Asthma und COPD – Alltagstaugliche Therapiestrategien im Fokus
Diverse Leitlinien geben einen klaren Rahmen für die Behandlung von Menschen mit COPD und Asthma vor – beispielsweise den frühzeitigen Einsatz einer fixen Triple-Therapie. Die praxisnahe Umsetzung ist jedoch häufig herausfordernd.
Daher standen alltagstaugliche Strategien zur Asthma und COPD Therapie im Mittelpunkt der Chiesi Pressekonferenz „Praxiswerkstatt Asthma & COPD – Leitlinien umsetzen, Alltag meistern“ im Rahmen des 132. DGIM-Kongresses in Wiesbaden. Ulrich Dessureault (Frankfurter Rotkreuz-Kliniken) und Dr. Karin Anton (Berlin) diskutierten, wie Leitlinien-Empfehlungen patientenorientiert in der hausärztlichen Praxis umgesetzt werden können – mit dem Ziel, Krankheitskontrolle, Lebensqualität und Exazerbationsprävention zu verbessern.
Therapie von Asthma & COPD nach GOLD- & S2k-Leitlinie
Nach aktualisierter GOLD- und S2k-COPD-Leitlinie soll bereits nach einer einzigen Exazerbation eine Intensivierung der Therapie angedacht werden. Nach einer Exazerbation unter einer Therapie mit langwirksamen Beta-2-Mimetika (LABA) plus langwirksamen Anticholinergika (LAMA) scheint die Triple-Therapie am besten vor zukünftigen Exazerbationen zu schützen, wenn sie innerhalb von 30 Tagen nach einer Exazerbation eingestellt wird. Jede Exazerbation erhöht das Risiko für eine weitere Verschlechterung und ist möglichst zu vermeiden. Die Dreifach-Fixkombination Trimbow® aus den Wirkstoffen Beclometason, Formoterol und Glycopyrronium, ist zugelassen als Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit moderater bis schwerer COPD, die unter dualer Therapie (LAMA + LABA oder ICS + LABA) nicht ausreichend kontrolliert sind.
Ein weiterer klinischer Entscheidungsmarker für den zusätzlichen Einsatz von ICS ist ein Bluteosinophilen-Wert ab 100 Zellen/μl.
Auch bei Asthma kann bei unzureichender Symptomkontrolle der Einsatz einer Triple-Therapie als Therapieoption in Erwägung gezogen werden. In einer Befragung zeigte sich, dass bei 61 % der Patientinnen und Patienten die Asthmakontrolle mangelhaft ist, was sich durch den häufigen Einsatz von Bedarfsmedikamenten, nächtliches Erwachen und Aktivitätseinschränkungen äußert. Vor allem ältere Betroffene zeigen hohe Symptomlast und benötigen am häufigsten orale Kortikosteroide (OCS).
Quelle: Pressekonferenz „Praxiswerkstatt Asthma & COPD – Leitlinien umsetzen, Alltag meistern“, 18. April 2026, Kurhaus Wiesbaden, im Rahmen des 132. DGIM-Kongresses. Veranstalter: Chiesi GmbH.
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