Medikamentöse Schmerztherapie in der Wundversorgung
Eine Wunde ist eine Gewebeschädigung, die in den meisten Fällen Schmerzen unterschiedlichen Ausmaßes verursacht. Schmerz ist zunächst eine physiologische Reaktion des Körpers auf potenziell gefährliche Reize. Andererseits kann Schmerz sehr stark werden oder sogar chronifizieren, was die Lebensqualität des Patienten stark beeinträchtigen und einen erheblichen Stressfaktor darstellen kann.
ZITIERWEISE: VASOMED 2024; 36(4): 125
Deswegen ist die adäquate Behandlung eine Herausforderung für alle Wundtherapeuten. Eine individuell symptomatische Schmerztherapie sollte immer auf einer exakten Anamnese beruhen und eine sinnvolle Kombination von pharmakologischen und nicht-pharmakologischen Maßnahmen bieten. Insbesondere zur Wundversorgung ist eine ausreichende Schmerzreduktion sicherzustellen.
In dem Vortrag wurden die Grundlagen der medikamentösen Schmerztherapie, der sinnvolle Einsatz von Koanalgetika, lokale Anwendungen sowie komplementärmedizinische Behandlungsmethoden als ergänzende Verfahren zur Verbesserung der Schmerzwahrnehmung und -bewältigung angesprochen.
Take-Home-Message: Die medikamentöse Schmerztherapie allein wäre nie so effektiv wie das Zusammenwirken der unterschiedlichen Verfahren.
Der Beitrag beruht auf einem Vortrag auf dem DEWU Deutscher Wundkongress & Bremer Pflegekongress, der vom 15.–17.05.2024 in Bremen stattfand.
Dr. med. Tomas Wolff
PalliativTeam Bremen
Klinikum Links der Weser
In der Laake 16, 28279 Bremen
t.wolff(at)palliativteam-bremen.de