Wird CaHa großflächig in die Dermis injiziert, profitieren die Behandelten von gleich zwei Effekten: Aufgrund des Trägergels entsteht ein sofort sichtbarer Effekt mit mehr Fülle und durch die Aktivierung der Fibroblasten und der damit einhergehenden Kollagensynthese stellt sich ein Langzeiteffekt ein. Der verdünnte Filler wird mittels atraumatischer Kanüle großflächig injiziert, meist subdermal retrograd. Dort entfaltet der Filler dann seine Langzeitwirkung: Das Bindegewebe wird dauerhaft stabilisiert und sichtbar unterfüttert, die Haut wird besser durchfeuchtet – gerade an zu Pergamenthaut neigenden Hautpartien wie Oberarminnenseiten, Oberschenkelvorderseiten, am Bauch, an den Knien, den Oberschenkeln, am Hals, auf dem Dekolleté und an den Händen.
Je nach Stärke des Verdünnungsgrades sind für ein besonders langanhaltendes Ergebnis zwei bis drei Behandlungen im Abstand von je einem Monat angeraten.
Es ist zu beachten, dass CaHa derzeit zur Behandlung von Hals und Dekolleté sowie zur Verbesserung der Hautqualität noch nicht zugelassen ist und damit einen Off-label-Use darstellt. Die Zulassung dazu wird allerdings erwartet.
Bereits 2018 und 2019 sind allerdings Konsensusempfehlungen von internationalen Expertenkomitees für die Anwendung von verdünntem CaHa zur Hautstraffung und Verbesserung der Hautqualität publiziert worden5,6.
Wirkung und Risiken
Durch die angeregte Kollagensynthese zählt Calciumhydroxylapatit zu den nachhaltigsten Fillern bei der Therapie der Alterselastose. Abhängig von der natürlichen Hautalterung halten die Ergebnisse bei der unverdünnten Injektion bis zu zwei Jahre an und in verdünnter Form – abhängig von der Injektionshäufigkeit – zwei Jahre und sogar länger.
Da es sich hierbei um eine Injektionstherapie handelt, sind vorrübergehende Nebenwirkungen wie kleine Hämatome, moderater Druckschmerz und leichte Schwellungen möglich.
Schwerwiegende Risiken wie Gefäßverschlüsse und Nekrosen sind bei sachgerechter Injektion mit vorhergehender Aspiration vermeidbar. Hier ist besondere Vorsicht durch die Behandler geboten, da CaHa nicht – wie die Hyaluronsäure mit Hyaluronidase – wieder aufgelöst werden kann. Deshalb gehört dieser Filler stets in gut geschulte Hände.