Reflux: Von seltenem Ärgernis bis zur täglichen Belastung
Gelegentliche Refluxbeschwerden treten in der Allgemeinbevölkerung häufig auf. Rezidivierende oder chronische Symptome dagegen können auf eine gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) hinweisen, die eine gezielte Therapie erfordert.
Die Ursachen für Refluxstörungen sind heterogen und umfassen neben lebensstilassoziierten Faktoren wie fettreicher Ernährung mit großen Portionen, Alkohol- und Nikotinkonsum auch medikamentöse sowie psychosoziale Einflüsse [2]. Aufgrund der potenziellen Einschränkung der Lebensqualität kommen der adäquaten symptomatischen Therapie sowie lebensstilbezogenen Maßnahmen eine zentrale Bedeutung zu.
Aktuelle Therapielandschaft: Unterschiedliche Wirkprinzipien
Die therapeutischen Möglichkeiten bei Refluxbeschwerden zielen primär auf die Reduktion bzw. Neutralisation der Magensäure ab.
Protonenpumpeninhibitoren (PPI) hemmen die H+/K+-ATPase der Belegzellen und blockieren so die finale Stufe der Magensäuresekretion. Aufgrund ihrer Säurelabilität werden PPI bislang in magensaftresistenten Darreichungsformen hergestellt, um einen vorzeitigen Abbau im Magen zu verhindern. Nach intestinaler Resorption gelangen sie über den systemischen Kreislauf zurück zu ihrem Wirkort. Eine Standarddosierung von 20 mg hemmt etwa 70% der Protonenpumpen über rund 24 Stunden [3].
Auch nicht-pharmakologischen Maßnahmen kommt eine hohe Bedeutung zu. Dazu zählen insbesondere Gewichtsreduktion, der Verzicht auf späte Mahlzeiten sowie Nikotin, eine Einschränkung des Konsums von Alkohol, Schokolade, Kaffee und Tee sowie eine Anpassung der Ernährungsgewohnheiten, insbesondere hinsichtlich Fett- und Zuckerzufuhr [4].
Gastrobin® protect: Neue Kombination bei Refluxsymptomen
Bei Gastrobin® protect wird Omeprazol direkt im Magen freigesetzt. Möglich wird dies durch eine säureneutralisierende Formulierung mit Natriumhydrogencarbonat (816,5 mg) als funktionellem Hilfsstoff [5]. Dieser verhindert den säurebedingten Abbau von Omeprazol und ermöglicht so dessen rasche Resorption.
Eine pharmakologische Studie zeigte, dass durch diesen Ansatz eine bis zu dreifach schnellere Resorption von Omeprazol ermöglicht und die maximale Plasmakonzentration bereits nach etwa 30 Minuten erreicht wird [1, 5].
Gastrobin® protect
Empfehlungen für die ärztliche Praxis
Gastrobin® protect ist eine neue OTC-Option zur kurzzeitigen Behandlung von Refluxsymptomen, die Ärztinnen und Ärzte ihren Patientinnen und Patienten empfehlen können. Omeprazol in einer schnellfreisetzenden Formulierung ohne magensaftresistenten Überzug hemmt die Produktion von Magensäure und reduziert so Sodbrennen bis zu 24 Stunden.
In der Praxis eignet sich das Präparat insbesondere für Patienten mit einem Bedarf an langanhaltendem Schutz vor Refluxsymptomen im Rahmen der Selbstmedikation (die empfohlene Dosis ist einmal täglich 20 mg über 14 Tage [5]), ergänzend zu lebensstilbezogenen Maßnahmen wie Gewichtsreduktion, angepasster Ernährung und Verzicht auf Genussmittel.