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Dermatologie, Medizin Dermatologie Dermatologie
Verwandtschaft

Biologika bei Psoriasis: Familienanamnese berücksichtigen

Ob und wie sich eine positive Familienanamnese auf das klinische Bild der Psoriasis und das Ergebnis einer Biologikatherapie (Guselkumab, Secukinumab, Ixekizumab, Ustekinumab oder Adalimumab) auswirkt, wurde in einer prospektiven Kohortenstudie in China untersucht. Von den insgesamt 859 eingeschlossenen Patienten mit Psoriasis, die eine Biologikatherapie begonnen hatten, wiesen 22,9 % eine positive Familienanamnese (Verwandtschaft ersten Grades) auf.


05.05.2026
Hautnetz Magazin
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Der Vergleich der Gruppen mit und ohne positive Familienanamnese ergab: Bei Patienten mit positiver Familienanamnese setzte der Beginn der Erkrankung früher ein (27 vs. 35 Jahre) und sie entwickelten stärkere Angstsymptome bei niedrigerer Lebensqualität. Hinsichtlich der Schwere der Erkrankung – gemessen mittels Psoriasis Area and Severity Index (PASI) sowie Physician’s Global Assessment (PGA) – gab es keine Unterschiede.

Unterschiede zeigten sich beim Therapieergebnis: Nach drei Behandlungsmonaten hatten Patienten mit positiver Familienanamnese eine höhere Wahrscheinlichkeit, die primären Studienziele einer 75%igen Verbesserung im PASI (PASI 75) (angepasste Odds Ratio [aOR] 1,60 [95-%-Konfidenzintervall [KI] 1,02, 2,51]) sowie ein klares Hautbild beziehungsweise nur minimale Hauterscheinungen (PGA 0/1) (aOR 1,54 [95-%-KI 1,03, 2,31]) zu erreichen. Diese Unterschiede setzten sich im Behandlungsverlauf auch nach sechs Monaten fort.

Psoriasis in der familiären Vorgeschichte kann das Ansprechen auf eine Biologikatherapie erhöhen. Zur Klärung der Kausalität sind weitere Studien erforderlich.

Hautnetz Deutschland e. V.

In der Versorgung gehört es dazu, Ressourcen zu bündeln und sich durch Vernetzung nachhaltig zu stärken. Gelebte Beispiele für erfolgreiche Vernetzungen sind die regionalen Psoriasisnetze mit dem Dachverband PsoNet e. V. und die Nationale Versorgungskonferenz Hautkrebs, NVKH. Diese wollen die Versorgungszukunft folgender Indikationen gemeinsam mit der DDG und dem BVDD unterstützen: Alopecia areata, atopische Dermatitis, chronische Prurigo nodularis, Hidradenitis suppurativa, Urtikaria und Vitiligo. Das Hautnetz Deutschland e. V. wird die regionalen Hautnetze verschiedener Ausrichtung begleiten undnach dem besten Beispiel von PsoNet und NVKH eine zukunftsweisende Aufstellung ermöglichen. 

Sind auch Sie interessiert? Informationen finden Sie hier: https://hautnetz-deutschland.de/

Quelle: Hautnetz Magazin



Literatur

Jiang Y et al. Am J Clin Dermatol 2025;26:291–300. DOI: 10.3389/fmed.2026.1725638.