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DGIM 2026

Darmbarriere im Fokus beim Reizdarmsyndrom

Viele Patienten mit Reizdarmsyndrom (RDS) kennen das Muster: eine Therapie nach der anderen, kurze Phasen der Besserung, dann die nächste Beschwerdewelle. Was dabei oft fehlt, ist nicht der Behandlungswille, sondern die Ausrichtung auf mögliche pathophysiologische Mechanismen, z. B. die gestörte Darmbarriere. Auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) 2026 machten drei führende Gastroenterologen deutlich, weshalb Veränderungen der Darmbarriere in der multifaktoriellen Pathophysiologie des RDS eine relevante Rolle spielen und warum GAVIDarm mit seiner physikalischen Schutzschild-Technologie dort ansetzt.


13.07.2026
Reckitt Benckiser
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Beim diesjährigen Lunchsymposium von Reckitt zum Reizdarmsyndrom brachten Prof. Joachim Labenz (Siegen), Prof. Ahmed Madisch (Hannover) und Prof. Martin Storr (Germering) Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie zusammen. Die Experten zeigten, warum das bisherige Vorgehen in der Behandlung des RDS zu häufig an relevanten Mechanismen vorbeigeht und was modernes RDS-Management heutzutage leisten muss: zuerst verstehen, dann gezielt handeln.

Warum so viele RDS-Patienten keine nachhaltige Besserung erfahren

Prof. Joachim Labenz (Siegen) zeichnete in seinem Kongressvortrag ein ernüchterndes klinisches Bild: 40 % der RDS-Patienten erhalten Protonenpumpeninhibitoren (PPI), ggf. ohne entsprechende Indikation, fast 11 % werden mit Opioiden behandelt, einige erhalten im Krankheitsverlauf Psychopharmaka.1 Dies sei nicht Ausdruck mangelnder ärztlicher Sorgfalt, sondern spiegele vielmehr wider, dass zielgerichtete Therapieoptionen, die an der gestörten Darmbarriere ansetzen, lange fehlten. Prof. Labenz sieht darin eine grundlegende Verschiebung des therapeutischen Blickwinkels begründet. „Das RDS ist in erster Linie eine Darmerkrankung. Dort entsteht das Problem, und erst über die Darm-Hirn-Interaktion wird es zur Systemerkrankung“, erklärte er. Ist die Barrierefunktion des Darmepithels geschwächt, können Reize wie mikrobielle Bestandteile, Toxine und Antigene leichter mit dem Schleimhautmilieu interagieren. Dies kann lokale Entzündungen, viszerale Hypersensitivität und eine Reizung des enteralen Nervensystems begünstigen.

Positive Diagnose als Therapiebaustein: Systematik vor Aktionismus

Die Diagnosesicherung trage dabei selbst einen therapeutischen Charakter, erklärte Prof. Ahmed Madisch. „Wenn wir zu viele Untersuchungen wiederholen, begeben sich die Patienten in einen Kreislauf, aus dem sie nicht mehr herauskommen. Das ist frustrierend“, unterstrich er. Eine positive RDS-Diagnose könne diese Endlosschleife durchbrechen. Sie beruhige die Patienten, schaffe Klarheit über Prognose sowie Therapieziel und bilde damit die Grundlage für das, was folgt: eine Therapie, die relevante pathophysiologische Prozesse berücksichtigt.

Multimodale Therapie mit gezielter oraler Ergänzung

Wie diese Therapie konkret aussehen kann, zeigt Prof. Martin Storr. Er plädierte für einen multimodalen Ansatz, der nicht auf eine einzelne Maßnahme setzt, sondern verschiedene Bausteine sinnvoll kombiniert. Entscheidend sei eine individuelle Ausrichtung auf den jeweiligen Patienten und auf die Pathomechanismen, die zuvor im Gespräch systematisch eingeordnet wurden. Psychoedukation und Hypnotherapie können dabei die Darm-Hirn-Achse und viszerale Hypersensitivität adressieren, FODMAP-Ernährung kann ernährungsabhängige Symptomtrigger reduzieren. Orale Optionen ließen sich gezielt ergänzen.

Er verwies konkret auf die Kombination aus Xyloglucan und Erbsenprotein (GAVIDarm), die auf der Darmschleimhaut einen mukoadhäsiven, physikalisch wirksamen Schutzfilm bildet und so die Barrierefunktion gezielt stabilisiert.2,3 Entscheidend sei immer das realistische Erwartungsmanagement, erklärte Prof. Storr. „Keine Heilungsversprechen, sondern nachweisbare Symptomverbesserung, systematisch und evidenzbasiert“.

GAVIDarm Schutzschild-Technologie für zwei häufige RDS-Subtypen

Die Medizinproduktlinie GAVIDarm von Reckitt übersetzt dieses Wirkprinzip in zwei symptomspezifische Formulierungen: GAVIDarm Häufiger Durchfall (RDS-D) ergänzt die Basisformel um Traubenkernextrakt und präbiotische Xylo-Oligosaccharide zur Reduktion von Durchfallsymptomen2,4, GAVIDarm Häufige Verstopfung (RDS-O) kombiniert sie mit Chiasamenpulver, das die Darmpassage regulieren und Obstipationsbeschwerden lindern kann.3

Für beide Formulierungen liegt klinische Evidenz vor. Für RDS-D zeigte die randomisierte Crossover-Studie nach der ersten 28-tägigen Behandlungsphase eine Normalisierung der Stuhlkonsistenz bei 87 % der aktiv Behandelten gegenüber 0 % unter Placebo; nach Crossover erreichten 93 % der auf die aktive Formulierung wechselnden Patienten normale Stühle. Für RDS-O zeigte die Studie zu Xyloglucan/Erbsenprotein/Chiasamen am Tag 15 eine Remissionsrate von 46,7 % und am Tag 28 von 100 % unter aktiver Behandlung; Bauchschmerzen, Blähungen und Lebensqualität verbesserten sich signifikant.3

GAVIDarm hilft, wiederkehrende Darmbeschwerden zu lindern und Reizdarmsymptomen langanhaltend* vorzubeugen. Empfohlen wird eine Einnahme von 1–2 Kapseln zweimal täglich (vor den Mahlzeiten) über 2–4 Wochen; eine Langzeiteinnahme ist nach ärztlicher Rücksprache möglich.

Quelle: Reckitt Benckiser Deutschland GmbH