Alle Beiträge aus der Neurologie
Kann AC/DC vor Demenz schützen? Konzertreihe verbindet Unterhaltung mit Hirnforschung
Pop, Klassik und Filmmusik treffen auf Kurzvorträge, Gedächtnistests und moderne Medizintechnik: Die bundesweite Reihe „Noten und Neuronen“ zeigt, wie Musik das Gehirn fordert und geistige Fitness fördern kann. Das ungewöhnlichste Instrument des Abends steht nicht im Orchester.
Die Erfolgsgeschichte der mRNA-Impfung und was die Zoster-Impfung mit Demenz zu tun haben könnte
Impfungen gehören zu den größten Erfolgsgeschichten der Prävention und sind aktuell technologisch noch einmal deutlich moderner geworden. Zwei Beispiele beleuchten dies auf anschauliche Weise.
Unser Gehirn in Comics erklärt: Wenn Kunst und Wissenschaft aufeinander treffen
Wissenschaftliche Forschungsergebnisse sind nicht selten komplex und für Laien erklärungsbedürftig. Das zu ändern war das Ziel des diesjährigen Wissenschaftskommunikationsprojekts “science streets”. Elf Forschende und elf Illustratoren und Illustratorinnen gestalteten Comics zu Forschungsthemen rund...
Kognitives Training mit Schach: Therapeutischer Ansatz für psychische Erkrankungen
Schachbasiertes kognitives Training kann psychotherapeutische Interventionen sinnvoll ergänzen. Zwei Studien des ZI zeigen: Bei Alkoholabhängigkeit und psychischen Erkrankungen im Jugendalter verbessern sich Lebensqualität, Aufmerksamkeit und Arbeitsgedächtnis.
Verengte Halsschlagader - Medikamente können einen Eingriff nicht immer ersetzen
Eine neue Studie zeigt, dass die medikamentöse Therapie nicht ausreicht, um bei stark verengter Halsschlagader drohende Schlaganfälle zu verhindern. Gleichwohl bleibt sie Basis jeder Therapie. Ein zusätzlicher Eingriff hängt vom Allgemeinzustand und von den Plaques der Carotisstenose ab.
Migräne wird bei Männern oft übersehen
Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die Frauen zwei- bis dreimal häufiger betrifft als Männer, wobei das Geschlechterverhältnis vor der Pubertät noch ausgeglichen ist. Sie hat oft den Ruf einer „Frauenkrankheit“ und viele Frauen haben ihre Attacken in einem zeitlichen Zusammenhang mit ihrer...
S3-Leitlinie Schizophrenie: Neue Empfehlungen für die Versorgung
Die aktualisierte S3-Leitlinie Schizophrenie der DGPPN konkretisiert Empfehlungen zu Diagnostik und Therapie. Neue Evidenz betrifft insbesondere die Avatartherapie bei Schizophrenie, die repetitive transkranielle Magnetstimulation und die medikamentöse Akutbehandlung.
Kein Nutzen durch Medizinalcannabis bei psychischen Erkrankungen?
Eine große Meta-Analyse aus The Lancet Psychiatry findet keinen belegten Nutzen von medizinischem Cannabis bei Depressionen, Angststörungen oder posttraumatischen Belastungsstörungen. Fachleute sehen jedoch methodische Schwächen der Auswertung und kritisieren insbesondere die pauschal Bewertung...
Neue S3-Leitlinie zu Depressionen im Kindes- und Jugendalter: Prof. Möhler im Interview
Im März 2026 erschien die überarbeitete Leitlinie zur Behandlung depressiver Störungen bei Kindern und Jugendlichen. Prof. Dr. Eva Möhler, Universitätsklinikum des Saarlandes, ordnet im Interview die wichtigsten Neuerungen und ihre Bedeutung ein.
Neue europäische Leitlinie soll Versorgung aneurysmatischer Gehirnblutungen verbessern
Die neue europäische Leitlinie zur Behandlung aneurysmatischer Gehirnblutungen zielt darauf ab, die Genesung und langfristige körperliche, kognitive und emotionale Funktionsfähigkeit durch eine frühzeitige, multidisziplinäre Behandlung der Subarachnoidalblutung zu verbessern.
Psychose-Anamnese kein Ausschluss für ADHS-Therapie?
Die Behandlung von ADHS bei Patientinnen und Patienten mit bestehender oder früherer Psychose gilt klinisch als heikel. Eine große Registerstudie aus Schweden fand nun jedoch kein erhöhtes Risiko für erneute psychotische Episoden nach Beginn einer medikamentösen ADHS-Therapie.
Therapiestrategien bei Multipler Sklerose im Alter
Dieser Fachbeitrag gibt einen Überblick über die aktuelle Datenlage zu Multipler Sklerose (MS) im Alter und liefert Ansätze für einen rationalen Umgang mit Immuntherapien. In diesem Kontext werden Strategien wie Sequenzierung, Deeskalation und Therapiepausen diskutiert.
Perspektive für Leigh-Syndrom: Sildenafil zeigt erste Effekte
Das Leigh-Syndrom könnte erstmals pharmakologisch adressierbar sein: Ein in „Cell“ publiziertes Wirkstoffscreening und erste individuelle Heilversuche mit Sildenafil zeigen Verbesserungen neurologischer und muskulärer Symptome sowie eine geringere Anfälligkeit für metabolische Krisen.
Spastische Ataxie: Neue genetische Ursache identifiziert
Bei vielen seltenen Bewegungsstörungen bleibt die genetische Ursache ungeklärt. Ein deutschlandsweites Forschungsteam identifiziert nun CD99L2 als Auslöser einer X-chromosomalen spastischen Ataxie. Die Ergebnisse liefern damit neue Ansatzpunkte für das Verständnis neuronaler Signalstörungen.
Diagnostik und Antikörper-Therapie der frühen Alzheimer-Krankheit
Seit 2025 stehen mit Lecanemab und Donanemab erstmals krankheitsmodifizierende Antikörper-Therapien für frühe Stadien der Alzheimer-Krankheit zur Verfügung. Sie verlangsamen den Verlauf, erfordern aber eine genaue Diagnostik und enge Zusammenarbeit von Haus- und Fachärzten sowie weiterer Strukturen.
Sofortiger Therapiebeginn bei Depressionen: S3-Leitlinie setzt Empfehlungen für Kinder neu auf
Die aktualisierte S3-Leitlinie „Behandlung depressiver Störungen bei Kindern und Jugendlichen“ umfasst neue, differenzierte Empfehlungen für drei Altersgruppen, stärkeren Fokus auf ergänzende Maßnahmen wie Bewegungstherapie und Alternativen zur Behandlung der ersten Wahl.
Aktualisierte S3-Leitlinie zu Demenzen ordnet neue Antikörpertherapie ein
Die aktualisierte S3-Leitlinie zu Demenzen enthält erstmals auch einen Vorschlag zur Behandlung von Alzheimer-Frühstadien mit den neu zugelassenen Antikörpern Lecanemab und Donanemab – auch wenn die Frage der Übernahme der Behandlungskosten für diese Therapien noch nicht letztendlich geklärt ist.
Psychotherapie im KI-Zeitalter: Chancen, Risiken und Grenzen generativer Chatbots
Chatbots werden zunehmend als Lebensberatung und teils als Ersatz für Psychotherapie genutzt. Expertinnen und Experten der DGPT diskutierten in Berlin Nutzen, Risiken und notwendige Standards für den KI-Einsatz in der psychotherapeutischen Versorgung.
Aktuelle Diagnostik und Therapie von ADHS im Kindes- und Jugendalter
Dieser Fachbeitrag beschreibt Diagnostik und Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern und Jugendlichen. Diese haben sich in letzter Zeit stark weiterentwickelt. Das betrifft insbesondere das Verständnis der Störung sowie diagnostische Kriterien und...
Update Migräneprophylaxe 2026: Magnesium, Vitamin B12 und Vitamin D im Praxisalltag
Welche Möglichkeiten gibt es neben der klassischen medikamentösen Behandlung zur Migräneprophylaxe? Hier rücken zunehmend Biofaktoren wie Magnesium, Vitamin B12 und Vitamin D in den Fokus. Das vorliegende Update 2026 zeigt, wie die drei Mikronährstoffe gezielt und leitliniengerecht eingesetzt werden...
Wie Hirnvenenthrombosen nach COVID-19-Impfung vermeidbar sind
Ein Greifswalder Forschungsteam hat zusammen mit internationalen Partnern herausgefunden, wie Hirnvenenthrombosen nach einer COVID-19-Impfung zu verhindern sind. Diese kommen nur bei Menschen mit einer seltenen genetischen Veranlagung vor. Forschende können die Impfstoffe nun gezielt angepassen.
Schizophrenie und Osteoporose: 195 gemeinsame genetische Loci aufgedeckt
Eine groß angelegte genomische Analyse zeigt, Schizophrenie und Osteoporose teilen überraschend viele genetische Risikofaktoren. Die Ergebnisse liefern eine molekulargenetische Erklärung für das erhöhte Frakturrisiko schizophrener Patienten mit Auswirkungen auf Strategien zur Frühprävention.
Highlights vom DGN-Kongress 2025
Der 98. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) fand vom 12. bis 15. November 2025 im CityCube Berlin und online statt. Wissenschenschaftliche Schwerpunkte waren neue Behandlungsoptionen bei Amyotropher Lateralsklerose (ALS), Parkinson-Erkrankung, Epilepsie und Alzheimer.
Neue S3-Leitlinie Delir im höheren Lebensalter veröffentlicht
Die neue S3-Leitlinie Delir im höheren Lebensalter umfasst 69 evidenz- und konsensbasierte Empfehlungen für alle Versorgungssettings. Sie definiert damit sektorenübergreifende Standards für die Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge eines Delirs von hochbetagten Patientinnen und Patienten.
„Ein ‚Weiter so‘ im ambulanten psychotherapeutischen Versorgungssystem scheint ohnehin nicht indiziert, da es für die bedürftigsten Kinder und Jugendliche schon jetzt nicht funktioniert.”
Prof. Dr. med. Eva Möhler