Mönchspfeffer: Nicht-hormonelle Behandlung des prämenstruellen Syndroms
Als Alternative zu hormonellen Therapieoptionen kann eine phytotherapeutische Behandlung zyklusassoziierter Beschwerden mit Mönchspfeffer-Extrakt auch Patientinnen erreichen, für die eine hormonelle Therapie nicht infrage kommt.
Auf dem diesjährigen Fortbildungskongress (FOKO) berichtete Dr. Ruth Diebold, in Vertretung für Dr. Reinhild Georgieff, von der aktuellen Evidenzlage pflanzlicher Behandlungsmöglichkeiten des prämenstruellen Syndroms (PMS). Der Raum ist vollbesetzt – ein Zeichen für großes Interesse an passenden Optionen im Praxisalltag. Mit einer Prävalenz von 20 – 40 % (je nach Studiendesign)1 umfassen die Symptome des PMS sowohl somatische Beschwerden wie Kopf- und Brustschmerzen als auch affektive Leiden wie Reizbarkeit oder depressive Verstimmungen.
Mönchspfeffer-Extrakt
Für eine nicht-hormonelle Behandlung eigne sich als Wirkstoff der Mönchspfeffer, erklärte Diebold. Eine evidenzbasierte Therapieoption sei der Einsatz eines ethanolischen Extrakts aus Mönchspfefferfrüchten, das Vitex Agnus Castus (VAC)-Extrakt. Präparate, mit einer Dosierung von 4 mg seien nach HMPC-Monografie als traditional use eingestuft für die Linderung leichter prämenstrueller Beschwerden.2 Bei 20 mg weisen Studien auf eine signifikante Reduktion typischer PMS-Symptome hin und ordnen diese Dosierungshöhe als am effektivsten ein.3,4 Höhere Dosierungen böten keinen Zusatznutzen, während niedrigere zu keiner signifikanten Linderung der PMS-Beschwerden führten, so die Medizinerin.
Für eine Behandlung prämenstrueller Beschwerden mit VAC eignen sich demnach bei leichten Beschwerden oder Mastodynie Präparate mit der niedrigeren Dosierung von 4 mg. Bei PMS lege die Studienlage nahe, 20 mg des Wirkstoffs als erste Option einzuordnen. Bleibe unter einer ausreichend langen Behandlung mit 20 mg VAC eine relevante Besserung aus, sollten weiterführende therapeutische Schritte geprüft werden.
KadeZyklus® als Therapieoption
KadeZyklus® bei prämenstruellem Syndrom 20 mg steht als pflanzliches Arzneimittel für die Behandlung von PMS zur Verfügung. Die Dosierung des ethanolischen Vitex Agnus Castus-Extrakt beträgt je Tablette 20 mg und soll so das therapeutische Spektrum im Bereich der Zyklusbeschwerden ergänzen.
Quelle: Meet the Expert „Phytotherapie bei Zyklusbeschwerden“, 06.03.2026, anlässlich des FOKO, Düsseldorf. Veranstalter: DR. KADE Pharmazeutische Fabrik GmbH
Literatur
1 von Wulff M et al. Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin. Verlag Schattauer, 2013.
2 European Union herbal monograph on Vitex agnus-castus L., fructus. EMA/HMPC/606742/2017.
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