Skip to main content

Dieser Beitrag ist nur für Mitglieder verfügbar!

Politik, Allgemein- & Innere Medizin, Dermatologie, Gefäßmedizin, Gynäkologie, Neurologie, Orthopädie, Pädiatrie, Urologie Allgemein- & Innere Medizin, Dermatologie, Gefäßmedizin, Gynäkologie, Neurologie, Orthopädie, Pädiatrie, Urologie Politik
Gesundheitspolitik

Aktuelles aus der Gesundheitspolitik

Freie Arztwahl gegen schnelleren Termin • Ärztinnen häufiger angestellt • Umweltbewusstsein im Wandel


20.06.2025
Teilen auf:
drucken Gefällt mir merken

AOK-Umfrage

Freie Arztwahl gegen schnelleren Termin

Eine forsa-Umfrage holt ein Stimmungsbild in der Bevölkerung zum Primärversorgungssystem ein, das als Ziel im neuen Koalitionsvertrag formuliert wurde.

Die Umfrage unter 8.583 Befragten im Auftrag des AOK-Bundesverbands zeigt: 68 % der Befragten würden die freie Facharztwahl gegen einen schnelleren Termin beim Facharzt tauschen, der nach einem Besuch der Hausarztpraxis vermittelt wird. Nur 29 % sprechen sich weiter für die freie Facharztwahl aus, auch dann, wenn diese mit längeren Wartezeiten verbunden wäre.

In dem Primärversorgungssystem würden die Hausarztpraxen in den meisten Fällen als erste Anlaufstelle für Patienten fungieren, um diese zielgerichtet und effizient durch das System zu leiten. Ziel müsse es laut der AOK-Vorstandsvorsitzenden Dr. Carola Reimann sein, dass GKV-Versicherte, die eine dringliche oder komplexere medizinische Versorgung benötigen, diese auch sicher und rechtzeitig erhalten.

Quelle: AOK-Bundesverband

Versorgungsanalyse

Ärztinnen häufiger angestellt

Ärztinnen im ambulanten Sektor entscheiden sich deutlich häufiger für eine angestellte Tätigkeit als ihre männlichen Kollegen. Wie eine Versorgungsanalyse der Stiftung Gesundheit zeigt, arbeitet mittlerweile ein Drittel der Ärztinnen (33,5 %) angestellt in Praxen oder Medizinischen Versorgungszentren (MVZ). Bei ihren männlichen Kollegen entscheidet sich nur ein Viertel für dieses Arbeitsmodell (26,4 %).

Schon seit mehreren Jahren geht der Trend langsam aber stetig weg von der eigenen Praxis: Zwischen 2022 und 2024 sank der Anteil der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte von 72,6 % auf 70,3 %. In demselben Zeitraum stieg vor allem der Anteil der Ärzte, die in MVZ angestellt sind: Ende 2022 lag er bei 13,8 %, aktuell sind es 16,2 %. In absoluten Zahlen entspricht das einem Zuwachs von circa 7.000 Ärzten in MVZ in den vergangenen zwei Jahren.

„Es gibt viele Gründe für diese Entwicklung“, berichtet Christoph Dippe, CEO der Stiftung Gesundheit. „Zum einen beobachten wir, dass Investoren verstärkt Praxen aufkaufen und in MVZ umwandeln. Zusätzlich sind niedergelassene Ärzte durch externe Stressfaktoren stark belastet, wie unser Stimmungsbarometer regelmäßig zeigt.“

Quelle: Stiftung Gesundheit

Gesundheit

Umweltbewusstsein im Wandel

Die Besorgnis über gesundheitsrelevante Umweltprobleme in der Bevölkerung und die Wahrnehmung damit verbundener Gesundheitsrisiken haben in den vergangenen Jahren abgenommen. Das zeigen Ergebnisse einer Online-Befragung mit über 3.000 Befragten. So sank der Anteil der Menschen, die sich wegen des Klimawandels Sorgen machen, zwischen 2020 und 2024 um knapp 13 Prozentpunkte, beim Thema Luftverschmutzung um knapp elf Prozentpunkte. Gleichzeitig stieg der Anteil der Befragten, nach deren Einschätzung Umweltprobleme übertrieben werden, um zehn Prozentpunkte. 2020 gaben noch knapp 40 % aller Befragten an, dass Umweltverschmutzung und Schadstoffe ihre eigene Gesundheit stark oder sehr stark belasten. Ende 2024 waren es nur noch 27 %, während sich zwei Drittel nur etwas oder überhaupt nicht belastet fühlten. Die meisten Sorgen bereiten globale Themen wie Plastik bzw. Mikroplastik in der Umwelt (79 %), die Verschmutzung von Gewässern (75 %) oder der Verlust der Artenvielfalt (70 %). Jüngere Befragte unter 30 machten sich mit einem Anteil von 81 % signifikant häufiger Sorgen über den Klimawandel. 46 % der Befragten gaben an, dass ihnen sommerliche Hitzewellen Sorgen bereiten – ein Aspekt, der in der Vorgängerbefragung noch nicht enthalten war.

Quelle: Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO)

Welche Bewertung würden Sie dem Beitrag im Allgemeinen geben?
Bitte Bewerten Sie die Umfrage.