Auch in tiefer Remission: Mesalazin bei Colitis ulcerosa nicht absetzen
Die kürzlich aktualisierte S3-Leitlinie bestätigt Mesalazin (5-ASA) als Erstlinien-Therapie bei leichter bis mäßig aktiver Colitis ulcerosa (CU).1 Für die Induktion der Remission lässt sich die Dosis je nach Entzündungsaktivität und Befallsmuster durch orale, rektale und kombinierte Gabe individuell anpassen.1 Auch für den Remissionserhalt wird 5-ASA empfohlen – dauerhaft.1 Wie eine aktuelle Meta-Analyse bekräftigt, steigt bei Absetzen von Mesalazin das Rückfallrisiko deutlich.2
Deutliches Rückfallrisiko bei Absetzen der 5-ASA-Monotherapie
Erstmals wurden umfangreiche Daten von 7.200 CU-Patienten in Remission ausgewertet (16 RCTs, 13 Kohortenstudien).2 Demnach war das Absetzen der oralen 5-ASA-Monotherapie mit einem um 60 % erhöhten Risiko für klinisch und endoskopisch nachweisbare Rückfälle in den folgenden 6-12 Monaten verbunden (RR 1,60; 95 % CI 1,25–2,05 im Vergleich zu CU-Patienten mit fortgesetzter Mesalazin-Therapie).2 Bei rektalem 5-ASA betrug das relative Risiko für einen Rückfall in den 12 Monaten nach Beendigung der Therapie sogar 2,03 (95 % CI 1,58–2,61).2
Die Sensitivitätsanalyse mag überraschen: In klinischer Remission zeigte sich das Risiko für einen Rückfall zwar eher gering (RR 1,20; 95 % CI 0,90–1,60), erhöhte sich aber bei endoskopischer Remission deutlich (RR 1,84; 95 % CI 1,51–2,25).2 Bei histologischer Remission stieg das Rückfallrisiko sogar auf mehr als das Doppelte an (RR 2,40; 95 % CI 1,66–3,48).2 Eine tiefere Remissionsebene schützt demnach nicht vor einem Wiederaufflammen der Entzündung nach Absetzen der oralen oder rektalen 5‑ASA‑Therapie.2
Die Meta-Analyse unterstreicht damit die Bedeutung einer konsequent fortgeführten 5-ASA-Behandlung – auch in tiefer Remission.2 Für den Versorgungsalltag spielt dabei die Einnahmebelastung eine Rolle.3 Höhere Mesalazin‑Wirkstärken pro Tablette – als Surrogat für eine geringere Tablettenlast – waren in einer aktuellen Real‑World‑Analyse mit 12.122 Patienten mit einer besseren Persistenz und Adhärenz über zwölf Monate assoziiert.3
Höchste Mesalazin-Einzeldosis pro Tablette
ASACOL® 1600 mg von Tillotts bietet die derzeit höchste Mesalazin-Einzeldosis pro Tablette.4 Ein optimierter zweistufiger pH- und Enzym-getriggerter Freisetzungsmechanismus gewährleistet, dass das 5-ASA seine Wirkung gezielt im Kolon bis hin zum Rektum entfalten kann.5,6 In der Akuttherapie werden 2 bzw. 3 Tabletten 1 x täglich genommen, in der Erhaltungsphase reicht 1 Tablette täglich.5,6,7 ASCAOL® Zäpfchen mit 1 g 5-ASA stehen zudem für die rektale Therapie zur Verfügung.4,7
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