwertige Arzneimittel und Medizinprodukte mit innovativen Darreichungsformen für proktologische Beschwerden her. Info: www.kade.de

Quelle: DR. KADE Pharmazeutische Fabrik GmbH

Monika Schweihoff