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Darmflora

Probiotika in der Antibiotika-Begleitung

Wie kann eine probiotische Begleitung während der Antibiose sinnvoll gestaltet werden? Entscheidend ist dabei, dass eingesetzte Präparate bestimmten funktionellen und qualitativen Kriterien entsprechen. Multistammpräparate können diesen Anforderungen gerecht werden – vorausgesetzt, ihre Zusammensetzung ist entsprechend ausgerichtet. Ein gutes Beispiel für einen solchen Ansatz ist das Präparat SymbioLact® Pro Darm* Multi.


17.07.2026
Klinge Pharma
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Antibiotika sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Behandlung bakterieller Infektionen. Gleichzeitig beeinflussen sie jedoch auch das intestinale Mikrobiom. Die daraus resultierende Dysbiose kann funktionelle Veränderungen und klinische Konsequenzen nach sich ziehen, wie Antibiotika-assoziierte Diarrhö (AAD) oder Störungen der Darmbarriere.1,2

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie eine probiotische Begleitung während der Antibiose sinnvoll gestaltet werden kann. Entscheidend ist dabei, dass eingesetzte Präparate bestimmten funktionellen und qualitativen Kriterien entsprechen. Multistammpräparate können diesen Anforderungen gerecht werden – vorausgesetzt, ihre Zusammensetzung ist entsprechend ausgerichtet.3–6 Ein gutes Beispiel für einen solchen Ansatz ist das Präparat SymbioLact® Pro Darm* Multi.

Antibiotika und Mikrobiom

Antibiotika wirken unspezifisch und unterscheiden nicht zwischen pathogenen und nützlichen Bakterien. In der Folge kann es zu einer Dysbiose kommen. Diese ist durch eine gestörte Balance und oft auch eine reduzierte Diversität der Mikrobiota gekennzeichnet. Dadurch können Antibiotika auch die Darmschleimhaut beeinflussen, da das veränderte intestinale Mikrobiom die Schleimhautzellen nicht mehr optimal mit Nährstoffen versorgen kann.1,2,7–9 

Die Mikrobiom-Veränderung kann sich klinisch in Form von AAD zeigen, die bei etwa fünf bis 35 Prozent der behandelten Patient:innen auftritt10, sowie in abdominalen Beschwerden oder einer erhöhten intestinalen Permeabilität (sog. Leaky-Gut-Syndrom).11,12 

Diese klinischen Effekte entstehen nicht durch einen einzelnen Mechanismus, sondern durch ein Zusammenspiel aus veränderter Mikrobiota, gestörter Stoffwechselaktivität und beeinträchtigter Schleimhautbarriere.2,10,13 Für die Praxis bedeutet das: Eine probiotische Begleitung sollte mehrere dieser Ebenen berücksichtigen. Unspezifische oder pauschale Supplementationsstrategien können in diesem Kontext an ihre Grenzen stoßen und nicht in allen Fällen ausreichend sein.14,15 Doch welche Eigenschaften sollten probiotische Präparate erfüllen?

Anforderungsprofil an probiotische Präparate

Probiotische Effekte gelten grundsätzlich als stammspezifisch und dosisabhängig. Unterschiede zwischen den Präparaten ergeben sich daher insbesondere aus der Auswahl und Kombination der enthaltenen Stämme, ihrer Dosierung sowie ihrer Stabilität im Gastrointestinaltrakt.3–6

Damit wird deutlich: Entscheidend ist nicht ein einzelner Faktor, sondern das Zusammenspiel dieser Kriterien – also welche Stämme eingesetzt werden, wie sie funktionell aufeinander abgestimmt sind und in welcher Dosierung sie den Wirkort tatsächlich erreichen. SymbioLact® Pro Darm* Multi berücksichtigt genau diese Aspekte.16

Multikomponentenansatz in der probiotischen Begleittherapie

SymbioLact® Pro Darm* Multi kombiniert 11 Bakterienstämme, die unterschiedliche Aufgaben innerhalb des intestinalen Ökosystems übernehmen. Dazu gehören etablierte Leitstämme wie Lactobacillus rhamnosus LGG®, Bifidobacterium animalis subsp. lactis BB-12® und Lactobacillus acidophilus LA-5®, die in Studien unter anderem einen Beitrag zur Stabilisierung der mikrobiellen Balance, zur Hemmung pathogener Keime und zur Unterstützung der Darmbarriere zeigten2 sowie AAD vorbeugen bzw. verkürzen7,8,17 und typische Beschwerden wie Blähungen, Verstopfungen und Bauchschmerzen reduzieren können.7,18 Ergänzende Stämme erweitern dieses Wirkungsspektrum, indem sie beispielsweise metabolische Funktionen oder immunmodulatorische Prozesse beeinflussen können.18,19

Ein besonderer Bestandteil von SymbioLact® Pro Darm* Multi ist das MegaDuoTM, das aus den sporenbildenden Bakterienstämmen Bacillus subtilis HU58™ und Bacillus coagulans SC208™ besteht. Diese verfügen über eine natürliche Schutzstruktur (Sporenform), die sie gegenüber Magensäure und auch weiteren negativen Einflussfaktoren unempfindlich machen. Aufgrund dieser Eigenschaften können sie den Magen passieren und im Darm aktiv werden. Das ist besonders während der Antibiotikatherapie von Bedeutung, da empfindlichere Bakterienstämme in ihrer Aktivität eingeschränkt sein können. Sporenbildende Stämme bleiben hingegen stabiler und können so zur Stabilisierung des mikrobiellen Gleichgewichts beitragen und bei AAD helfen.20–22

Hochdosiert mit 28 Milliarden Bakterien pro Stick

Die Dosierung von SymbioLact® Pro Darm* Multi liegt mit 28 Milliarden koloniebildenden Einheiten pro Stick in einem Bereich, der in klinischen Studien mit probiotischen Interventionen bei AAD untersucht wurde und als relevant für den therapeutischen Einsatz gilt.3

Schützend mit Biotin* und L-Glutamin

Ergänzend enthält das Präparat die Aminosäure L-Glutamin, die die Bildung von Tight-Junction-Proteinen des Darmepithels reguliert, damit die Integrität des Darmepithels stärkt und anti-inflammatorisch wirkt23,24, sowie das B-Vitamin Biotin, das zur Erhaltung normaler Schleimhäute beiträgt.25

Damit adressiert SymbioLact® Pro Darm* Multi nicht nur die mikrobielle Zusammensetzung, sondern auch die funktionelle Ebene der Darmbarriere: Während bestimmte Stämme zur Stabilisierung der Mikrobiota und zur Reduktion potenziell pathogener Keime beitragen, unterstützen andere Komponenten die Integrität der Schleimhaut. Somit geht SymbioLact® Pro Darm* Multi über rein mikrobielle Ansätze hinaus.16

Abgestimmt auf Erwachsene und Kinder

Auch in der Pädiatrie spielt die differenzierte Auswahl probiotischer Begleitpräparate eine zentrale Rolle, da sich das Mikrobiom noch in der Entwicklung befindet und besonders sensibel auf Antibiotika reagiert.26

SymbioLact® Multi Kids greift diesen Ansatz auf und überträgt die Multistamm-Logik des Erwachsenenpräparats in eine altersadaptierte Anwendung:

  • Multistammpräparat mit 11 Bakterienstämmen und einer altersgerechten Dosierung (≥ 7 Milliarden KBE pro Stick)
  • Enthält zusätzlich L-Glutamin sowie Biotin zur Unterstützung der Darmschleimhaut25
  • Ist zur Anwendung bei Kindern ab 3 Jahren während und nach einer Antibiotikatherapie geeignet.27

SymbioLact® Pro Darm* Multi steht in den Packungsgrößen 10 Sticks, 20 Sticks & 40 Sticks zur Verfügung. SymbioLact® Multi Kids in den Packungsgrößen 10 Sticks & 20 Sticks. Damit wird ein strukturierter Ansatz der Antibiotikabegleitung auch für Kinder verfügbar, der sowohl das Mikrobiom als auch die Darmbarriere berücksichtigt.27

Einfache Anwendung der Sticks

Für den Praxisalltag ergibt sich daraus vor allem eine Umsetzungsfrage: Wie lässt sich ein solcher Ansatz mit der Antibiose kombinieren?

Am Beispiel von SymbioLact® Pro Darm* Multi bedeutet das:

  • Während der Antibiotikatherapie: 2 × täglich 1 Stick.
  • Im Anschluss: 1 × täglich 1 Stick für 14 Tage.
  • Einnahmeabstand zum Antibiotikum: mindestens 1 Stunde.16

Der zeitliche Abstand ist dabei entscheidend, um die Interaktion mit dem Antibiotikum zu minimieren und die Aktivität der enthaltenen Stämme zu erhalten. Die Einnahme erfolgt bestenfalls zu einer Mahlzeit, aufgelöst in Wasser ohne Kohlensäure. 

Die Darreichung in Stickform ermöglicht eine standardisierte Dosierung und eine einfache Integration in den Alltag. SymbioLac Pro Darm* Multi ist vegetarisch, laktose- und glutenfrei.16

Unter folgendem Link stehen Ihnen Fachinformationen, Möglichkeiten der Materialanforderung sowie ein umfangreiches Schulungsangebot zur Verfügung:
https://www.symbiopharm.de/fachkreise/informationen/informationen-arzt

Quelle: Klinge Pharma

1.    Lange, K., Buerger, M., Stallmach, A. & Bruns, T. Effects of Antibiotics on Gut Microbiota. . 34, 260–268 (2016).
2.    Ramirez, J. et al. Antibiotics as Major Disruptors of Gut Microbiota. Front. Cell. Infect. Microbiol. 10, (2020).
3.    Goldenberg, J. Z. et al. Probiotics for the prevention of Clostridium difficile-associated diarrhea in adults and children. Cochrane Database of Systematic Reviews 2017, (2017).
4.    Hill, C. et al. The International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics consensus statement on the scope and appropriate use of the term probiotic. Nat. Rev. Gastroenterol. Hepatol. 11, 506–514 (2014).
5.    Sanders, M. E., Merenstein, D. J., Reid, G., Gibson, G. R. & Rastall, R. A. Probiotics and prebiotics in intestinal health and disease: from biology to the clinic. Nat. Rev. Gastroenterol. Hepatol. 16, 605–616 (2019).
6.    Szajewska, H. et al. Probiotics for the Prevention of Antibiotic‐Associated Diarrhea in Children. J. Pediatr. Gastroenterol. Nutr. 62, 495–506 (2016).
7.    Jungersen, M. et al. The Science behind the Probiotic Strain Bifidobacterium animalis subsp. lactis BB-12®. Microorganisms 2, 92–110 (2014).
8.    Chatterjee, S. et al. Randomised placebo-controlled double blind multicentric trial on efficacy and safety of Lactobacillus acidophilus LA-5 and Bifidobacterium BB-12 for prevention of antibiotic-associated diarrhoea. J. Assoc. Physicians India 61, 708–12 (2013).
9.    Anthony, W. E. et al. Acute and persistent effects of commonly used antibiotics on the gut microbiome and resistome in healthy adults. Cell Rep. 39, 110649 (2022).
10.    11. DeProm-Tagung 2025, Vortrag J. Labenz. (2025).
11.    Wlodarska, M. et al. Antibiotic Treatment Alters the Colonic Mucus Layer and Predisposes the Host to Exacerbated Citrobacter rodentium-Induced Colitis. Infect. Immun. 79, 1536–1545 (2011).
12.    Sawaed, J. et al. Antibiotics damage the colonic mucus barrier in a microbiota-independent manner. Sci. Adv. 10, (2024).
13.    Reisinger, E. C., Lademann, M. & Krause, R. Antibiotic-associated diarrhea. DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift 129, S111–S113 (2004).
14.    Yang, S. et al. Prevention and treatment of antibiotics-associated adverse effects through the use of probiotics: A review. J. Adv. Res. 71, 209–226 (2025).
15.    Napier, B. A. et al. Multi-Species Synbiotic Supplementation After Antibiotics Promotes Recovery of Microbial Diversity and Function, and Increases Gut Barrier Integrity: A Randomized, Placebo-Controlled Trial. Antibiotics 15, 138 (2026).
16.    Verbraucherinformation SymbioLact® Pro Darm* Multi. Stand: Juni 2024. www.symbiopharm.de/fileadmin/user_upload/Upload/Packshots_Produktinformationen/SymbioLact_Darm_Pro_Multi/20250328_GI_SymbioLact_Darm_Pro_Multi_DE_03.pdf.
17.    Cai, J. et al. Comparative efficacy and tolerability of probiotics for antibiotic‐associated diarrhea: Systematic review with network meta‐analysis. United European Gastroenterol. J. 6, 169–180 (2018).
18.    Jafari, E., Vahedi, H., Merat, S., Momtahen, S. & Riahi, A. Therapeutic effects, tolerability and safety of a multi-strain probiotic in Iranian adults with irritable bowel syndrome and bloating. Arch. Iran. Med. 17, 466–70 (2014).
19.    Nagala et al. Clinical Case Study: Multispecies Probiotic Supplement Minimizes Symptoms of Irritable Bowel Syndrome. US Gastroenterol. Hepatol. Rev. 7, (2011).
20.    Mehta, D. An Open Labeled, Placebo Controlled Trial to Evaluate the Role of Probiotics- Bacillus subtilis HU58 and Bacillus coagulans SC208 0n Antibiotic Associated Diarrhoea In Humans. Biomed. J. Sci. Tech. Res. 29, (2020).
21.    Marzorati, M. et al. Bacillus subtilis HU58 and Bacillus coagulans SC208 Probiotics Reduced the Effects of Antibiotic-Induced Gut Microbiome Dysbiosis in an M-SHIME® Model. Microorganisms 8, 1028 (2020).
22.    Setlow, P. Germination of Spores of Bacillus Species: What We Know and Do Not Know. J. Bacteriol. 196, 1297–1305 (2014).
23.    Aleman, R. S., Moncada, M. & Aryana, K. J. Leaky Gut and the Ingredients That Help Treat It: A Review. Molecules 28, 619 (2023).
24.    Krishna Rao, R. Role of Glutamine in Protection of Intestinal Epithelial Tight Junctions. J. Epithel. Biol. Pharmacol. 5, 47–54 (2012).
25.    EFSA Panel on Dietetic Products, N. and A. (NDA) and A. (NDA). Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to biotin and maintenance of normal skin and mucous membranes (ID 121). EFSA Journal 8, 1728 (2010).
26.    Arrieta, M.-C., Stiemsma, L. T., Amenyogbe, N., Brown, E. M. & Finlay, B. The Intestinal Microbiome in Early Life: Health and Disease. Front. Immunol. 5, (2014).
27.    Verbraucherinformation SymbioLact® Multi Kids. Stand: Juni 2025. www.symbiopharm.de/fileadmin/user_upload/Upload/Packshots_Produktinformationen/symbiolact-multi-kids/GI_SymbioLact_Multi_Kids.pdf.