Antibiotika sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Behandlung bakterieller Infektionen. Gleichzeitig beeinflussen sie jedoch auch das intestinale Mikrobiom. Die daraus resultierende Dysbiose kann funktionelle Veränderungen und klinische Konsequenzen nach sich ziehen, wie Antibiotika-assoziierte Diarrhö (AAD) oder Störungen der Darmbarriere.1,2
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie eine probiotische Begleitung während der Antibiose sinnvoll gestaltet werden kann. Entscheidend ist dabei, dass eingesetzte Präparate bestimmten funktionellen und qualitativen Kriterien entsprechen. Multistammpräparate können diesen Anforderungen gerecht werden – vorausgesetzt, ihre Zusammensetzung ist entsprechend ausgerichtet.3–6 Ein gutes Beispiel für einen solchen Ansatz ist das Präparat SymbioLact® Pro Darm* Multi.
Antibiotika und Mikrobiom
Antibiotika wirken unspezifisch und unterscheiden nicht zwischen pathogenen und nützlichen Bakterien. In der Folge kann es zu einer Dysbiose kommen. Diese ist durch eine gestörte Balance und oft auch eine reduzierte Diversität der Mikrobiota gekennzeichnet. Dadurch können Antibiotika auch die Darmschleimhaut beeinflussen, da das veränderte intestinale Mikrobiom die Schleimhautzellen nicht mehr optimal mit Nährstoffen versorgen kann.1,2,7–9
Die Mikrobiom-Veränderung kann sich klinisch in Form von AAD zeigen, die bei etwa fünf bis 35 Prozent der behandelten Patient:innen auftritt10, sowie in abdominalen Beschwerden oder einer erhöhten intestinalen Permeabilität (sog. Leaky-Gut-Syndrom).11,12
Diese klinischen Effekte entstehen nicht durch einen einzelnen Mechanismus, sondern durch ein Zusammenspiel aus veränderter Mikrobiota, gestörter Stoffwechselaktivität und beeinträchtigter Schleimhautbarriere.2,10,13 Für die Praxis bedeutet das: Eine probiotische Begleitung sollte mehrere dieser Ebenen berücksichtigen. Unspezifische oder pauschale Supplementationsstrategien können in diesem Kontext an ihre Grenzen stoßen und nicht in allen Fällen ausreichend sein.14,15 Doch welche Eigenschaften sollten probiotische Präparate erfüllen?
Anforderungsprofil an probiotische Präparate
Probiotische Effekte gelten grundsätzlich als stammspezifisch und dosisabhängig. Unterschiede zwischen den Präparaten ergeben sich daher insbesondere aus der Auswahl und Kombination der enthaltenen Stämme, ihrer Dosierung sowie ihrer Stabilität im Gastrointestinaltrakt.3–6
Damit wird deutlich: Entscheidend ist nicht ein einzelner Faktor, sondern das Zusammenspiel dieser Kriterien – also welche Stämme eingesetzt werden, wie sie funktionell aufeinander abgestimmt sind und in welcher Dosierung sie den Wirkort tatsächlich erreichen. SymbioLact® Pro Darm* Multi berücksichtigt genau diese Aspekte.16
Multikomponentenansatz in der probiotischen Begleittherapie
SymbioLact® Pro Darm* Multi kombiniert 11 Bakterienstämme, die unterschiedliche Aufgaben innerhalb des intestinalen Ökosystems übernehmen. Dazu gehören etablierte Leitstämme wie Lactobacillus rhamnosus LGG®, Bifidobacterium animalis subsp. lactis BB-12® und Lactobacillus acidophilus LA-5®, die in Studien unter anderem einen Beitrag zur Stabilisierung der mikrobiellen Balance, zur Hemmung pathogener Keime und zur Unterstützung der Darmbarriere zeigten2 sowie AAD vorbeugen bzw. verkürzen7,8,17 und typische Beschwerden wie Blähungen, Verstopfungen und Bauchschmerzen reduzieren können.7,18 Ergänzende Stämme erweitern dieses Wirkungsspektrum, indem sie beispielsweise metabolische Funktionen oder immunmodulatorische Prozesse beeinflussen können.18,19
Ein besonderer Bestandteil von SymbioLact® Pro Darm* Multi ist das MegaDuoTM, das aus den sporenbildenden Bakterienstämmen Bacillus subtilis HU58™ und Bacillus coagulans SC208™ besteht. Diese verfügen über eine natürliche Schutzstruktur (Sporenform), die sie gegenüber Magensäure und auch weiteren negativen Einflussfaktoren unempfindlich machen. Aufgrund dieser Eigenschaften können sie den Magen passieren und im Darm aktiv werden. Das ist besonders während der Antibiotikatherapie von Bedeutung, da empfindlichere Bakterienstämme in ihrer Aktivität eingeschränkt sein können. Sporenbildende Stämme bleiben hingegen stabiler und können so zur Stabilisierung des mikrobiellen Gleichgewichts beitragen und bei AAD helfen.20–22
Hochdosiert mit 28 Milliarden Bakterien pro Stick
Die Dosierung von SymbioLact® Pro Darm* Multi liegt mit 28 Milliarden koloniebildenden Einheiten pro Stick in einem Bereich, der in klinischen Studien mit probiotischen Interventionen bei AAD untersucht wurde und als relevant für den therapeutischen Einsatz gilt.3
Schützend mit Biotin* und L-Glutamin
Ergänzend enthält das Präparat die Aminosäure L-Glutamin, die die Bildung von Tight-Junction-Proteinen des Darmepithels reguliert, damit die Integrität des Darmepithels stärkt und anti-inflammatorisch wirkt23,24, sowie das B-Vitamin Biotin, das zur Erhaltung normaler Schleimhäute beiträgt.25
Damit adressiert SymbioLact® Pro Darm* Multi nicht nur die mikrobielle Zusammensetzung, sondern auch die funktionelle Ebene der Darmbarriere: Während bestimmte Stämme zur Stabilisierung der Mikrobiota und zur Reduktion potenziell pathogener Keime beitragen, unterstützen andere Komponenten die Integrität der Schleimhaut. Somit geht SymbioLact® Pro Darm* Multi über rein mikrobielle Ansätze hinaus.16
Abgestimmt auf Erwachsene und Kinder
Auch in der Pädiatrie spielt die differenzierte Auswahl probiotischer Begleitpräparate eine zentrale Rolle, da sich das Mikrobiom noch in der Entwicklung befindet und besonders sensibel auf Antibiotika reagiert.26
SymbioLact® Multi Kids greift diesen Ansatz auf und überträgt die Multistamm-Logik des Erwachsenenpräparats in eine altersadaptierte Anwendung:
- Multistammpräparat mit 11 Bakterienstämmen und einer altersgerechten Dosierung (≥ 7 Milliarden KBE pro Stick)
- Enthält zusätzlich L-Glutamin sowie Biotin zur Unterstützung der Darmschleimhaut25
- Ist zur Anwendung bei Kindern ab 3 Jahren während und nach einer Antibiotikatherapie geeignet.27
SymbioLact® Pro Darm* Multi steht in den Packungsgrößen 10 Sticks, 20 Sticks & 40 Sticks zur Verfügung. SymbioLact® Multi Kids in den Packungsgrößen 10 Sticks & 20 Sticks. Damit wird ein strukturierter Ansatz der Antibiotikabegleitung auch für Kinder verfügbar, der sowohl das Mikrobiom als auch die Darmbarriere berücksichtigt.27
Einfache Anwendung der Sticks
Für den Praxisalltag ergibt sich daraus vor allem eine Umsetzungsfrage: Wie lässt sich ein solcher Ansatz mit der Antibiose kombinieren?
Am Beispiel von SymbioLact® Pro Darm* Multi bedeutet das:
- Während der Antibiotikatherapie: 2 × täglich 1 Stick.
- Im Anschluss: 1 × täglich 1 Stick für 14 Tage.
- Einnahmeabstand zum Antibiotikum: mindestens 1 Stunde.16
Der zeitliche Abstand ist dabei entscheidend, um die Interaktion mit dem Antibiotikum zu minimieren und die Aktivität der enthaltenen Stämme zu erhalten. Die Einnahme erfolgt bestenfalls zu einer Mahlzeit, aufgelöst in Wasser ohne Kohlensäure.
Die Darreichung in Stickform ermöglicht eine standardisierte Dosierung und eine einfache Integration in den Alltag. SymbioLact® Pro Darm* Multi ist vegetarisch, laktose- und glutenfrei.16
Unter folgendem Link stehen Ihnen Fachinformationen, Möglichkeiten der Materialanforderung sowie ein umfangreiches Schulungsangebot zur Verfügung:
https://www.symbiopharm.de/fachkreise/informationen/informationen-arzt
Quelle: Klinge Pharma