Insulintherapie bei Typ 2 Diabetes mit Insulin degludec

Angesichts der Herausforderung, den Start in die Insulintherapie so einfach wie möglich zu gestalten, rücken Basal­insuline mit langem und flachem Wirk­profil in den Fokus. Das lang wirksame Basal­insulin Insulin degludec (1x tgl.) zeichnet sich durch ein gut dokumentiertes Sicherheitsprofil aus und kann nicht nur helfen, durch Flexibilität hinsichtlich des Dosierungszeitpunkts (wenn notwendig) den Therapiealltag zu erleichtern, sondern durch den dazugehörigen Insulin­pen auch die Handhabung im Alltag.

Guter Partner im Alltag durch vorhersehbare Wirkung

Das lange und stabile Wirkprofil von ­Insulin degludec (Tresiba®) beruht auf seinem speziellen Verzögerungsmechanismus: So bildet Insulin degludec nach der Injektion ins Unterhautfettgewebe ein subkutanes Depot aus löslichen Multi­hexamerketten. Aus diesem Depot werden langsam und kontinuierlich einzelne ­Insulin degludec-Monomere freigesetzt und ins Blut abgegeben.1 Dieser Verzögerungsmechanismus führt dazu, dass ­Insulin ­degludec ein stabiles und flaches Wirkprofil über 24 Stunden ausbildet und ermöglicht, dass ­Insulin degludec zu jeder beliebigen Tageszeit verabreicht werden und der Injektionszeitpunkt bei Bedarf von Tag zu Tag variieren kann1, ohne die glykämische Wirksamkeit und die Sicherheit zu beeinträchtigen.2 Dabei ist lediglich ein Mindestabstand von acht Stunden zwischen den Injektionen einzuhalten.1,* Durch die Möglichkeit, bei Bedarf den Injektionszeitpunkt in der täglichen Anwendung flexibel zu wählen, könnte ­Tresiba® dazu beitragen, den Therapiealltag zu erleichtern (vgl. Abb. 1). „Menschen mit Typ 2 Diabetes brauchen beim Start in die Insulintherapie ein Insulin mit einer möglichst vorhersagbaren Wirkung. Man möchte sich darauf verlassen können, dass die Insulindosis, die man täglich spritzt, idealerweise jeden Tag die gleiche Wirkung entfaltet. Das Insulin sollte ein möglichst geringes Hypoglyämierisiko aufweisen und eine belegte kardiovaskuläre Sicherheit vorweisen können. Ich möchte für meine Patientinnen und Patienten eine Therapie haben, die in bestimmten Lebenssituationen, wenn die Routinen mal nicht einzuhalten sind, Flexibilität bietet und sich meine Patient*innen dennoch auf die Wirksamkeit verlassen können. Und aus meiner Sicht ist Insulin ­degludec dafür ein sehr guter Kandidat“, so ­ Dr. Markus Menzen, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin und Diabetologie am Gemeinschaftskrankenhaus Bonn.


Insulin degludec ermöglicht bei Bedarf eine flexible Anpassung des täglichen Injektionszeitpunkts.#

 

Gute Wahl des passenden Insulinpens Tresiba® FlexTouch® und NovoPen®

Insulin degludec ist in 2 Applikationsmöglichkeiten erhältlich. Der vorgefüllte Fertigpen Tresiba® FlexTouch® ermöglicht eine einfache Handhabung durch sein großes Sichtfenster sowie ein leichtes Auslösen der Injektion. Die Länge des Pens bleibt stets gleich, unabhängig von der eingestellten Dosis.

Jetzt noch smarter: Die neuen wiederbefüllbaren Smartpens NovoPen® 6 und NovoPen Echo® Plus speichern automatisch Daten zu den Injektionszeitpunkten und den jeweiligen Dosierungen über den Verlauf der letzten drei Monate (bis zu 800 Injektionen). Eine kabellose Übertragung der Injektionsdaten über Near Field Communication (NFC) Technology erlaubt eine schnelle, übersichtliche und einfache Integration der Daten in Apps bekannter Diabetes-Managementsysteme und Datenübertragungssysteme in der Praxis (­mySugr; diasend® und Accu-Chek Smart Pix). NovoPen® 6 und NovoPen Echo® Plus können somit unterstützen, Behandlungsgespräche auf Basis von lückenlosen Injektionsdaten zu verbessern. Fehlerhaftes Injektionsverhalten kann gemeinsam mit der Patientin bzw. dem Patienten einfacher erkannt und in die Behandlung miteinbezogen werden.

Tresiba® FlexTouch® 200 E/ml und Tresiba® 100 E/ml in der Penfill® Patrone sind im therapeutischen Dosierungsbereich bioäquivalent und auf ärztliche Verordnung hin austauschbar. Dosisumrechnungen sind nicht notwendig, es werden die Einheiten abgegeben, die am NovoPen® oder FlexTouch® eingestellt werden.1
 

 

Gut dokumentiertes Sicherheitsprofil

In der Gesamtschau der klinischen Studien von Novo Nordisk zu Insulin degludec zeigte sich, dass das Basalinsulin in verschiedenen Patientenpopulationen mit ­Typ 2­ Diabetes im Vergleich zu Insulin glargin 100 E/ml bei vergleichbarer glykämischer Effektivität Hypoglykämien reduzieren kann (Abb. 2).3-5 In der Studie DEVOTE konnte zudem die kardiovaskuläre Sicherheit von Insulin degludec bestätigt werden: Insulin degludec erreichte dort den primären Endpunkt der Nicht-Unterlegenheit im Vergleich zu Insulin glargin 100 E/ml für die Zeit bis zum ersten Ereignis eines 3-Punkte-­MACE (Hazard Ratio (HR): 0,91 [0,78-1,06]; p < 0,001).5

„Für mich ist ganz wichtig, was für ein Hypoglykämierisiko Insuline haben, die ich verwende. Und da muss man sagen, dass Insulin
degludec in den verschiedensten Studien, im Verhältnis zu Insulin glargin ­­100 E/ml, reduzierte Hypoglykämieraten bei bestimmten Patientengruppen auch und insbesondere nachts hat“, betonte Dr. Martina Lange, Fachärztin für Innere Medizin und Diabeto­logie, Diabetesschwerpunktpraxis in Rheinbach.

 

Fazit: Aufgrund seines gut dokumentierten Sicherheitsprofils und des bei Bedarf flexiblen Injektionszeitpunkts, könnte Insulin degludec,
gemeinsam mit dem passenden Insulinpen zu einem guten Einstieg in die Insulintherapie beitragen und dabei helfen, den Therapiealltag für
Menschen mit Diabetes zu vereinfachen.


Dr. rer. nat. Christine Willen

 

Neuer podcast für fachkreiseIn der Podcastreihe „Sprechstunde Typ 2 Diabetes“ greifen die Medical Advisors Dr. Dagmar Westrup und Dr. René Gollan von Novo Nordisk verschiedene Themen der Typ 2 Diabetestherapie auf und stellen dazu aktuelle Originaltöne von Expertinnen und Experten zusammen.
Hören Sie rein!

Literatur

1 Fachinformation Tresiba®, aktueller Stand.
2 Meneghini L et al. Diabetes Care. 2013;36(4):858-864.
3 Ratner RE et al. Diabetes Obes Metab. 2013;15(2):175-184.
4 Wysham C et al. JAMA. 2017;318(1):45-56.
5 Marso SP et al. N Engl J Med. 2017;377(8):723-732.

 

*Es liegen keine klinischen Erfahrungen über die Flexibilität des Dosierungszeitpunkts von Tresiba® bei Kindern und Jugendlichen vor.4

 

Mit freundlicher Unterstützung von Novo Nordisk

 

 

 

Tresiba® 200 Einheiten/ml Injektionslösung im Fertigpen (FlexTouch®). Tresiba® 100 Einheiten/ml Injektionslösung in einer Patrone (Penfill®). Wirkstoff: Insulin degludec. Zusammensetzung: Arzneilich wirksamer Bestandteil: 100/200 E/ml Insulin degludec, gentechnisch hergestellt in Saccharomyces cerevisiae mit Hilfe von rekombinanter DNS. Sonstige Bestandteile: Glycerol, Metacresol, Phenol, Zinkacetat, Salzsäure (zur Einstellung des pH-Werts), Natriumhydroxid (zur Einstellung des pH-Werts), Wasser für Injektionszwecke. Anwendungsgebiete: Diabetes mellitus bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab dem Alter von 1 Jahr. Bei Typ 2 Diabetes auch in Kombination mit oralen Antidiabetika, GLP-1-Rezeptoragonisten und schnell wirkenden Insulinen. Bei Typ 1 Diabetes immer Kombination mit schnell wirkendem Insulin. Art der Anwendung: Nur zur s.c. Injektion. Tresiba® steht in 2 Stärken zur Verfügung. Unterscheidung anhand der Farben des Etiketts und der Packung beachten. Die Dosisanzeige zeigt stets die Anzahl der Einheiten, daher darf keine Dosisumrechnung bei Umstellung der Stärke vorgenommen werden. Aus dem Fertigpen darf die Lösung nicht mit einer Spritze aufgezogen werden. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Insulin degludec oder einen der sonstigen Bestandteile. Vorsicht bei der Kombination mit Pioglitazon (Spontanmeldungen von Herzinsuffizienz). Es liegen keine Daten über die Anwendung von Tresiba® in der Schwangerschaft oder Stillzeit sowie bei Kindern unter 1 Jahr vor. Es ist nicht bekannt, ob Insulin degludec in die Muttermilch übergeht. Nebenwirkungen: Hypoglykämien. Ödeme zu Beginn der Behandlung. Reaktionen an der Injektionsstelle (Rötung, Schwellung, Entzündungen, Juckreiz und Blutergüsse). Lipodystrophie und kutane Amyloidose an der Injektionsstelle. Allergische Reaktionen, potenziell allergische Reaktionen, Urtikaria und Ausschläge; sehr selten generalisierte Überempfindlichkeitsreaktionen, die lebensbedrohlich sein können. Bei schneller Verbesserung der Blutzuckereinstellung vorübergehende Verschlechterung der diabet. Retinopathie. Warnhinweise: Verwenden Sie nur klare, farblose Lösung. Darf nur von einer Person verwendet werden. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Verschreibungspflichtig. Novo Nordisk A/S, Novo Allé, 2880 Bagsvaerd, Dänemark. Stand: September 2020

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