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QoL unter Palbociclib plus endokriner Therapie in allen TFI-Subgruppen stabil

TFI als Prognosefaktor beim HR+/HER2- a/mBC: Real-World-Daten aus der PERFORM-Studie

Beim ASCO 2026 wurden neue Daten zur Wirksamkeit aus der fünften Interimsanalyse (IA5) der deutschen/österreichischen Real-World-Studie PERFORM1 vorgestellt.2 


07.08.2026
Pfizer Pharma GmbH
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PERFORM untersucht Palbociclib (Ibrance®)3,* plus endokrine Therapie (ET) als Erstlinientherapie (1L) beim Hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Mammakarzinom (a/mBC) in der Routineversorgung und liefert damit Real-World-Evidenz unter den Bedingungen des klinischen Alltags. In der präsentierten Interimsanalyse wurden die Effektivitätsergebnisse in Abhängigkeit vom behandlungsfreien Intervall ausgewertet (Treatment-Free Interval, TFI), der sich als Prognosefaktor beim HR+/HER2- a/mBC erwies. Patient:innen mit einem TFI ≤ 12 Monate zeigten einen ungünstigeren Verlauf, die berichtete Lebensqualität (QoL) blieb in allen TFI-Subgruppen stabil.2

Ziel der PERFORM-Studie war die Generierung von Real-World-Evidenz zur Wirksamkeit, Sicherheit und Lebensqualität von Palbociclib plus ET als Erstlinientherapie beim HR+/HER2− a/mBC sowie zur Charakterisierung des Krankheitsverlaufs der Patientinnen über nachfolgende Therapielinien hinweg. Die Studie bildete Behandlungsergebnisse unter realen Versorgungsbedingungen ab, auch für Patientengruppen, die in kontrollierten klinischen Studien typischerweise unterrepräsentiert sind.1

Die PERFORM-Studie1

StudiendesignProspektive, nicht-interventionelle Real-World-Studie an 188 Zentren in Deutschland und Österreich
Population1.436 Patientinnen mit HR+/HER2− a/mBC, darunter ältere und komorbide Patientinnen (typischerweise unterrepräsentiert in RCTs)
PrimärendpunktProgressionsfreies Überleben in der Erstlinientherapie (1L-PFS)
Sekundärendpunkte2L-PFS, PFS2 (Zeit von 1L-Beginn bis Progression unter 2L oder Tod), Gesamtüberleben (OS)

IA5: Analyse des Einflusses vom TFI2

Die fünfte Interimsanalyse von PERFOM wertete den Einfluss des TFI auf das 1L-PFS sowie auf Behandlungsergebnisse in späteren Therapielinien aus. Als TFI wird die Zeit zwischen Ende der (neo)adjuvanten endokrinen Therapie und dem Auftreten der Metastasierung definiert. Ein kurzes TFI (≤ 12 Monate) gilt als Hinweis auf endokrine Resistenz und ist mit aggressiverer Erkrankung sowie ungünstigeren Behandlungsergebnissen assoziiert. Die Analyse umfasste 1.268 Patientinnen (Full-Analysis-Set), davon 1.010 einer TFI-Subgruppe zugeordnet:

  • TFI > 12 Monate: n = 373
  • TFI ≤ 12 Monate: n = 133
  • De-novo a/mBC: n = 504

Ausgangssituation: Aggressiveres Krankheitsprofil bei kurzem TFI2

Patientinnen mit TFI ≤ 12 Monate wiesen bereits zu Beginn der Erstlinientherapie häufiger Merkmale eines aggressiveren Krankheitsprofils auf, waren im Median jünger (65,4 vs. 70,1 Jahre) und zeigten häufiger G3-Tumore sowie Lebermetastasen:

MerkmalTFI ≤ 12 Mon.TFI > 12 Mon.De-novo a/mBC
G3-Tumore30,1 %17,4 %21,2 %
Lebermetastasen26,3 %13,4 %14,9 %
Medianes Alter (Jahre)65,470,171,2

Wirksamkeit: TFI als Prognosefaktor über mehrere Therapielinien2

Das mediane PFS (mPFS) im Gesamtkollektiv (25,5 Monate; 95%-KI: 23,0–28,6) war konsistent mit den Ergebnissen der PALOMA-2-Studie4 und bestätigte damit Palbociclib plus ET als wirksame 1L-Option in der Versorgungsrealität. Besonders relevant: In der Subgruppe mit TFI ≤ 12 Monate fiel das mPFS mit 14,6 Monaten deutlich kürzer aus. Dieser Nachteil setzte sich über 2L-PFS und PFS2 fort – er war damit nicht auf die 1L beschränkt:

SubgruppemPFS (Mon.)95%-KI2L-PFS (Mon.)mPFS2 (Mon.)
Gesamt (n = 1.268)25,523,0–28,6–*–*
TFI ≤ 12 Monate (n = 133)14,69,3–19,45,021,2
TFI > 12 Monate (n = 373)29,223,3–33,16,039,0
De-novo a/mBC (n = 504)31,526,5–36,77,340,9

*Im Poster nicht berichtet.

Lebensqualität2

Die patientenberichtete QoL blieb in allen TFI-Subgruppen während der 1L bis zu 15 Monate stabil – auch bei Patientinnen mit TFI ≤ 12 Monate. Dies ist klinisch bedeutsam, da diese Gruppe trotz aggressiverer Erkrankung und kürzerem PFS keine zusätzliche Einschränkung der Lebensqualität erlebte.

Erhoben wurden die Daten mit validierten Fragebögen (FACT-B, FACT-G) bei 1.008 Patientinnen. Die Lebensqualitätsanalysen sind explorativ.

Fazit2

  • Die Ergebnisse der 5. Interimsanalyse der PERFORM-Studie zum PFS waren konsistent mit den Ergebnissen der PALOMA-2-Studie4 und erweitern die Evidenz auf ein Patientenkollektiv, das randomisierte Studien meist nicht abbilden, darunter Patient:innen mit TFI ≤ 12 Monate und hohem therapeutischen Bedarf.
  • PERFORM untermauert den Stellenwert des TFI als prognostischen Faktor für den zu erwartenden Verlauf unter Palbociclib plus ET und als Bestandteil der Beratung von Patient:innen.
  • In allen TFI-Subgruppen zeigte sich eine stabile patient:innenberichtete Lebensqualität.
  • Ein TFI ≤ 12 Monate war mit ungünstigeren Effektivitätsdaten über mehrere Endpunkte verbunden. Diese Patientinnen wiesen bereits zu Therapiebeginn häufiger Merkmale eines aggressiveren Krankheitsprofils auf.

Hinweis: Als nicht-interventionelle, noch laufende Studie liefert PERFORM deskriptive, hypothesengenerierende Ergebnisse; die Lebensqualitätsanalysen sind explorativ und die Gesamtüberlebensdaten noch nicht ausgereift.

Das Brustkrebs-Portfolio von Pfizer

Das Mammakarzinom ist die häufigste Krebsart bei Frauen in Deutschland. Trotz großer Fortschritte bei der Behandlung versterben insbesondere im metastasierten Stadium viele Patient:innen an ihrer Erkrankung.5 Umfassende Früherkennungsprogramme und die Entwicklung neuer Therapieoptionen sind daher besonders wichtig.

Pfizer ist seit über 25 Jahren führend in der Brustkrebsforschung und -behandlung. Die erste Zulassung erhielt das Unternehmen bereits 1999.6 Heute umfasst das Brustkrebs-Portfolio von Pfizer in der Europäischen Union (EU) fünf Medikamente und zwei Biosimilars zur Behandlung verschiedener Subtypen der Erkrankung. Dazu gehören Palbociclib (Ibrance®)*,3 der erste Inhibitor der Cyclin-abhängigen Kinasen 4 und 6 (CDK4/6), der im November 2016 zur Therapie von HR+/HER2- fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs (aBC/mBC) in der EU zugelassen wurde,3,7 und Tucatinib (Tukysa®)†,8 ein hochselektiver Tyrosinkinase-Inhibitor, der in Kombination mit Trastuzumab und Capecitabin beim HER2+ aBC/mBC eingesetzt wird.8

Pfizer setzt sich zudem kontinuierlich für die Erforschung neuer Behandlungsmöglichkeiten bei Brustkrebs ein, um Therapieresistenzen zu überwinden, Rezidive zu verhindern und die Lebensqualität der Patient:innen weiter zu verbessern. Die umfangreiche Pipeline fokussiert unter anderem auf Zellzyklus-Inhibitoren der nächsten Generation sowie endokrine Therapien als potenzielle neue Behandlungsansätze beim HR+ Mammakarzinom. Darüber hinaus forscht Pfizer an neuen Zielmolekülen, um endokrine Resistenzmechanismen zu überwinden, und untersucht das Potenzial neuartiger Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) bei der Brustkrebstherapie.

Innovative Krebsmedikamente – “Made in Germany”

Um das Leben an Krebs erkrankter Menschen spürbar zu verbessern, treibt Pfizer die Entwicklung onkologischer Therapien voran und erforscht neuartige Wirkstoffklassen. In Deutschland stellt das Unternehmen mehr als 20 Medikamente zur Behandlung von Krebs zur Verfügung, beispielsweise gegen bestimmte Formen von Brust-, Nieren-, Lungen- und Blutkrebs – darunter mehr als 10 zielgerichtete Therapien und das breiteste Portfolio an onkologischen Biosimilars. Die Mehrzahl der innovativen Krebsmedikamente, die Pfizer in Deutschland und mehr als 180 Ländern weltweit vertreibt, wird in Freiburg im Breisgau produziert. Der Freiburger Standort ist zentrale Schnittstelle zwischen Forschung und Versorgung sowie zwischen Wissen und Wertschöpfung und eine der modernsten Produktionsstätten der pharmazeutischen Industrie.

*Palbociclib ist angezeigt zur Behandlung von HR+/HER2− aBC/mBC in Kombination mit einem Aromatasehemmer sowie in Kombination mit Fulvestrant bei Frauen, die zuvor eine endokrine Therapie erhalten haben. Bei prä- oder perimenopausalen Frauen sollte die endokrine Therapie mit einem LHRH -Agonisten kombiniert werden.3

1.   Lux MP et al. Future Oncol. 2022;18(36):3971-3982.

2.   Bartsch R, et al. J Clin Oncol 44, 2026 (suppl 16; abstr 1061).

3.  Fachinformation IBRANCE®. Aktueller Stand.

4.  Rugo HS et al. Breast Cancer Res Treat. 2019;174(3):719-729.

5.   Robert Koch-Institut (Hrsg.). Zentrum für Krebsregisterdaten. Krebs in Deutschland für 2019/2020. Online verfügbar unter: Zentrum für Krebsregisterdaten. Krebs in Deutschland für 2019/2020.

6.  Fachinformation AROMASIN®. Aktueller Stand.

7.   Ruckhäberle E et al. Geburtshilfe Frauenheilkd. 2024;84(09):813-836.

8.  Fachinformation TUKYSA®. Aktueller Stand.

Quelle: Pfizer Pharma GmbH