Resilienz-Training gegen Burn-out-Risiko

Als Resilienz wird die (individuelle) psychische Widerstandskraft bezeichnet. Sie beschreibt die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen. Resilienz-Training war bisher kaum ein Thema für ärztliche Institutionen, die sich Fürsorgepflicht für ihre Mitglieder zuschrieben. Das änderte sich durch die Corona-Pandemie, die mit hohen Belastungen des Gesundheitspersonals einhergeht. Die dynamischen und ungewissen Pandemie-Prozesse lassen kaum einfache Konzepte zur Bewältigung von diesbezüglichem Distress zu. Um all das zu ertragen, braucht es Resilienz. Ist diese nicht oder zu wenig vorhanden, dann heißt es, aktiv zu werden.

Das Personal im Gesundheitswesen erbringt oft hochanspruchsvolle Dienstleistungen unter schwierigsten Rahmenbedingungen. Auf Intensivstationen und in allen Bereichen der Nachbehandlung, aber auch in Arztpraxen – insbesondere in jenen, die Corona-Impfungen vornehmen – kann eine so hohe gesundheitliche Beanspruchung entstehen, dass Resilienz-­Eigenschaften versagen. Durch fehlende oder mäßige Resilienz-Eigenschaften wird ein chronischer Personalmangel verstärkt, vor allem bei den Personen, die einen direkten „Dienst“ am Patienten leisten. Ein Mindestmaß an Personal ist jedoch notwendig, um einen persönlichen Austausch über physische und psychische Belastungen zu ermöglichen. 

Zusätzliche Belastung wie ein anhaltend großes Patientenaufkommen und zunehmend bürokratische Aufgaben führen zu Überstunden ohne zeitnahen Freizeitausgleich, der Erholung bewirkt. Dass das Gesundheitspersonal oft am Limit der Belastbarkeit angelangt ist, zeigt auch Folgendes: Bei sechs von zehn jüngeren Kolleginnen und Kollegen in der Weiterbildungszeit bleiben Fortbildungsforderungen „auf der Strecke“. Über ein Drittel denkt darüber nach, den Beruf zu wechseln. Beim Pflegepersonal stuft sich ca. 30 % als so überfordert ein, dass von diesen Personen ein Drittel über die Aufgabe des Pflegeberufs nachdenkt. 

Der Begriff Resilienz –einfach und komplex zugleich

Resilienz als psychische Widerstandskraft will vor Stress, Depression und Burn-out schützen. Schwierige Lebenssituationen sollen ohne anhaltende Beeinträchtigungen überstanden werden. Das hört sich kompliziert an und ist einfacher formulierbar, wenn man das Wort aus dem lateinischen übersetzt: „abprallen lassen“, „zurückspringen“. Auf neue Herausforderungen und Veränderungen ist aktiv mit „angepasstem“ Verhalten zu reagieren. Das gelingt umso besser, je mehr Ressourcen vorhanden sind. Diese werden so abgerufen, dass Belastungen möglichst gering bleiben und Erholungsphasen zugelassen werden. Gerade im ärztlichen Bereich ist es wichtig, z. B. nach einem stressigen 24-Stunden-Dienst oder „übervollen“ Praxen in Zeiten der Pandemie oder der Grippe-Wellen rasch physisches und psychisches Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit wiederherzustellen.

Resilienz eine Persönlichkeitseigenschaft?

Heute wird in der Wissenschaft kaum noch von einer „angeborenen“ Eigenschaft einer Person ausgegangen, sondern von einem komplexen, dynamischen, interaktiven Prozess zwischen einer Person und ihrem sozialen Umfeld.

Menschen, die über eine gute mentale Widerstandskraft verfügen und sich in dieser Fähigkeit weiterentwickeln, haben das Ziel, über das eigene Schicksal in der Arbeitswelt selbst zu bestimmen. Sie wollen wenig dem Zufall oder Glück überlassen, sondern Problemsituationen „selbst in die Hand nehmen“. Dazu ist die realistische Selbsteinstufung der eigenen Fähigkeiten nötig. Daraus resultierendes Selbstvertrauen lässt sich erwerben durch Kompetenz­erwerb mit hohem Arbeitseinsatz ab dem Studium, in der Weiterbildungszeit, bis hin zu Führungsfunktionen in der Klinik oder der eigenen Praxis.
Resilienz basiert auf mehreren Faktoren, den „sieben Säulen der Resilienz“ (s. Infokasten). Je mehr dieser Eigenschaften sich ein Mensch aneignen kann, desto besser wird er Krisen handhaben. Durch Training können diese Säulen gestärkt werden.

Resilienz-Training braucht Eigeninitiative

Es wäre kaum der richtige Weg, der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber die Pflicht zu übertragen, dem Personal Resilienz-Training anzubieten beziehungsweise zu ermöglichen. Stattdessen sollte verinnerlicht bzw. klar gemacht werden, dass Resilienz als Vorteil für die eigene beruflich zufriedenstellende Tätigkeit anzusehen ist – und damit zu einer geringeren Belastung für die eigene Gesundheit beitragen kann.
 

Mentale Widerstandskraft braucht 7 Säulen

 
  1. Optimismus: Versuchen optimistisch zu bleiben, auch in Lebenskrisen
    („sich nicht unterkriegen lassen“).
  2. Akzeptanz: Akzeptieren der momentanen Situation als „vorübergehend schicksalhaft“. Danach mit der Problemlösung in überlegten Stufen beginnen. Ablehnen der Krisensituation ist kontraproduktiv, da unnötig Kräfte verbraucht werden, statt diese zur Problemlösung zu nutzen.
  3. Lösungsorientierung: Krisen mental zur Herausforderung „umfunktionieren“. Voraussetzung dafür sind 1. und 2. So kehrt in belastenden Situationen wieder ein Mindestmaß an innerer Ruhe ein, die handlungsfähig macht und lösungsorientiertes Denken fördert. Kontraproduktiv ist die Frage „Warum trifft das gerade mich?“, worauf es in der Regel keine Antwort gibt. Daher diese Frage gar nicht erst zulassen.
  4. Opferrolle verlassen: Die „Opferrolle“ macht ohnmächtig, solche Gedanken nicht zulassen. Zugleich realitätsbezogen darüber nachdenken „Welchen Anteil habe ich an der jetzigen Krisensituation?“ Das öffnet den Blick nach vorn. Sich selbst bedauern, wäre lähmend-kontraproduktiv.
  5. Verantwortung übernehmen: Verantwortung übernehmen durch selbst­kritisch-realistisches Einschätzen: „An der eingetretenen Krise bin ich mit beteiligt“. Kontraproduktiv sind langanhaltende Schuldgefühle oder die Schuld anderen zuzuschreiben.
  6. Netzwerkorientierung: Auf Krisen mental vorbereitet sein und dafür ein Netzwerk an vertrauensvollen Personen „aufbauen“. Diese kleine Gruppe braucht „Pflege“, also ein aufmerksames und taktvolles miteinander umgehen. Es entsteht Selbstbewusstsein, das „um Hilfe bitten“ erleichtert. Eine stabile und innige Partnerbeziehung kann in Krisen „ein Fels in der Brandung“ werden. Kontraproduktiv ist es, sich in Krisensituationen zurückzuziehen. Das bewirkt lähmende Vereinsamung und Depression mit Kräfteverzehr.
  7. Zukunftsplanung: Resilienz verlangt Planungsvermögen, also Krisensituationen antizipieren. Vorausschauendes Krisenmanagement gibt Sicherheit. In positiven Zeiten zeitweilig darüber nachdenken, wie man aus Krisensituationen wieder herauskommt, Plan B im Hinterkopf haben.
 

Beim Resilienz-Training sollte jede bzw. jeder ihren bzw. seinen persönlichen Weg finden, genau wie beim Erhalten bzw. Steigern der körperlichen Fitness. Es gibt nicht „den einen Weg“, diesen muss jede und jeder für sich selbst finden. Dann ist die Compliance hoch und das Training erfolgversprechend.

Wird im Internet „Resilienz-Training online kostenlos“ eingegeben, dann erscheinen fast 600.000 Ergebnisse. Ein offerierter Onlinekurs endet nach dreizeiliger Einführung mit den Worten: „Finden Sie Ihre Lösung“. Das ist ehrlich, es gibt viele Wege zur Resilienz-Kompetenz. Wie ist bei der Suche vorzugehen? Angaben zu Autorinnen bzw. Autoren/Institutionen sind aufmerksam zu lesen. Wird Angelesenes wiedergegeben oder existieren langjährige Berufserfahrungen mit Resilienz-Anforderungen? 

Wie aufwendig ist Resilienz-Training? 

Es ist vergleichbar mit dem Aufrechterhalten von körperlicher Fitness: 2,5 Stunden wöchentliche aktive Bewegung an der frischen Luft, bis knapp an die Belastungsgrenze, für jeweils ca. 30 bis 45 Minuten, so wird körperliche Auslastung als „gesund“ empfohlen. In diesen zeitlichen Dimensionen sollte Resilienz-Training regelmäßig zum „Selbsterhalt“ für einige Wochen bis zur „Verinnerlichung“ erfolgen, gefolgt von einem regelmäßigen „Refreshing“. 

Resilienz-Training ist keine Utopie

Der US-Psychologe Jack Block (1924–2010) prägte den Begriff Resilienz bereits vor 50 Jahren auf der Basis von Ergebnissen einer Langzeitstudie bei Kleinkindern im Jahre 1971. Die US-Forscherin Ann Master, eine Mitarbeiterin des Begründers der Entwicklungspsychopathologie Norman Garmezy (1918–2009), zur Resilienz: „Wir sind in einem Maße reprogrammierbar, wie sich das die Resilienz-Pioniere nicht vorstellen konnten. Wir sind dynamische Systeme, wir können uns verändern“. 1971 sagte die US-Forscherin Emmy Werner, basierend auf großen Studien: „Resilienz ist erlernbar.“
An der Wirksamkeit von Resilienz- Training gibt es kaum Zweifel, allerdings existiert kein universeller Ansatz dafür. Maßgeblich sind kontextbezogene Faktoren: 

  • Das Training ist bei Erwachsenen erfolgreicher als bei Jugendlichen,
  • soziale Unterstützung aus dem nahen Umfeld ist hilfreich und
  • ein guter Gesundheitsstatus ist nötig.

Schon hier sei ein Missverständnis angesprochen. Resilienz-Training will nicht, dass eigene soziale Sensibilität verlernt wird. Auch sich gegen unzumutbare Arbeitsbedingungen zu „immunisieren“, ist nicht das Ziel. Wenn es keine Möglichkeiten gibt, stressende Faktoren wie beispielsweise Überlastung in Kliniken durch den permanenten Personalmangel oder auch in Arztpraxen wie jetzt in Corona-­Zeiten durch zusätzliche Impfleistungen zu beseitigen, sind auch resiliente Personen machtlos.

Manifestes Burn-out-Syndrom als berufliche Katastrophe

Fehlende psychische Widerstandskraft kann früher oder später in Burn-out übergehen. Burn-out als Zustand tiefer emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung basiert meist auf einer stressigen beruflichen Überforderung. Die Konzentrationsfähigkeit lässt nach und das Fehlerrisiko steigt. Von daher haben Ärztinnen und Ärzte die ethische Verpflichtung, das Problem in den Anfängen zu erkennen. Besser ist eine Prävention, analog dem Erhalt der physischen Fitness.

Das berufliche „Ausbrennen“ mit zunehmender Leistungsminderung manifestiert sich als persönliche Krise in über 100 Symptomen und kann sich mit den Symp­tomen einer Depression überschneiden. Psychiaterinnen und Psychiater haben oft Probleme mit dem Begriff Burn-out, denn die Symp­tomatik ist zu komplex, als dass sie in derzeitige „mentale Schubladen“ eingeordnet werden könnte. Deshalb wird von „Mode-Diagnose“ gesprochen, eine vereinfachte Einstufung, die der Häufigkeit der Symptomatik nicht gerecht wird. Wenn die Lebenszeit-Prävalenz von Burn-out mit 4,2 % und die 1-Jahres-Prävalenz mit 1,5 % angegeben werden (DEG S1), dann basiert das auf realitätsfremden, formalistischen Einstufungen.

Alle internationalen Studien in den industrialisierten Ländern der letzten zehn Jahre kamen zu dem Ergebnis, dass bis zur Hälfte der an Kliniken arbeitenden Ärztinnen und Ärzte von Symptomen des Burn-out betroffen sind. 

Das Ergebnis einer Pilotstudie im Rahmen einer vom Autor an der Universitäts-Klinik Ulm betreuten Dissertation ergab auch ein ähnliches Bild bei den Studierenden: Fast die Hälfte der Medizin-Studierenden im klinischen Semester zeigten Burn-out-Symptome. Es macht nachdenklich, wenn so viele angehende Helferinnen und Helfer bereits im Studium hilfebedürftig werden.

Maslach-Inventar ist heute diagnostischer Standard 

Ein verbreitetes Messinstrument zur Erfassung des Burn-out-Syndroms ist der von der Sozialpsychologin Christina Maslach (University of California/Berkeley) entwickelte „Maslach Burn-out Inventory“-Test. Maslach hat sehr wichtige Arbeiten zu chronischem Stress im Beruf verfasst, der Burn-out auslöst. 

Der Pathomechanismus verläuft, vereinfacht dargestellt, in drei Stufen, die auch im genannten Test erfasst werden:

  • Emotionale Erschöpfung: Fehlende emotionale und physische Ressourcen, also nicht ausreichende Energie, um beruflichen Anforderungen gerecht zu werden. Das führt zur massiven Erschöpfung.
  • Depersonalisierung: Um sich von den resultierenden „Misserfolgsgefühlen“ zu „schützen“, kommt es zur Distanziertheit gegenüber Patientinnen und Patienten sowie Kolleginnen und Kollegen. So werden die Betroffenen kaum ihren beruflichen Aufgaben gerecht.
  • Reduzierte persönliche Leistungs­fähigkeit: Die wahrgenommene Wirkungslosigkeit ärztlichen Denkens und Handelns vermindert die Leistungs­fähigkeit weiter und das Selbstwertgefühl nimmt Schaden. Eine „Ausstrahlung“ in Richtung „Hoffnung“ für Kranke fehlt.

Vor Maslach hatte 1974 der US-Psychologe und Psychoanalytiker Herbert Freudenberger das Phänomen in wissenschaftlichen Beiträgen bekannt gemacht. 1960 hat der britische Schriftsteller Graham Greene mit seinem Roman „Burn-Out Case“ den Begriff bei Laien eingeführt. Auffällig ist, dass sich nicht Psychi­aterinnen und Psychiater, sondern klinische Psychologinnen und Psychologen der problematischen Thematik annahmen.

Burn-out-Klassifikations-Probleme kaum mehr der Rede wert 

Im Klassifikationssystem der American Psychiatric Association wird im diagnostischen Handbuch für psychische Störungen das Burn-out-Phänomen nicht als eigenständige Diagnose aufgeführt. Das bestätigt den einleitenden Hinweis, dass Burn-out-Prävention durch Resilienz- Training bisher unterschätzt wurde. In den ICD-11 ab Januar 2022 soll Burn-out als Diagnose „Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich verarbeitet werden kann“, aufgenommen werden. Nicht eingegangen wird hier auf die vielen Burn-out-Symptome und deren stufenweises Erkennen bzw. die Diagnostik von Burn-out samt Abgrenzung von anderen psychischen Erkrankungen. 

Arbeitsschutz fordert Burn-out-Prävention

Die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber bzw. die Ärztin oder der Arzt als Praxis­inhaberin oder -inhaber trägt Verantwortung für die Gesundheit der Angestellten. Im Arbeitsschutzgesetz ist seit 2013 (§ 5, Abs. 3, Nr. 6) das Vermeiden psychischer Belastung am Arbeitsplatz gesetzlich gefordert und international normiert (EN-ISO 10075). Darin wird unterschieden zwischen legitimen Belastungen und schädlichen Fehlbelastungen am Arbeitsplatz. Das wurde auch in das Mitbestimmungsrecht aufgenommen: psychomentale Belastungen sollen nicht zur gesundheit­lichen Gefahr für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden. Das gilt für Burn-out in besonderem Maße, da bei einer Manifestation die Therapiemöglichkeiten recht begrenzt sind. Weil im Arbeitsschutzgesetz Burn-out nicht als Krankheit gilt, ist Prävention über die Verhaltensebene vage formuliert: mit „Widerstandsfähigkeit“ fördern. 

Arbeitsschutz verpflichtet zum Gesundheitserhalt

Arbeitsmedizinerinnen und -mediziner mit psychosozialem Schwerpunkt drängen auf Förderung psychischer Widerstandsfähigkeit, definiert als die Fähigkeit, sich am Arbeitsplatz gegen anhaltende schwierige Situationen mit Resilienz zu wehren bzw. sich anhaltenden Beeinträchtigungen ausgelöst durch die Arbeit zu widersetzen. Dazu verpflichtet § 5 des Arbeitsschutzgesetzes. Das sollte bis 2018 in jedem Betrieb umgesetzt werden. Die gesetzliche Basis dazu sind § 1 und § 3 des Arbeitsschutzgesetzes und übergeordnet das Grundgesetz: Recht auf körperliche Unversehrtheit.

Mit dieser Präventionsverpflichtung kann die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber bzw. die Praxisinhaberin oder der Praxis­inhaber die Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden beweisen. Doch Arbeitsmedizinerinnen und -mediziner berichten, dass dies bis 2018 kaum die Regel war und weiter großer Nachholbedarf bestehe. Gründe dafür sind fehlerhafte Organisation, die Mitarbeitende unnötig belasten, aber auch verbesserbare Arbeitsabläufe, von personeller Unterbesetzung ganz abgesehen. Die Ärztin oder der Arzt als Praxis­inhaberin oder -inhaber kann mit seinen Mitarbeitenden z. B. eine Bestellpraxis etablieren (mit Pufferzeiten für Notfälle). Mit diesem Modell kann man einen relativ regelmäßigen Arbeitsanfall erwarten.

Eine falsche Auffassung von Resilienz bzw. resilientem Verhalten wäre es, solche Probleme zu „verdrängen“, denn das hätte früher oder später riskante gesundheitliche Folgen. Dazu gehört auch das Arbeiten mit „innerer Kündigung“ für längere Zeit. Dieses leistungsmindernde Arbeitsverhalten schadet der Arbeitgeberin bzw. dem Arbeitgeber und vor allem den resignierenden Mitarbeitenden. Diese emotionale Reaktion auf inakzeptable Arbeitsbedingungen ist als hohes Gesundheitsrisiko einzustufen.

Zusammenfassung

In der Physik hat ein Körper resiliente Eigenschaften, wenn dieser nach energetischer Verformung in seinen ursprünglichen Zustand „zurückspringt“, also diese Energie wieder abgibt. Distress als negative Energie kann die Persönlichkeit verformen. Können wir diese Energie nicht abprallen lassen, dann zerstören wir uns selbst.

Resilienz erwerben oder weiterentwickeln ist im Beruf ein „Überlebensvorteil“. Dazu gibt es kein „Dr.-Oetker- Kochbuch“ und Leitlinien wären nutzlos, denn die Biografie ab der Kindheit/ Jugend determiniert die Resilienz-Aussichten. Burn-out wird als hohes Risiko skizziert, dem mit Resilienz zu begegnen ist. Jede und jeder sollte den eigenen Weg finden.

Literatur beim Verfasser

Prof. Dr. med. Dipl. Psych. J. M. Wenderlein  
Universität Ulm
wenderlein(at)gmx(dot)de

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