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Mehr als Malassezia

Die topische Anwendung von Ketoconazol (Ketozolin®: 2 % Shampoo) bleibt der Goldstandard: 4+1-Wirkung bei Kleienpilzflechte und seborrhoischer Dermatitis

Kleienpilzflechte und seborrhoische Dermatitis (SD) zählen zu den häufigsten Malassezia-assoziierten Dermatosen. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die Pathogenese beider Erkrankungen komplexer ist als bisher angenommen. 


28.07.2026
Dermapharm AG
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Hefepilze der Gattung Malassezia bleiben ein wichtiger Trigger, sind aber nicht die alleinige Ursache. Daher werden beide Dermatosen zunehmend nicht mehr als reine Pilzerkrankungen, sondern als multifaktoriell verstanden. Insbesondere die SD wird mittlerweile auch als Entzündungskrankheit verstanden.1,2,3 Gerade vor diesem Hintergrund bestätigt sich die topische Anwendung von Ketoconazol (Ketozolin® 2 % Shampoo) als bewährter Goldstandard in der Therapie: Mit seiner 4+1-Wirkung kann es gezielt fünf relevante Punkte des Krankheitsgeschehens beeinflussen und so den Leidensdruck der Betroffenen reduzieren.

Die seborrhoische Dermatitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die insbesondere talgdrüsenreiche Areale betrifft – darunter Kopfhaut und Gesicht, Schweißrinnen auf Brust- und Rücken sowie den Genitalbereich. Typische Symptome sind Juckreiz sowie sichtbare, entzündete Stellen mit mehr oder weniger stark haftenden Schuppen.4 Etwa 3-10 % der Bevölkerung sind betroffen.5  

Die Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor) ist eine häufige, nicht-entzündliche und nicht von Mensch zu Mensch übertragbare oberflächliche Hautmykose. Das lateinische „versicolor“ – „buntfarbig“, „schillernd“ oder „schimmernd“ – verweist auf die klinisch sichtbare Hypo- und Hyperpigmentierung der Epidermis. Bis zu 4 % der Erwachsenen in unseren Breiten sind betroffen.4 

Multifaktoriell, aber therapeutisch gut adressierbar 

Lange Zeit galt der Hefepilz der Gattung Malassezia als alleinige Ursache beider Dermatosen. Aktuelle Publikationen zeigen jedoch, dass der Hefepilz zwar ein wichtiger Trigger bleibt, das Krankheitsgeschehen aber deutlich vielschichtiger ist. Beide Erkrankungen werden daher zunehmend als multifaktoriell verstanden; insbesondere die SD wird dabei als Entzündungskrankheit eingeordnet.1,2,3 Der etablierte therapeutische Ansatz mit Ketoconazol bewährt sich weiterhin: Das pharmakologische Profil des Wirkstoffs adressiert gezielt mehrere der zentralen pathophysiologischen Mechanismen beider Dermatosen. 

Die 4+1-Wirkung von Ketozolin® 2 % Shampoo – bewährter Therapiestandard 

1. Antimykotische Wirkung

Ketoconazol reduziert die Malassezia-Kolonisation effektiv bereits ab der ersten Anwendung.6 Der Wirkstoff setzt gezielt am pilzlichen Enzym Lanosterol-14- α-Demethylase an – einem essenziellen Schritt in der Ergosterolsynthese. Durch dessen Hemmung sinkt der Ergosterolspiegel in der Pilzzellmembran, während toxische Sterolzwischenstufen akkumulieren. Die daraus resultierende gestörte Membranpermeabilität beeinträchtigt den Nährstofftransport und hemmt das Pilzwachstum. Hefepilze der Gattung Malassezia reagieren dabei besonders sensitiv auf Ketoconazol.7,8 

2. Antientzündliche Wirkung 

Die Entzündung nimmt durch die zurückgedrängte Pilzinfektion ab.4 Darüber hinaus entfaltet Ketoconazol direkte antientzündliche Eigenschaften: Es hemmt u.a. den Lipoxygenase-Weg (5 Lipoxygenase) und reduziert dadurch die Bildung proinflammatorischer Leukotriene wie LTB4. Dies unterstützt die Wirksamkeit bei der Behandlung der seborrhoischen Dermatitis.7,8,9,10

3. Schuppenlösende Wirkung

Ketozolin® 2 % Shampoo wirkt schuppenlösend auf zwei Ebenen: Die enthaltenen waschaktiven Hilfsstoffe (Tenside) lösen Schuppen ab und entfernen überschüssiges Fett von der Haut. Darüber hinaus kann Ketoconazol in der Haut den Cytochrom-P450-vermittelten Abbau von Retinoinsäure hemmen. Dadurch können die lokalen Retinoinsäurespiegel ansteigen. Da Retinoinsäure die Ablösung abgestorbener Hautzellen fördern kann, trägt dieser Mechanismus vermutlich zusätzlich zur schuppenreduzierenden Wirkung bei.7,11  

4. Juckreizlindernde Wirkung

Der Juckreiz kann rasch reduziert werden. Das ist einerseits Folge der reduzierten Malassezia-Besiedelung: Weniger Lipaseaktivität des Hefepilzes führt zu weniger irritativen Metaboliten, was die Entzündungsreaktion und damit den Juckreiz vermindert.4 Andererseits kann die Hemmung von 5-Lipoxygenase und damit einer verringerten Leukotrienbildung auch effektiv zur Linderung von Pruritus beitragen.7,8,9  

5. + 1 präventive Wirkung 

Ketoconazol kann auch vorbeugend eingesetzt werden. Durch die regelmäßige Anwendung und die damit verbundene langfristige Kontrolle des Pilzwachstums lässt sich das Kopfhautmilieu normalisieren und die Barrierefunktion stabilisieren. Damit eignet sich Ketozolin® 2 % Shampoo zur Langzeitprophylaxe und schützt so effektiv vor einem erneuten Krankheitsschub, etwa dem Wiederauftreten einer seborrhoischen Dermatitis.8,12

Jetzt anfordern: Ketozolin® 2 % Shampoo Servicematerialien

Um betroffene Patientinnen und Patienten einen Ratgeber an die Hand zu geben, können Ärzte Servicematerialien rund um Ketozolin® 2 % Shampoo und Schuppenstress & Juckreiz anfordern. Dazu gehören eine Patientenbroschüre sowie ein Empfehlungsblock mit Tipps zur richtigen Anwendung. Das Servicematerial kann per E-Mail (service@dermapharm.de) oder über folgende Bezugsadresse bestellt werden: Dermapharm AG, Lil-Dagover-Ring 7, 82031 Grünwald. Weitere Informationen finden Patientinnen und Patienten auf www.ketozolin.com.  

1 Navarro Triviño FJ et al. Biomedicines. 2025;13(10):2458
2 Umar Z et al. Journal of Community Health Provision. 2026;6(1):27-45
3 Martínez-Ortega et al. Cureus. 2025;17(10):e95377
4 Nenoff et al. Hautarzt. 2015;66:465-486
5 Altmeyer P et al. 2026 https://www.altmeyers.org/de/dermatologie/seborrhoische-dermatitis-des-erwachsenen-1117, letzter Zugriff am 25. Juni 2026
6 Piérard-Franchimont C et al. Int J Cosmet Sci. 2003;25(6):267-271
7 Gupta et al. JEADV Clinical Practice. 2025;4:710-718
8 Khushboo et al. Journal of advance and future research. 2025;3(11)280-290
9 Beetens JR et al. Biochemical Pharmacology. 1986;35(6):883-891
10 Van Cutsem J et al. J Am Acad Dermatol. 1991;25(2 Pt 1):257-261
11 Duell et al. J Clin Invest. 1992;90:1269-1274
12 Tynes et al. Cureus. 2024;16(8):e67532 

Wirkstoff: Ketoconazol 

Zus.setz.: 1 g Shampoo enth.: 20 mg Ketoconazol. 
Sonst. Bestandt.: Natriumdodecylsulfat; 3-Dodecyloxycarbonyl-2/3-sulfopropansäure, Dinatriumsalz; Poly (oxyethylen)-120-methyl (D-glucopyranosid) dioleat; Macrogol-glycerolcocoate (Ph.Eur.) [7 EO-Einheiten]; 1,1‘-Methylenbis[3-(3-hydroxymethyl-2,5-dioxoimidazolidin-4-yl)harnstoff]; Tridodecylammoniumpolypeptide (MMG 2000); N,N-Bis(2-hydroxyethyl)cocosfettsäureamid; Natriumhydroxid; Natriumchlorid; Ponceau 4R (E124); Salzsäure 10 % (in ger. Mengen z. pH-Wert-Einst.); Kaliumsorbat; Natriumsulfat; Phenoxyethanol; Citronensäure; ger. Wasser. 

Anw.geb: Behandl. u. Prophyl. v. seborrh. Dermatitis d. Kopfh. u. Pityriasis versicolor b. Erw. u. Jugendl. 

Gegenanz.: Überempf. gg. Ketoconazol o. einen d. and. Inhaltsst.. Mangels Erf. keine Anw. bei Kdrn. Schwangerschaft u. Stillzeit: Keine bek. Risiken. Daher darf Ketozolin 2 % währ. d. Schwangerschaft u. Stillzeit nach entspr. Nutzen/Risiko-Abwäg. angew. werden. Keine Anw. i. Brustbereich währ. d. Stillzeit. 

Nebenw.: Gelegentl. (0,1% - 1%): Follikulitis, Dysgeusie, Augenreiz., vermehrter Tränenfluss, Akne, Alopezie, Kontaktdermatitis, Hauttrockenh., ungewöhnl. Haarstruktur, Hautausschlag, Hautbrennen, Abschupp. d. Haut, Hautentz., Reak. a. Verabreichungsort: Erythem, Hautreiz., Überempfindlichkeitsreak., Pruritus, Pusteln. Selten (0,01% - 0,1%): Überempfindlich. (system. Reak.). Häufigk. auf Grundl. d. verfügb. Daten nicht abschätzbar: Angioödem, Urtikaria, Verfärb. d. Haare. 

Warnh.: Enth. Kaliumsorbat. Stand: 03/2021 

Pharmazeutischer Unternehmer: Dermapharm AG, Lil-Dagover-Ring 7, D-82031 Grünwald.

Quelle: Dermapharm AG