Cyanoacrylatembolisation insuffizienter Stammvenen Indikation, Erfolgsrate und Nebenwirkungen
Nicht-Thermische-Nicht-Tumeszenz (NTNT)-Verfahren zur Ablation insuffizienter Stammvenen wurden in den letzten 15 Jahren entwickelt, um die Invasivität der Interventionen weiter zu reduzieren.
Während einige Verfahren wie die mechanochemische Ablation (MOCA) und Cyanoacrylat (CA)-Kleber mit niedriger Viskosität in ihrer Wirksamkeit deutlich hinter den Erfolgsraten endothermischer Verfahren zurückbleiben, zeigt der CA-Kleber US-amerikanischer Herkunft mit hoher Viskosität eine Effizienz, die mindestens gleichwertig zum Goldstandard der segmentalen thermischen Radiofrequenzablation ist. In den USA ist derzeit die Anwendung von CA-Kleber eine der am häufigsten angewandten Methoden, während in Deutschland die CA-Kleber-Embolisation insuffizienter Stammvenen eher einen geringen Anteil hat.
Besondere Bedeutung hat bei der Anwendung des CA-Klebers die Selektion geeigneter Patienten sowie die Kenntnis von Kontraindikationen sowie von spezifischen Nebenwirkungen, Komplikationen und deren Behandlung. Dazu gehören neben phlebitisartigen Erscheinungsbildern auch urtikarielle Reaktionen, generalisierte Urtikaria und granulomatöse Fremdkörperreaktionen bis hin zur transdermalen Ausschleusung.
Der Beitrag beruht auf einem Vortrag bei den 29. Bonner Venentagen am 31.3.-1.4.2023
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