Urologie
Endocrine Society mahnt zur Sorgfalt bei Testosteronersatztherapie
Die Endocrine Society hat ihre Stellungnahme zur Testosteronersatztherapie (TRT) bei Hypogonadismus aktualisiert: Sie kann sinnvoll sein – aber nur bei korrekter Diagnose.
STI-Leitlinie: Was die Aktualisierung vorsieht
Die Leitlinie „Sexuell übertragbare Infektionen (STI) – Beratung, Diagnostik, Therapie“ wird gerade grundlegend überarbeitet. Koordinator Dr. med. Jan Borch, Universitätsklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie Innsbruck, gibt im Interview einen Einblick in die Aktualisierung.
Leitlinien-Update zur Diagnostik von Nierenerkrankungen: Fragen an die Koordinatorin
Die Aktualisierung der Leitlinie Diagnostik von Nierenerkrankungen (S2k) ist in vollem Gange. Mitkoordinatorin Prof. Dr. Helga Frank, ANregiomed Klinikum Ansbach, erklärt im Interview, in welchem Stadium sich die Aktualisierung befindet – und ob sich ein Paradigmenwechsel im medizinischen...
Erektile Dysfunktion – Warum es mehr braucht als „Potenzmittel per Online-Fragebogen“
Potenzmittel-Verschreibung bleibt Arztsache: Das Landgericht Köln erklärt Online-Verschreibungen von Potenzmitteln per Fragebogen durch DocMorris und Teleclinic für unzulässig. Im Interview ordnen Prof. Axel Merseburger und Prof. Daniar Osmonov von der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum...
Elektroakupunktur bei Harninkontinenz nach radikaler Prostatektomie beschleunigt die Heilung
Die prospektive, randomisierte Studie von Niu et al. untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit der Elektroakupunktur bei Patienten mit früher Harninkontinenz nach radikaler Prostatektomie.1
Harninkontinenz: Midurethrale Schlinge oder Onabotulinumtoxin A?
Die randomisierte klinische Studie MUSA von Harvie et al. verglich die Behandlung der Mischharninkontinenz bei Frauen, die entweder mit einer midurethralen Schlinge oder mit einer intradetrusoralen Injektion von Onabotulinumtoxin A therapiert wurden.1
Neue S3-Leitlinie zu Ernährung in der Onkologie rät von Krebsdiäten ab
Die aktualisierte S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Onkologie“ spricht sich gegen restriktive Diäten bei Krebs aus. Sogenannte Krebsdiäten und Fastenprogramme sind laut Leitlinie nicht geeignet. So zeigen Studien keinen Nutzen, aber ein hohes Risiko für lebensgefährliche Mangelernährung.
Prostatitis: Versteckter Infektionsweg von Escherichia coli in die Prostata entdeckt
Ein Forschungsteam der Universität Würzburg hat erstmals aufgeklärt, wie E. coli-Bakterien in die Prostata gelangen. Die Entdeckung offenbart einen versteckten Infektionsweg und eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung bakterieller Prostatitis.
Inkontinenz: Unterstützung für querschnittgelähmte Frauen
Etwa vier- bis achtmal am Tag benötigen querschnittgelähmte Menschen einen neuen Katheter, um ihre Blase zu entleeren. Aufgrund ihrer Anatomie brauchen vor allem Frauen dabei meist externe Hilfe. Ein neues Gerät kann querschnittgelähmten Frauen dabei helfen, die Blase allein zu entleeren.
Studien zeigen Wirksamkeit der verkürzten CyberKnife-Therapie bei Prostatakrebs
Die HYPOSTAT-Studienreihe des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) erforscht die CyberKnife-Radiochirurgie, eine besonders schonende, hochpräzise Bestrahlungsmethode für Prostatakrebs. Ziel ist es, die Behandlungsdauer weiter zu verkürzen ohne Einbußen bei Sicherheit und Wirksamkeit.
Neue Leitlinie zum Fertilitätserhalt bei onkologischen Erkrankungen
Viele onkologische Therapien tragen dazu bei, die Gonadenfunktion der Patientinnen und Patienten zu schädigen. Die neue S2k-Leitlinie „Fertilitätserhalt bei onkologischen Erkrankungen“ beschreibt die Verfahren, die zum Erhalt oder der (Wieder-)Herstellung der Fertilität zu Verfügung stehen.
Bessere Bewertung der Aggressivität von Prostatakrebs durch KI
Die Einschätzung der Aggressivität von Prostatakrebs erfolgt bislang vor allem durch das Gleason-Grading – eine Analyse des Krebsgewebes im Pathologie-Labor, die mit hoher Subjektivität verbunden ist. Ein neues KI-Modell soll nun die Diagnostik transparenter und weniger fehleranfällig machen.
Neue S3-Leitlinie: Kortikoidtherapie bei Lichen sclerosus empfohlen
Die aktualisierte S3-Leitlinie zu Lichen sclerosus (LS) empfiehlt eine frühzeitige und konsequente Therapie mit hochpotenten topischen Glukokortikoiden als Mittel der ersten Wahl. Neben der Karzinomprävention und Vermeidung funktioneller Einschränkungen betont sie die Bedeutung strukturierter...
Vitamin D und Zink können bei Prostata-Erkrankungen unterstützen
Biofaktoren wie Zink und Vitamin D gewinnen zunehmend an Bedeutung – auch im Rahmen adjuvanter und komplementärer Therapiekonzepte bei urologischen Erkrankungen. Studien zeigen, dass sie die Behandlung der benignen Prostatahyperplasie und des chronischen Beckenschmerzsyndroms unterstützen könnten.
Stellenwert der Radiotherapie beim Prostatakarzinom nimmt zu
Prof. Dirk Vordermark, Universitätsmedizin Halle, ist neu gewählter Präsident der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO). In einem Interview berichtet er über Entwicklungen und anstehende Herausforderungen des Faches sowie über den Stellenwert der Radiotherapie in der Onkologie –...
Moderne Krebstherapien: Wie lassen sich schwere Nebenwirkungen am Auge verhindern?
Moderne Krebsmedikamente wie Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) und Immuntherapien können schwerwiegende Nebenwirkungen am Auge bis hin zur Erblindung verursachen. Augenärztliche Kontrollen vor und während der Therapie sind deshalb erforderlich, um eine wirksame Behandlung einzuleiten.
Krebs und seltene Erkrankungen: Genomsequenzierung besser als Standarddiagnostik
Eine Genomsequenzierung erfasst schneller und genauer krankheitsverursachende Veränderungen im Erbgut als bisherige Standardmethoden. Von dem Diagnostikverfahren profitieren insbesondere Patientinnen und Patienten mit Krebs oder seltenen Erkrankungen.
Neuer Mechanismus entdeckt, der die Immunabwehr bei Krebs stärkt
Für eine erfolgreiche Krebstherapie stellt die körpereigene Immunabwehr einen wichtigen Ansatzpunkt dar. Ein Forschungsteam der Universitätsmedizin Mainz hat nun einen Mechanismus entdeckt, der die körpereigene Immunabwehr gegen Krebs stärkt, ohne das Risiko für Autoimmunerkrankungen zu erhöhen.
Viele Überlebende leiden auch Jahre nach überstandener Krebserkrankung an Fatigue
Eine aktuelle Studie zeigt, dass etwa ein Drittel der Langzeitüberlebenden von Brust-, Prostata- oder Darmkrebs auch fünf bis 16 Jahre nach der Diagnose unter starker Fatigue leidet. Die Betroffenen weisen eine erhebliche körperliche, kognitive und affektive Erschöpfung auf.
Erektile Dysfunktion: Können Nutrazeutika helfen?
Eine aktuelle Studie konnte zeigen, dass bestimmte Nutrazeutika – insbesondere in Kombination mit Phosphodiesterase-5-Hemmern – bei erektiler Dysfunktion hilfreich sein können.1
KI-Chatbot unterstützt bei urologischer Weiterbildung und klinischen Entscheidungen
Der neu entwickelte Chatbot „UroBot“ richtet sich an medizinisches Fachpersonal in der Urologie und unterstützt bei Prüfungsvorbereitungen, Recherche von Leitlinienempfehlungen oder klinischen Entscheidungen. Er wurde auf Basis künstlicher Intelligenz erstellt und ist kostenlos über urotube nutzbar.
Einfacher Bluttest sagt den Verlauf einer erblichen Nierenerkrankung voraus
Ein Forschungsteam der Universität zu Köln hat eine neue Diagnosemethode entwickelt, um mit einem Bluttest vorherzusagen, wie schnell eine häufige erbliche Nierenerkrankung fortschreiten wird. Die Forschenden entdeckten 29 Proteine, die mit der Abnahme der Nierenfunktion zusammenhängen.
Kann ein Meningokokken-B-Impfstoff vor Gonorrhoe schützen?
Die Zahlen sexuell übertragbarer Krankheiten (STI) wie Gonorrhoe, Syphilis und Chlamydien steigen weiter an. Gleichzeitig nehmen Resistenzen bei den zur Behandlung und Prophylaxe eingesetzten Antibiotika zu. Welche Entwicklung sich für Deutschland abzeichnet und welche Bedeutung bereits vorhandene...
Leitlinie Prostatakarzinom aktualisiert: PSA-Test als neuer Standard in der Früherkennung
Die aktualisierte S3-Leitlinie Prostatakarzinom enthält neue Empfehlung zu einer risikoadaptierten PSA-basierten Früherkennung, den erweiterten Einsatz der MRT-Diagnostik und die Empfehlung zur aktiven Überwachung bei Niedrigrisiko-Tumoren. Eine Tastuntersuchung wird nicht mehr empfohlen.