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Allgemein- & Innere Medizin, Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychotherapie, Neurologie, Praxis Digital Allgemein- & Innere Medizin, Neurologie Psyche
DiGa

Invirto - Die Therapie gegen Angst

Digitale Therapiebegleitung von Angststörungen
Sympatient GmbH, Deutschland
Dauerhaft aufgenommen 


02.04.2026
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Beschreibung

Invirto ermöglicht Menschen mit einer Agoraphobie, Panikstörung oder sozialen Phobie eine Behandlung ihrer Angststörung von zu Hause. Patientinnen und Patienten lernen von Therapeutinnen oder Ärzten punktuell unterstützt selbstständig mit einer App und einer Virtual-Reality-Brille unter anderem: Ihre Angst besser zu verstehen, mit hoher Anspannung umzugehen, Angstgedanken zu bewältigen und angstbesetzte Situationen wieder aufzusuchen. Invirto ermöglicht es, die Symptome der Angststörung zu reduzieren, Vermeidungsverhalten zu verringern und wieder mehr Bewegungsfreiheit im Alltag zurückzugewinnen. Invirto basiert auf einer kognitiven Verhaltenstherapie mit Expositionstraining, die von Fachgesellschaften für die Behandlung von Angststörungen empfohlen wird.

Patientengruppe

F40.00 Agoraphobie: Ohne Angabe einer Panikstörung
F40.01 Agoraphobie: Mit Panikstörung
F40.1 Soziale Phobien
F41.0 Panikstörung [episodisch paroxysmale Angst]

Die DiGA ist nicht anzuwenden bei folgenden Diagnosen (Kontraindikationen gemäß ICD-10)

F00 Demenz bei Alzheimer-Krankheit
F01 Vaskuläre Demenz
F02 Demenz bei anderenorts klassifizierten Krankheiten
F03 Nicht näher bezeichnete Demenz
F04 Organisches amnestisches Syndrom, nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt
F05 Delir, nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt
F06 Andere psychische Störungen aufgrund einer Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns oder einer körperlichen Krankheit
F09 Nicht näher bezeichnete organische oder symptomatische psychische Störung
F10 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol
F11 Psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide
F12 Psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide
F13 Psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika
F14 Psychische und Verhaltensstörungen durch Kokain
F15 Psychische und Verhaltensstörungen durch andere Stimulanzien, einschließlich Koffein
F16 Psychische und Verhaltensstörungen durch Halluzinogene
F17 Psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak
F18 Psychische und Verhaltensstörungen durch flüchtige Lösungsmittel
F19 Psychische und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum anderer psychotroper Substanzen
F20 Schizophrenie
F21 Schizotype Störung
F22 Anhaltende wahnhafte Störungen
F23 Akute vorübergehende psychotische Störungen
F24 Induzierte wahnhafte Störung
F25 Schizoaffektive Störungen
F28 Sonstige nichtorganische psychotische Störungen
F29 Nicht näher bezeichnete nichtorganische Psychose
F30 Manische Episode
F31 Bipolare affektive Störung
F32.2 Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome
F32.3 Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen
F33.3 Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode mit psychotischen Symptomen
H54.0 Blindheit und hochgradige Sehbehinderung, binokular
H54.1 Schwere Sehbeeinträchtigung, binokular
H54.4 Blindheit und hochgradige Sehbehinderung, monokular
H54.5 Schwere Sehbeeinträchtigung, monokular
H81 Störungen der Vestibularfunktion
H82 Schwindelsyndrome bei anderenorts klassifizierten Krankheiten
H91.3 Taubstummheit, anderenorts nicht klassifiziert
I08 Krankheiten mehrerer Herzklappen
I09 Sonstige rheumatische Herzkrankheiten
I20 Angina pectoris
I22 Rezidivierender Myokardinfarkt
I25 Chronische ischämische Herzkrankheit
I45 Sonstige kardiale Erregungsleitungsstörungen
I49 Sonstige kardiale Arrhythmien
I50 Herzinsuffizienz
I69 Folgen einer zerebrovaskulären Krankheit
R42 Schwindel und Taumel

Weitere nicht durch Kontraindikationen abgedeckte Ausschlusskriterien

Eine Behandlung mit Invirto ist nach einer Einzelfallprüfung der folgenden relativen Kontraindikationen durch den behandelnden Arzt oder die behandelnde Ärztin möglich:

  •  I10-I15: Hypertonie (muss ärztlich eingestellt sein)
  • G40-G47: Episodische und paroxysmale Krankheiten des Nervensystems (muss stabil eingestellt und vom Neurologen freigegeben sein)
  • F06.3: Organische affektive Störungen
  • F06.4: Organische Angststörung
  • F10.1: Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Schädlicher Gebrauch
  • F12.1: Psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide: Schädlicher Gebrauch
  • F33.2 Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome
  • F43 Reaktion auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen
  • F44: Dissoziative Störungen
  • H90: Hörverlust durch Schallleitungs- oder Schallempfindungsstörung (nach Freigabe durch HNO-Arztes)
  • Bei allen Herz-, Kreislauferkrankungen (I00-I99), die nicht in den absoluten Kontraindikationen genannt werden sollte eine Abklärung und Freigabe durch den behandelnden Arzt bzw. durch eine Kardiologin erfolgen.
  • J40-J47: Chronischen Krankheiten der unteren Atemwege
  • Bestehende oder vermutete Schwangerschaft
  • Bei akuter Eigengefährdung oder deutlich selbstverletzenden Tendenzen
  • Bei Rauschzuständen (unter dem Einfluss psychotroper Substanzen)
  • Bei nicht vorhandener Absprachefähigkeit, Realitätsverlust, Wahn oder Halluzinationen
  • Bei starken und unkontrollierten dissoziativen Zuständen, bzw. nur bei Vorhandensein antidissoziativer Skills und Fähigkeiten im Umgang mit den Symptomen
  • Schwere Beeinträchtigung der kognitiven und sensorischen Fähigkeiten, die die Nutzung einer App erschweren

Anwendungsdauer 

Der Hersteller macht keine Angaben zu einer empfohlenen Anwendungsdauer. 

Eigenschaften

Herstellerpreis: 220,00 €
Keine Mehrkosten
Zusatzgeräte enthalten
Vertragsärztliche Leistungen erforderlich
Verfügbare Sprachen: Deutsch

Weitere Informationen 

Informationswebsite (DiGa) 
Gebrauchsanweisung (PDF)
Für Fachkreise

Hinweise für Ärztinnen und Ärzte

Invirto wird nach einer Diagnostik einer der folgenden Angststörungen von Psychotherapeutinnen oder Ärztinnen verschrieben: Agoraphobie mit oder ohne Panikstörung (F40.00, F40.01), Panikstörung (F41.0) und soziale Phobie (F40.1). Zusätzlich werden die Kontraindikationen konsiliarisch oder durch die behandelnde ÄrztIn selbst ausgeschlossen.

Nach einer Verschreibung können PatientInnen selbständig mit der Therapie starten. Die PatientInnen sind der hauptsächliche Nutzer der digitalen Gesundheitsanwendung. PatientInnen können während der Nutzung der Applikation Gespräche von PsychotherapeutInnen, PsychiaterInnen oder ÄrztInnen erhalten.

Bei der Behandlung außerhalb der DiGA gelten die jeweiligen berufs- und sozialrechtlichen Regelungen für Ärzte/Ärztinnen.