So schützen Sie sich vor hohen Stornokosten im Urlaub
Ende Juni beginnen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die Sommerferien – die anderen Bundesländer folgen. Wer den Urlaub schon gebucht hat, ärgert sich, wenn dieser ins Wasser fällt und noch mehr, wenn man auf den Stornokosten sitzenbleibt.
Je nach Art der Reise bekommen Reisende bei einer Stornierung 14 Tage vor dem geplanten Urlaub nur 20 bis 40 % der Gesamtkosten zurück. „Eine Reiserücktrittsversicherung zahlt dann die entstehenden Stornogebühren und Mehrkosten“, erklärt Henriette Neubert vom Geldratgeber Finanztip. Das gilt etwa bei einer schweren Krankheit, Unfall oder Tod eines Angehörigen, aber auch bei Verlust des Jobs oder dem Nachholen einer wichtigen Prüfung. Viele Reiserücktrittsgründe gelten auch, wenn sie einen nahen Angehörigen betreffen und z. B. die Pflegeperson der schwerkranken Mutter erkrankt. Geld gibt es ebenfalls, wenn Reisende den Flug, Zug oder das Schiff verpassen, weil die öffentlichen Verkehrsmittel mehr als zwei Stunden Verspätung hatten. Ob sich eine Reiserücktrittsversicherung lohnt, hängt von der Art der Reise, der Höhe des Reisepreises und den möglichen Stornokosten ab. „Gerade bei teuren Pauschalreisen wie einer Karibikkreuzfahrt kann sich eine Reiserücktrittsversicherung lohnen“, so Neubert. „Ebenso sinnvoll ist die Versicherung bei Reisenden, die ein höheres Stornorisiko haben, wie Familien mit kleinen Kindern und Senioren.“ Bei der Versicherung kann zwischen Einzel- und Jahresverträgen gewählt werden. Ältere kommen in der Regel mit Einzelverträgen günstiger weg, Jahresverträge sind für Vielreisende praktisch. Bei individuellen Reisen sowie selbst gebuchten Flügen lohne sich die Reiserücktrittsversicherung eher nicht.
Bestimmte Leistungen wie Krankheit oder Tod eines engen Angehörigen sind immer abgesichert. Der Verlust des Reisepasses kurz vor Reisebeginn oder ein Terroranschlag in der Nähe des Urlaubsorts sind dagegen nicht immer abgedeckt. „Daher sollten Reisende im Tarif genau prüfen, welche Ereignisse versichert sind und welche nicht“, so Neubert.
Der Geldratgeber hat in seinem Test zunächst die Versicherungsleistungen bewertet und dann die Beiträge abgefragt. 17 Kombi-Tarife aus Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung wurden hierbei genauer untersucht. Mehr dazu unter: shorturl.at/Xaryf
Quelle: Finanztip