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Belastete Perianalhaut bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

An Intimhautschutz bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen denken

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa können für die Haut im Perianalbereich eine enorme Belastung darstellen. Häufige Stuhlgänge, dünnflüssiger Stuhl, Diarrhöen strapazieren die sensible Haut und können unangenehme Folgen haben. Mit einer gewissenhaften Analhygiene sowie einem gezielten Hautschutz, z. B. mit Deumavan® Schutzsalbe, lassen sich Beschwerden in der Perianalregion im Rahmen von CED im Alltag jedoch gut managen.


07.08.2026
Kaymogyn GmbH
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Die Haut im Perianalbereich kommt regelmäßig mit Stuhl in Kontakt. Das macht sie anfällig für Entzündungen und Reizungen. Denn: Neben Bakterien und Pilzen enthält Stuhl Verdauungsenzyme, z.B. Lipasen und Proteasen, die die Lipide und Proteine der Epidermis direkt angreifen. Bei flüssigem Stuhl ist die Darmpassage nur kurz, was seine Enzymkonzentrationen sogar noch erhöht.1 Zusätzlich kommt es durch den Kontakt von Stuhl auf der Haut zu einer Überfeuchtung des Stratum corneums, was dieses angreift.2 Diarrhöen stellen somit einen starken Reizfaktor für Perianalhaut dar. Diese Information ist vor allem für Patient:innen mit chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) relevant. Das Leitsymptom von Colitis ulcerosa sind blutig-schleimige Diarrhöen.3 Morbus Crohn ist ebenfalls durch (meist unblutige) Diarrhöen sowie perianale Manifestationen wie Analfissuren und Fisteln gekennzeichnet.4 Für die Betroffenen bedeutet dies oftmals einen hohen Leidensdruck.

Mit gezielten Maßnahmen lässt sich die Perianalhaut allerdings gut unterstützen. Inga Schubert, CED-Versorgungsassistenz aus dem Praxis-Zentrum Grevenbroich, erklärt im Interview, welche Hygienemaßnahmen bei CED wichtig sind, über welche Eigenschaften Pflegeprodukte verfügen sollten und wie Betroffene auch im Urlaub achtgeben können.

Welche speziellen Hygienemaßnahmen empfehlen Sie CED-Patient:innen, um Hautreizungen und Infektionen im Intimbereich zu vermeiden?

Inga Schubert: „Bei akutem Schub und häufigen Stuhlgängen, teils stark reizenden Diarrhoen ist es wichtig, die empfindliche Analhaut mit einem Schutzfilm zu sichern. Hierfür eignet sich Haushaltsvaseline oder Deumavan sehr gut. Es wird ein Schutzfilm gebildet, aber keine dicke Schicht aufgelegt, wie etwa bei einer Zinksalbe. Schutzsalben, Intimwaschlotionen oder auch Sitzbäder können grundsätzlich hilfreich sein. Sie sollten allerdings rückfettend, pH-hautneutral und frei von hautreizenden Zusätzen und Duftstoffen sein. Auch auf Intimrasur oder andere Enthaarungsmöglichkeiten sollte im Akutzustand verzichtet werden – laut Patienten wird die Intimbehaarung aber in der Regel eher kurz gehalten aus hygienischen Gründen.

Die Patienten sollen möglichst keine Feuchttücher benutzen, diese trocknen die Haut im Anal- und Intimbereich zu sehr aus. Um zusätzliche Reibung zu vermei-den, empfehle ich gern die Anwendung einer Po-Dusche, ggf. die Anwendung einer milden Intimwaschlotion und das anschließende Abtrocknen mit weichem ggf. mit vaseline- oder fetthaltiger Salbe bestrichenem Toilettenpapier. Grundsätzlich sollten Slipeinlagen ohne Plastikfolie genutzt sowie auf atmungsaktive Unterwäsche geachtet werden.“

Was ist im Urlaub zu beachten?

Inga Schubert: „Die Po-Dusche für unterwegs gut geeignet oder auch das Ab-brausen mit einem lauwarmen, weichen Wasserstrahl kann im Urlaub umgesetzt werden. Bei Reisen in warme Länder sollte auf vermehrtes Schwitzen geachtet werden. Hilfreich ist dann atmungsaktive Unterwäsche oder nachts, wenn es hygienisch möglich ist, Luft an den Intimbereich lassen indem Betroffene nackt schlafen. Ein Saunabesuch sollte in der akuten Zeit nicht stattfinden. Grundsätzlich ganz wichtig: Immer alles gut trockenhalten z. B. nach dem Duschen, Schwimmen, und vielem Schwitzen. Erst vorsichtig abtrocknen, dann gut schüt-zen und zusätzliche Reize, wie Peelings oder Strandsand, die die Haut zusätzlich stressen, vermeiden.“

Patient:innen auf Intimpflege der Perianalhaut bei CED hinweisen

Bei der Linderung von Beschwerden und Leidensdruck im Alltag sowie im Urlaub nimmt die Aufklärung der Betroffenen einen wichtigen Stellenwert ein. Im Gespräch mit Patient:innen können hilfreiche Pflegetipps sowie geeignete Produkte empfohlen werden. Die medizinische Hautschutz-Salbe von Deumavan® für den äußeren Intim- und Analbereich lindert Brennen, Juckreiz und Wundsein bei trockener und geschädigter Intimhaut. Deumavan® Schutzsalbe unterstützt die natürliche Hautbarriere im Schutz vor häufigem Kontakt mit Stuhl sowie bei mechanischer Beanspruchung durch die Reinigung. Ein mehrmals tägliches Auftragen beugt Wundwerden in der gesamten Perianalregion vor, z. B. bei häufigen Diarrhöen. Sie enthält ausschließlich Fette und Öle in pharmazeutischer Qualität. Die auch für Allergiker sehr gut verträgliche Rezeptur ist hormonfrei. Da sie keinen Alkohol enthält, verursacht sie kein Brennen und trocknet die Analhaut nicht aus. Damit auch der Urlaub trotz Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa zu einer entspannten Auszeit wird, sollte die Deumavan® Schutzsalbe für CED-Patient:innen essenzieller Bestandteil der Reiseapotheke sein.

Expertin

 

Inga Schubert 

CED-Versorgungsassistenz aus dem Praxis-Zentrum Grevenbroich

1 Kottner J, Kolbig N, Bültemann A, Dissemond J. Inkontinenzassoziierte Dermatitis: ein Positionspapier. Der Hautarzt 2019; 71 (1): 46–52. doi: 10.1007/s00105-019-04480-7.
2 Kottner J, Dissemond J. Incontinence-Associated Dermatitis in Older Adults: A Critical Review of Risk Factors, Prevention and Management. Drugs Aging 2025; 42 (8): 745–754. doi: 10.1007/s40266-025-01227-z.
3 Blumenstein I, Kucharzik T et al. Aktualisierte S3-Leitlinie Colitis ulcerosa (Version 7.0). Stand November 2025 – AWMF-Registriernummer: 021-009.
4 Sturm A et al. Aktualisierte S3-Leitlinie „Diagnostik und Therapie des Morbus Crohn“ der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) (Version 4.1) – living guideline. März 2024 – AWMF-Registernummer: 021-004. Z Gastroenterol 2024; 62: 1229–1318

Quelle: Kaymogyn GmbH