8. Bonner Symposium für Praktische Dermatologie - Prof. Eberhard Rabe aus Uniklinik Bonn verabschiedet

K. Breitenborn

Am 24. November 2018 wurde Prof. Eberhard Rabe, Schriftleiter der vasomed, offiziell als Oberarzt der Klinik für Dermatologie und Allergologie des Universitätsklinikums Bonn (UKB) in den Ruhestand verabschiedet. Dies geschah im Rahmen der Erich-Hoffmann-Gedächtnisvorlesung und des 8. Bonner Symposiums für Praktische Dermatologie.

Prof. Prof. h.c. Thomas Bieber, Direktor der Klinik für Dermatologie und Allergologie des UKB, lobte bei der Begrüßung der Gäste die phlebologische Expertise von Prof. Rabe, die die Klinik geprägt habe, sowie seine Innovativität, welche z.B. bei der Bonner Venenstudie sichtbar geworden sei.

Prof. Markus Stücker, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie (DGP), war eigens aus Bochum angereist, um einen Vortrag zu Ehren von Prof. Rabe halten. Von 1997 bis 2012 sei dieser Präsident der DGP gewesen, so Prof. Stücker, und habe ihn schon lange vorher als Nachfolger aufgebaut. Prof. Rabe habe sich stets an der Sache orientiert und nicht am Amt und habe immer die Gabe gehabt, seine Mitmenschen für die Phlebologie zu begeistern. Von 2009 bis 2011 sei er ebenfalls Präsident der Union Internationale de Phlébologie (UIP) gewesen und habe in dieser Zeit viele Konsensusdokumente angeregt und 2009 den UIP-Kongress in Monaco ausgerichtet. Zurzeit setze er sein Wissen als Leitlinienkoordinator der DGP ein. „Eberhard Rabe ist ein Experte, Netzwerker und Spürhund für Phlebologie; er spürt die wichtigen Fragen auf“, sagte er (Abb. 1).

 

Danach dankte Dr. Hans-Jürgen Thomä (Bauerfeind AG/Zeulenroda) als Sprecher der eurocom Prof Rabe dafür, als Präsident der DGP und UIP die Kongresse so geformt zu haben, dass sich die Industrie gut präsentieren konnte. Auch habe er dabei geholfen, neue Produkte zu entwickeln, wie z.B. die Ulkuskompressions-Strümpfe.

Die Phlebologie sei eine große Motivation für ihn gewesen, betonte Prof. Rabe anschließend, und habe ihm immer großen Spaß gemacht. Gute Ideen ließen sich ja nur mit guten Mitarbeitern umsetzen, die er besonders hier in der Klinik gehabt habe. Anschließend referierte er über den Paradigmenwechsel bei der Therapie der oberflächlichen Venenthrombose und präsentierte die aktuelle Studienlage (Abb. 2).

Danach hielt Dr. Gabriele Berboth (Dermatologie/Allergologie/UKB), Nachfolgerin von Prof. Rabe als Leiterin des Funktionsbereichs Phlebologie, einen Vortrag über Differentialdiagnose und Therapie chronischer Wunden in der Dermatologie und Dr. Jana Ziob, Dermatologie/Allergologie/UKB, stellte spezielle Kasuistiken aus der Wundsprechstunde vor. Die Erich-Hoffmann-Gedächtnis-Vorlesung hielt Prof. Cord H. Sunderkötter, Universitätsklinik Halle/Saale, über die Differentialdiagose und Therapie von Vaskulitiden. Nach der Mittagspause stellte Kerstin Protz, Hamburg, moderne Pflege­konzepte bei chronischen Wunden vor. Über die arterielle Rekonstruktion beim Ulcus cruris arteriosum berichtete Dr. Frauke Verrel, Gefäßchirurgie/UKB, und Dr. Nadjib Schahab, Angiologie/Innere Medizin/UKB, präsentierte interventionelle Verfahren beim Ulcus cruris arteriosum. Zum Schluss  referierte Dr. Kristian Welle, Orthopädie/UKB, über die plastische Ulkusab­deckung.              

Quelle: Erich-Hoffmann-Gedächtnisvorlesung und 8. Bonner Symposium für Praktische Dermatologie am 24.11.2018 in Bonn.