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Orthopädie, Allgemein- & Innere Medizin, Aus der Industrie Orthopädie, Allgemein- & Innere Medizin
Osteoanabole Therapie

Romosozumab: Hohe Frakturrisiken möglichst frühzeitig adressieren

Während des DVO-Kongresses 2026 in Frankfurt am Main erörterten Fachmediziner die Bedeutung einer frühen, zielgerichteten Behandlung z. B. mit Romosozumab für Patientinnen mit hohem Risiko für osteoporotische Frakturen.


30.04.2026
UCB
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Prof. Dr. med. Ralf Schmidmaier, Leiter des Osteologischen Schwerpunktzentrums am LMU Klinikum München, empfahl beispielsweise eine osteoanabole Therapie mit Romosozumab (EVENITY®). Der monoklonale Antikörper zeigte in einer retrospektiven Auswertung auf der Basis von Deutschen Krankenkassen-Daten bei weiblichen Hochrisikopatienten starke Effekte auf die Reduktion der Frakturinzidenz nach einem Therapiejahr um etwa 50 %.

PD Dr. med. habil. Elena Tsourdi, Fachärztin für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie an der Medizinischen Klinik III am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden, präsentierte ihre Zwölf-Monats-Erfahrungen zum Einsatz von Romosozumab (210 mg, subkutane Applikation, 1 x monatlich). Das analysierte Kollektiv umfasste 69 Patientinnen (Durchschnittsalter: 70,6 Jahre) im postmenopausalen Status, überwiegend mit Frakturanamnese (65/69) und erhöhten (Re-)Frakturrisiken. Zu den erhobenen Grunderkrankungen in dieser Kohorte nannte Tsourdi noch endokrine, gastrointestinale oder kardiovaskuläre Beschwerden sowie Tumorerkrankungen.

Romosozumab: Reduktion des Frakturrisikos und Erhöhung der Knochenmineraldichte

Eine Zwölf-Monats-Therapie mit Romosozumab ging mit einer Reduktion des Frakturrisikos sowie der Erhöhung der Knochenmineraldichte z. B. an der Lendenwirbelsäule (p = 0,06) einher, fasste Tsourdi zusammen. In der Peripherie (Femur und Femurhals) waren die Effekte auf die Knochendichte gemessen am T-Score (Osteodensitometrie) allerdings nicht signifikant, ergänzte die Expertin. Das Nebenwirkungsprofil war gekennzeichnet durch lokale Reaktionen (30 %), schmerzhafte Muskeln und Gelenke (10 %) sowie Kreislaufdysregulation/Schwindel (2/69) und grippeähnliche Symptome (3/69).

Dr. rer. nat. Christine Willen

Quelle: Symposium „Brüchig oder belastbar? Moderne Konzepte in der Osteoporosetherapie“, 26.02.2026 anlässlich des DVO-Kongresses in Frankfurt a. M. Veranstalter: UCB Pharma GmbH