Alle Beiträge aus der Gynäkologie
Circadiane Rhythmen in der Onkologie: Chronomedizin am Beispiel des Gebärmutterhalskrebses
Zellteilung, DNA-Reparatur, Hormonhaushalt – all das folgt einem circadianen Rhythmus. Gerät er aus dem Takt, kann dies Krebserkrankungen begünstigen. Ein Blick auf die wissenschaftlichen Grundlagen und Perspektiven der personalisierten Chronotherapie am Beispiel des Gebärmutterhalskrebses.
Schwangerschaft bei Rheuma: Oberärztin warnt vor voreiligem Absetzen der Therapie
Eine sichere Schwangerschaft ist bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen heute in den meisten Fällen möglich – dank intensiver Forschung, die in den letzten Jahren zu neuen Möglichkeiten der medizinischen Überwachung geführt hat. Entscheidend sind eine stabile Krankheitskontrolle, geeignete...
Ernährung und Biofaktoren in der gynäkologischen Onkologie
In der gynäkologischen Onkologie ist die supportive Therapie von Beginn an Teil des Behandlungskonzepts. Dazu gehören neben einer bedarfsgerechten Ernährung auch die gezielte Substitution essenzieller Biofaktoren wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.
Verhütung und Reise: Auf Zyklusveränderungen und Störfaktoren achten
Gerade, wenn es in Deutschland wieder kälter wird, entfliehen viele Reisende in wärmere Länder. Der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V. (BVF) hat erklärt, warum sich hierbei die Periode verschieben kann und worauf Patientinnen bei Pille, Kondom und natürlicher Familienplanung...
Trophoblasterkrankungen gezielt diagnostizieren und behandeln
Die überarbeitete S2k-Leitlinie systematisiert Diagnostik, Therapie und Nachsorge gestationsbedingter und nicht-gestationsbedingter Trophoblasterkrankungen. Berücksichtigt werden zudem molekularpathologische Zusatzuntersuchungen, Fertilitätsaspekte, Immuntherapie und klinische Sonderfälle.
HPV-Impfung senkt Sterberisiko bei Gebärmutterhalskrebs auf nahezu null
Eine aktuelle bevölkerungsbasierte Studie aus England zeigt: Die HPV-Impfung kann das Sterberisiko durch Gebärmutterhalskrebs bei jungen Frauen nahezu komplett eliminieren. Die Evidenz für die Prävention ist so stark wie nie zuvor.
STI-Leitlinie: Was die Aktualisierung vorsieht
Die Leitlinie „Sexuell übertragbare Infektionen (STI) – Beratung, Diagnostik, Therapie“ wird gerade grundlegend überarbeitet. Koordinator Dr. med. Jan Borch, Universitätsklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie Innsbruck, gibt im Interview einen Einblick in die Aktualisierung.
Neue Substanzen, neue Nebenwirkungen: Komplexe Substanzgruppen in der Gynäkoonkologie
Zunehmend halten neue, komplexe Substanzgruppen (CDK4/6-Inhibitoren, Antikörper-Wirkstoff-Konjugate und Immuncheckpoint-Inhibitoren) Einzug in die gynäkoonkologische Versorgung. Deren Nebenwirkungsprofile und konkrete Handlungsempfehlungen für die Mitbetreuung in der niedergelassenen Praxis waren...
Forschende stellen erstmals Nervenbahn der Klitoris detailliert dar
Die realitätsnahe Darstellung der typischen Verzweigungsmuster des dorsalen Klitorisnervs mit den häufigsten Aufteilungspunkten könnte wegweisend sein für die chirurgische Rekonstruktion nach weiblicher Genitalverstümmelung oder bei geschlechtsangleichenden Operationen.
Hämophilie: Blutungsstörungen werden bei Frauen oft erst spät erkannt
Starke Monatsblutungen, häufiges Nasenbluten oder ein unerklärliches Hämatom sind für viele Frauen und Mädchen Alltag. Dahinter kann eine Hämophilie stecken. Die seltene, unbehandelt gefährliche und erblich bedingte Blutungsstörung wird oft erst bis zu acht Jahre nach den ersten Anzeichen erkannt.
Weniger Radikalität: Neue Wege der gynäkologischen Onkochirurgie
Minimalinvasive Verfahren, molekulare Tumorklassifikation und Sentinel-Lymphknotenbiopsie verändern die operative Strategie beim Endometrium- und Zervixkarzinom. Auf dem FOKO 2026 wurde deutlich, wie sich chirurgische Konzepte in der gynäkologischen Onkologie zunehmend deeskalieren lassen.
Arbeitswelt im Wandel: Gynäkologische Praxis setzt auf moderne Konzepte
Wie kann ein zeitgemäßer Arbeitsplatz in der ambulanten gynäkologischen Versorgung aussehen? Mit dieser Fragestellung befasste sich die Gynäkologin Dr. Diana Grünberger, die vor rund 13 Monaten den Schritt in die Niederlassung gewagt hat. Vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Arbeitswelt sowie...
Harninkontinenz: Midurethrale Schlinge oder Onabotulinumtoxin A?
Die randomisierte klinische Studie MUSA von Harvie et al. verglich die Behandlung der Mischharninkontinenz bei Frauen, die entweder mit einer midurethralen Schlinge oder mit einer intradetrusoralen Injektion von Onabotulinumtoxin A therapiert wurden.1
Aktuelle leitliniengerechte Therapie des Ovarialkarzinoms
Prof. Annette Hasenburg aus Mainz referierte anlässlich des FOKO 2026 in Düsseldorf über die aktuelle leitliniengerechte Therapie des Ovarialkarzinoms.
Wechseljahre im Zusammenhang mit Volkskrankheiten, Immunsystem und Klimawandel
Die 29. Jahrestagung der Deutschen Menopause Gesellschaft (DMG) fand vom 7.–8. November 2025 in Frankfurt/Main statt. Im Symposium „Menopause und Volkskrankheiten“ standen Osteoporose, Adipositas sowie Herzgesundheit bei Frauen in den Wechseljahren im Fokus. Bei den interdisziplinären Themen wurde...
FOKO 2026: Fortbildung als Schlüssel moderner Frauengesundheit
Unter dem Leitgedanken „Impulse für morgen – Kompetenz für heute“ setzte der FOKO 2026 vom 4. bis 7. März 2026 in Düsseldorf einen klaren Schwerpunkt auf kontinuierliche, qualitätsgesicherte Fortbildung als zentrale Voraussetzung für eine zukunftsfähige Gynäkologie und Geburtshilfe.
Neue S3-Leitlinie zu Ernährung in der Onkologie rät von Krebsdiäten ab
Die aktualisierte S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Onkologie“ spricht sich gegen restriktive Diäten bei Krebs aus. Sogenannte Krebsdiäten und Fastenprogramme sind laut Leitlinie nicht geeignet. So zeigen Studien keinen Nutzen, aber ein hohes Risiko für lebensgefährliche Mangelernährung.
Compression therapy underrepresented: Critical assessment of interim LIPLEG results
On 17 July 2025, the Federal Joint Committee (G-BA) (1) published the interim results of the LIPLEG study and incorporated these into its resolution: liposuction for lipoedema is now – subject to certain conditions – covered by statutory health insurance (SHI; German GKV) (1).
30 Jahre DMG – Thema Menopause ist aktueller denn je
Die Deutsche Menopause Gesellschaft (DMG) feierte vom 7.–9. November 2025 auf ihrer 29. Jahrestagung in Frankfurt/Main ihr 30-jähriges Bestehen. Mit über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besuchten so viele Interessierte wie nie zuvor die Tagung. Im Fokus standen Themen wie Wechseljahre am...
Wahl des Verhütungsmittels – junge Frauen setzen auf gynäkologische Beratung
Seit 2003 führt das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG) wiederholt Befragungen zum Verhütungsverhalten durch. Diese liefern verlässliche Trends zu Einstellungen und Verhalten rund um Sexualität und Kontrazeption. 2024 nahmen erstmals auch 16- und 17-Jährige teil.
Paracetamol in der Schwangerschaft: Meta-Analyse entkräftet Risikoannahmen
Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse zeigt: es besteht keine signifikante Risikoerhöhung durch Paracetamol in der Schwangerschaft für Autismus-Spektrum-Störungen, ADHS oder Intellektuelle Beeinträchtigung und relativiert damit zuvor diskutierte Sicherheitsbedenken.
S3-Leitlinie Mammakarzinom aktualisiert: Personalisierte Therapien im Fokus
Die aktualisierte S3-Leitlinie Mammakarzinom enthält neue Empfehlungen für Diagnostik und Screening bei Brustkrebs und empfiehlt Deeskalationsstrategien bei operativen Therapien. Außerdem nahmen die Autoren und Autoren zahlreiche neue medikamentöse, personalsierte Therapien in die Leitlinie auf.
Keuchhustenimpfung in der Schwangerschaft: Guter Schutz von Geburt an
Neue internationale Studie zeigt: Mütterliche Antikörper schützen Säuglinge direkt an der Eintrittspforte des Erregers – in der Nasenschleimhaut.
SUPREMO-Studie: Weniger Bestrahlung nach Brustentfernung
Patientinnen, die aufgrund von Brustkrebs einen Brustentfernung (Mastektomie) erhielten, müssen nicht zusätzlich bestrahlt werden, wenn die feingewebliche Untersuchung nur ein mittleres Rückfallrisiko ergibt. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle britische SUPREMO-Studie.