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Dermatologie, Infektiologie Dermatologie Allgemein- & Innere Medizin, Dermatologie, HAUT
Parenterale PrEP

Ist das Ende der oralen HIV-PrEP gekommen?

Infektionen mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) bleiben weltweit und auch in Deutschland ein relevantes Gesundheitsproblem. Für Menschen mit substanziellem HIV-Risiko stellt die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) eine hochwirksame, zielgruppenspezifische Präventionsstrategie dar. Die orale PrEP mit Tenofovirdisoproxil/Emtricitabin ist bei guter Adhärenz sehr effektiv, stößt im Versorgungsalltag jedoch an Grenzen. Neue randomisierte Studien zeigen, dass langwirksame parenterale Strategien mit Cabotegravir und Lenacapavir der oralen PrEP in ausgewählten Populationen überlegen sein können. Für Deutschland ergibt sich daraus derzeit vor allem für Cabotegravir eine praxisrelevante Option in Einzelfällen, insbesondere bei relevanten Kontraindikationen gegen Tenofovirdisoproxil.


06.08.2026
C. Spinner, F. Voit
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Zitierweise: HAUT 2026; 37 (4): 150-154

Einleitung

Trotz erheblicher Fortschritte in Diagnostik, Therapie und Prävention bleibt HIV weltweit ein relevantes Public-Health-Problem. International kommt es weiterhin zu deutlich mehr als 1,3 Millionen HIV-Neuinfektionen pro Jahr1. Auch in Deutschland zeigen aktuelle Schätzungen keinen vollständigen Rückgang: Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt die Zahl der HIV-Neuinfektionen für das Jahr 2024 auf 2.300 und damit auf etwa 200 höher als 2023. Der beobachtete Anstieg betrifft nicht ausschließlich Männer, die Sex mit Männern haben, sondern auch Menschen mit injizierendem Drogengebrauch sowie heterosexuelle Übertragungswege. Darüber hinaus wird ein nach wie vor relevanter Anteil der HIV-Diagnosen erst spät gestellt – bei etwa jeder dritten Diagnose erst im Stadium AIDS2.

Vor diesem Hintergrund bleibt neben der Intensivierung der HIV-Diagnostik – vor allem bei Vorhandensein von Indikator­erkrankungen – die HIV-Prävention eine zentrale Aufgabe der klinischen Versorgung und des öffentlichen Gesundheitswesens. Neben Teststrategien, früher Therapie und kondombasierter Prävention hat sich die medikamentöse HIV-Präexpositionsprophylaxe als hochwirksame, zielgruppenspezifische Intervention etabliert. Die wesentliche Frage lautet heute daher nicht mehr, ob PrEP wirksam ist, sondern welche PrEP-Strategie für welche Personen den größten Nutzen entfaltet.

Material und Methoden

Die vorliegende Arbeit ist ein narrativer Perspektiven- und Übersichtsbeitrag auf Grundlage publizierter Zulassungs- und Studiendaten sowie aktueller epidemiologischer Berichte. Berücksichtigt wurden insbesondere deutsche Surveillance-Daten des RKI sowie die pivotalen Studien zu Cabotegravir (HPTN 083, HPTN 084) und Lenacapavir (PURPOSE 1 und PURPOSE 2) zur Wirksamkeit langwirksamer PrEP-Strategien.

Ziel des Beitrags ist die Einordnung des Stellenwerts langwirksamer PrEP im Vergleich zur etablierten oralen Standard-PrEP unter besonderer Berücksichtigung der gegenwärtigen Versorgungssituation in Deutschland. Im Fokus stehen Wirksamkeit, Adhärenz, potenzielle Zielgruppen und praktische Zugangsbarrieren.

Ergebnisse

Orale PrEP ist hochwirksam, aber adhärenzabhängig

Die orale HIV-PrEP mit Tenofovirdisoproxil/Emtricitabin (TDF/FTC) ist bei zuverlässiger Einnahme hochwirksam und hat die Präventionslandschaft in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Sie erreicht bis zu 99 % Schutzwirkung, war in einzelnen Studien mit geringer Adhärenz jedoch nicht relevant wirksam. Ihr Erfolg im Versorgungsalltag hängt jedoch entscheidend davon ab, dass die PrEP konsequent eingenommen wird. Gerade hierin liegt die zentrale Schwäche der täglichen oralen Strategie: Biologische Wirksamkeit und praktische Effektivität fallen nur dann zusammen, wenn Adhärenz, Zugang und Akzeptanz dauerhaft gewährleistet sind (Abb. 1).

Diese Voraussetzungen sind nicht in allen Populationen gleichermaßen gegeben. In vielen Kohorten mit guter Adhärenz sind vor allem kaukasische Männer, die Sex mit Männern (MSM) haben, repräsentiert. So berichtet das RKI, dass in Deutschland derzeit ca. 40.000 Menschen HIV-PrEP nutzen, die 2019 bis 2023 mehrheitlich männlich wären, und dass HIV-Neuinfektionen mit 0,07/100 Personenjahre bei hoher PrEP-Effektivität praktisch kaum vorkommen4. Demgegenüber bestehen für Frauen, migrantische Populationen, jüngere Menschen sowie Personen mit strukturellen Zugangsbarrieren weiterhin Versorgungslücken. Für diese Gruppen kann die tägliche Tabletteneinnahme durch Stigmatisierung, Lebensrealität, Diskretionserfordernisse oder medizinische Komorbiditäten erschwert sein.

Zur oralen PrEP ist auch Emtricitabin/Tenovofiralafenamid mit einem anderen Tenofovir-Prodrug in Studien wirksam, welches sich durch eine bessere renale und ossäre Verträglichkeit auszeichnet. Der Einsatz zur HIV-PrEP ist in Deutschland praktisch nicht relevant, weil der pharmazeutische Unternehmer auf die Zulassung in Europa verzichtet hat und es daher praktisch nicht eingesetzt werden kann.

Langwirksames Cabotegravir ist der oralen PrEP in Studien überlegen

Mit Cabotegravir (CAB) steht eine langwirksame intramuskulär zu applizierende PrEP-Strategie zur Verfügung, die in zwei randomisierten Phase-III-Studien der oralen TDF/FTC-PrEP überlegen war. In der Studie HPTN 083 wurde bei cis-geschlechtlichen Männern und Transgender-Frauen, die Sex mit Männern haben, eine Überlegenheit von injizierbarem Cabotegravir gegenüber oralem TDF/FTC gezeigt. Das Infektionsrisiko war unter CAB 66 % reduziert (1,22 vs. 0,41/100 Personenjahre)5. Auch die Studie HPTN 084 belegte bei cisgeschlechtlichen Frauen in Subsahara-Afrika eine Überlegenheit von Cabotegravir gegenüber oraler PrEP. Es reduzierte das Risiko um 88 % im Vergleich zur oralen PrEP (1,85 vs. 0,20/100 Personenjahre)6.

Der klinische Mehrwert dieser Strategie liegt nicht allein in einer pharmakologischen Innovation, sondern vor allem in der Entkopplung der Schutzwirkung von der täglichen Tabletteneinnahme. Dadurch ist Cabotegravir insbesondere für Populationen attraktiv, bei denen eine dauerhafte orale Adhärenz unwahrscheinlich ist oder die eine diskretere, weniger alltagsabhängige Präventionsform bevorzugen. Die Studien sprechen daher dafür, langwirksame PrEP nicht als Ersatz aller bisherigen Strategien, sondern als gezielte Erweiterung des Präventionsspektrums zu verstehen.

Lenacapavir erweitert die Perspektive der langwirksamen PrEP

Auch für den neuartigen HIV-Kapsidinhibitor Lenacapavir (LEN) liegen inzwischen wegweisende Daten vor. Die PURPOSE-1-Studie zeigte bei cisgeschlechtlichen Frauen in Uganda und Südafrika eine sehr hohe Schutzwirkung von zweimal jährlich appliziertem Lenacapavir mit bis zu 100 % Schutzwirkung, während die orale PrEP mit keiner relevanten HIV-Reduktionswirkung (bei geringer Adhärenz) in dieser Studie assoziiert war7. Auch die PURPOSE-2-Studie mit 3.265 teilnehmenden Personen bestätigte das Potenzial dieser Strategie bei cisgeschlechtlichen Männern, Transgender-Personen und nichtbinären Personen, die Sex mit Partnern männlichen Geschlechts haben. HIV-Infektionen traten bei nur zwei Teilnehmenden der Lenacapavir-Gruppe (0,10 pro 100 Personenjahre; 95-%-Konfidenzintervall, 0,01–0,37) und bei neun Teilnehmenden der TDF/FTC-Gruppe (0,93 pro 100 Personenjahre; 95-%-KI: 0,43–1,77) auf8.

Damit verschiebt sich die Diskussion von der Frage der grundsätzlichen Machbarkeit hin zur praktischen Implementierung. Gerade bei Bevölkerungsgruppen, die mit einer täglichen Einnahme Probleme haben oder bei denen orale PrEP bisher zu wenig genutzt werden, könnte eine halbjährliche Injektionsstrategie einen erheblichen Zusatznutzen bieten. Zugleich bleibt zu beachten, dass sich klinische Überlegenheit in Studien nicht automatisch in unmittelbare Versorgungspraxis übersetzt. Derzeit ist sowohl Cabotegravir, als auch Lenacapavir zur Therapie und Prävention der HIV-Infektion durch die europäische Zulassungsbehörde (EMA) zugelassen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt beide Präparate zur Nutzung im Kontext PrEP9.

Relevanz für Deutschland: Fortschritt mit Einschränkungen

Für die Versorgung in Deutschland bleibt die orale PrEP mit generischem TDF/FTC auf absehbare Zeit der Standard. Sie ist etabliert, vergleichsweise niedrigschwellig verfügbar und im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung als Leistungsbestandteil nach §20j im SGB V abgedeckt. Demgegenüber ist der Zugang zu langwirksamer PrEP deutlich komplexer. Eine Übersicht aller Optionen bietet Tabelle 1.

Merkmalorale PrEP mit TDF/FTClangwirksames Cabotegravir (CAB-LA)langwirksames Lenacapavir (LEN)
Applikationtägliche orale Einnahmeintramuskuläre Injektion; initial 2 Injektionen im Abstand von 1 Monat, danach alle 2 Monatesubkutane Injektion alle 6 Monate; zum Start laut EMA zusätzlich orales Lead-In
zentrale Limitationhohe Wirksamkeit nur bei verlässlicher Adhärenz im Alltagerfordert Terminadhärenz und Injektionsinfrastruktur, reduziert aber die Abhängigkeit von täglicher Tabletteneinnahmeerfordert ebenfalls strukturierte Anbindung an Versorgung; praktische Verfügbarkeit ist entscheidend
Studienlageetablierter VergleichsstandardStudien HPTN 083 und HPTN 084 zeigten Überlegenheit gegenüber oralem TDF/FTCStudien PURPOSE 1 und PURPOSE 2 zeigten sehr hohe Wirksamkeit gegenüber TDF/FTC als aktivem Vergleich
besonders relevante ZielgruppenPersonen mit guter AdhärenzPersonen mit erwartbar unzureichender Tablettenadhärenz, Diskretionsbedarf oder Kontraindikationen gegen TDFbesonders relevant für Gruppen mit niedriger oder schwieriger täglicher Adhärenz
aktuelle Relevanz in DeutschlandStandardoption in der Versorgung; GKV-gestützt breit etabliertpraktisch relevante Einzelfalloption, da EU-Zulassung für PrEP vorliegt; Einsatz in Deutschland nur nach Einzelfallgenehmigung durch Kostenträgerregulatorisch weit fortgeschritten: EMA empfahl die Zulassung für PrEP, die praktische Verfügbarkeit in Europa bleibt jedoch vom weiteren Marktzugang abhängig
Kernaussagewirksam, etabliert, aber stark adhärenzabhängigklinisch derzeit wichtigste langwirksame PrEP-Option für ausgewählte Fällesehr vielversprechende medizinische Zukunftsoption mit potenziell hohem Zusatznutzen, aber hohen erwarteten Kosten
Tab. 1: Vergleich von oraler PrEP mit Tenofovirdisoproxil/Emtricitabin (TDF/FTC), langwirksamem Cabotegravir und Lenacapavir hinsichtlich Applikation, Evidenzlage, Zielpopulationen und aktueller praktischer Verfügbarkeit in Deutschland.

Cabotegravir ist in Europa als langwirksame Option für die HIV-PrEP zugelassen und kann damit prinzipiell auch in Deutschland eingesetzt werden. Aufgrund bisher fehlender Markteinführung des Präparates zur PrEP in Deutschland kommt nur ein Einsatz nach vorherige Patienten-individueller Genehmigung durch den Kostenträger als Reimport nach §73 (3) AMG infrage oder theoretisch auch ein Off-Label-Use des therapeutischen Präparats von CAB nach §2 Abs. 1a, weil HIV unbehandelt tödlich verläuft und mit der PrEP eine wirksame präventive Option zur Verfügung steht. Für beide Szenarien, Reimport oder Off-Label-Use, sind die Hürden hoch: In der Regel werden nur absolute oder relevante TDF-Kontraindikation, wie beispielsweise chronische Nierenerkrankung, Knochenstoffwechselerkrankungen etc., akzeptiert. In diesen Konstellationen dürfte in der Regel eine individuelle Abstimmung mit dem Kostenträger beziehungsweise ein Kostenübernahmeantrag erforderlich sein. Lenacapavir ist zwar klinisch von großem Interesse, steht aber für die PrEP derzeit in europäischen Versorgungskontexten nur als Reimport des Therapie-Präparates aus einem anderen Land zur Verfügung. Hierzu existieren im Grunde noch keine praktischen Erfahrungen in Deutschland.

Hinweis: Auf Anfrage kann beim Verfasser dieses Artikels eine Vorlage zur Kostenübernahme im Einzelfall bei TDF-Kontraindikation beim Kostenträger angefragt werden. Anträge allein wegen Adhärenzschwierigkeiten wurden nach Kenntnis des Verfassers bisher nicht gestellt und/oder erfolgreich beschieden.

Diskussion

Die vorliegenden Daten sprechen nicht dafür, das Ende der oralen HIV-PrEP auszurufen. Vielmehr zeigt sich, dass die orale PrEP weiterhin eine hochwirksame, eta­blierte und in Deutschland gut verfügbare Standardoption bleibt. Ihr zentraler limitierender Faktor ist jedoch die notwendige Adhärenz, und genau an dieser Stelle setzen langwirksame Präventionsstrategien an.

Cabotegravir und grundsätzlich auch Lenacapavir eröffnen die Möglichkeit, den Schutz vor HIV stärker an die Lebensrealität unterschiedlicher Populationen anzupassen. Dies ist insbesondere für Menschen relevant, die von der bisherigen PrEP-Versorgung strukturell oder individuell weniger gut erreicht werden. Der potenzielle Gewinn liegt damit nicht nur in einer besseren Wirksamkeit unter Studienbedingungen, sondern auch in einer gerechteren Präventionslandschaft.

Für Deutschland ist die unmittelbare praktische Konsequenz derzeit vor allem bei Cabotegravir bei TDF-Kontraindikationen zu sehen. Bei sorgfältiger Indikationsstellung und nach vorheriger Einzelfallentscheidung durch den Kostenträger kann diese Strategie bereits heute für ausgewählte Personen einen klaren Mehrwert bieten. Gleichzeitig bleibt die flächendeckende Implementierung langwirksamer PrEP an Fragen des Zugangs, der Erstattung, der Versorgungslogistik und der Auswahl geeigneter Zielgruppen gebunden. Hier besteht bei steigenden HIV-Neuinfektionszahlen auch in Deutschland politische Handlungsnotwendigkeit.

Schlussfolgerung

Das Ende der oralen HIV-PrEP ist nicht gekommen. Mit Cabotegravir und grundsätzlich Lenacapavir stehen jedoch langwirksame Strategien zur Verfügung, die den bisherigen Stellenwert der täglichen oralen PrEP für ausgewählte Populationen erkennbar verändern. Für Deutschland ist Cabotegravir bereits heute in begründeten Einzelfällen relevant, während Lenacapavir vorerst vor allem eine wichtige Zukunftsperspektive darstellt.

Statement zu potentiellen Interessenkonflikten

C.D.S. hat Zuwendungen (auch mittelbar an den Arbeitgeber) im Rahmen von Forschungsvorhaben, Honorare für Vorträge für Beratungen und/oder Vorträge und/oder Reisekostenunterstützung von AbbVie, Apeiron, Astra Zeneca, Bavarian Nordic, BBraun Melsungen, BioNTech, Cepheid, CSL Sequirus, Eli Lilly, FOMF, Formycon, Gilead Sciences, Glaxos Smith Kline, Janssen-Cilag, Merck Sharp & Dohme, Moderna, Molecular Partners, Pfizer, Roche, Shionogi, Synairgen, Swedish Orphan Biovitrum und ViiV Healthcare erhalten.

F.V. hat Zuwendungen (auch mittelbar an den Arbeitgeber) im Rahmen von Forschungsvorhaben, Honorare für Vorträge, für Beratungen und/oder Vorträge und/oder Reisekostenunterstützung von BBraun Melsungen, Dr. Falk Pharma GmbH, FOMF, Gilead Sciences, Janssen-Cilag, Merck Sharp & Dohme, Pfizer, und ViiV Healthcare erhalten.

1. UNDAIDS 2025 Update, verfügbar unter: https://www.unaids.org/en/UNAIDS-global-AIDS-update-2025

2. an der Heiden M, Koppe U, Kollan C, et al. Schätzung der Anzahl der HIV-Neuinfektionen im Jahr 2024 sowie der Gesamtzahl der Menschen, die Ende 2024 mit HIV in Deutschland leben, Epid Bull 2025;47:3-20. doi: 10.25646/13562, verfügbar unter: https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/13082/EB-47-2025_10-25646-13562.pdf

3. Jourdain H, de Gage SB, Desplas D, et al. Real-world effectiveness of pre-exposure prophylaxis in men at high risk of HIV infection in France: a nested case-control study. Lancet Public Health. 2022;7(6):e529-e536. doi: 10.1016/S2468-2667(22)00106-2.

4. Schmidt, D., Kollan, C., Schewe, K. et al. Evaluation der Einführung der HIV-Präexpositionsprophylaxe als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (EvE-PrEP). Bundesgesundheitsbl 2023;66:1008-1018. https://doi.org/10.1007/s00103-023-03733-0

5. Landovitz RJ, Donnell D, Clement ME, et al. Cabotegravir for HIV Prevention in Cisgender Men and Transgender Women. N Engl J Med. 2021;385:595-608.

6. Delany-Moretlwe S, Hughes JP, Bock P, et al. HPTN 084 study group. Cabotegravir for the prevention of HIV-1 in women: results from HPTN 084, a phase 3, randomised clinical trial. Lancet. 2022;399(10337):1779-1789.

7. Bekker LG, Das M, Abdool Karim Q, et al. PURPOSE 1 Study Team. Twice-Yearly Lenacapavir or Daily F/TAF for HIV Prevention in Cisgender Women. N Engl J Med. 2024;391(13):1179-1192. doi: 10.1056/NEJMoa2407001.

8. Kelley CF, Acevedo-Quiñones M, Agwu AL, et al. PURPOSE 2 Study Team. Twice-Yearly Lenacapavir for HIV Prevention in Men and Gender-Diverse Persons. N Engl J Med. 2025;392(13):1261-1276. doi: 10.1056/NEJMoa2411858.

9. WHO-Empfehlungen zur Cabotegravir und Lenacapavir, verfügbar unter: www.who.int/news/item/14-07-2025-who-recommends-injectable-lenacapavir-for-hiv-prevention und https://www.who.int/publications/i/item/9789240054097

Christoph D. Spinner, Florian Voit

Korrespondenzadresse

Prof. Dr. med. Christoph D. Spinner, MBA

TUM School of Medicine and Health – Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II, Klinikum der Technischen Universität München (TUM Klinikum)

Ismaninger Str. 22, 81675 München

E-Mail: christoph.spinner@mri.tum.de