Moderne Behandlung von vorderen Kreuzbandverletzungen in Ballsportarten
Ballsportarten gehören zu den beliebtesten und am weitesten verbreiteten Sportarten weltweit und gerade auch in Deutschland stellen Fußball, Handball, Basketball und Volleyball mehr als die Hälfte aller Sportler, die sich in Vereinen organisieren. Speziell der Fußball stellt mit über sieben Millionen eingetragenen Fußballspielern sowie zusätzlich so vielen Hobbyfußballern außerhalb der Vereine eine Sportart dar, welche zur Gesundheitsförderung von jedermann getrieben werden kann. Außerdem bildet er mit seinen unterschiedlichen Leistungsklassen bis hin zum Profisport einen wichtigen Teil der Gesellschaft, besonders auch in den Medien. Dass Sport nicht nur gesundheitsfördernde Effekte hat, sondern auch Verletzungen nach sich ziehen kann, ist gerade auch aus Sportarten wie Fußball und Handball aus nationalen oder internationalen Publikationen bekannt.1,2 Jede Sportart beinhaltet dabei ihr eigenes Risikoprofil für Verletzungen, mit unterschiedlichen Verletzungsschwerpunkten.
Die untere Extremität stellt in allen Ballsportarten diejenige Körperregion dar, die am häufigsten von Verletzungen betroffen ist, sowohl für traumatische Verletzungen als auch für Überlastungsschmerzsyndrome. Zu denjenigen Gelenken, die am häufigsten von Verletzungen betroffen sind, gehören vor allem das obere Sprunggelenk und das Kniegelenk, wobei speziell auch Muskelverletzungen am Oberschenkel nicht selten sind. Neben den leichteren Verletzungstypen, die am häufigsten auftreten, sind vor allem schwere Kniegelenksverletzungen, welche die Sportler aller Ballsportarten am meisten fürchten, da sie nicht selten eine Indikation zur OP darstellen, da sie eine lange Ausfallzeit nach sich ziehen können und besonders auch mittel- und langfristige Folgeerscheinungen haben können. Die Ruptur des vorderen Kreuzbandes (VKB) gehört in allen Ballsportarten zu den häufigsten schwerwiegenden Verletzungstypen, die sowohl im Handball und Fußball, als auch Basketball oder Volleyball ähnliche Verletzungsmechanismen zeigen.3