Die optimale Nährstoffversorgung für Mutter und Kind

Eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen in Schwangerschaft und Stillzeit ist nicht nur essentiell für die Gesundheit der Mutter, sondern auch entscheidend für die Entwicklung des heranwachsenden Kindes. Daher rät die Gesellschaft für Biofaktoren (GfB), in der täglichen Praxis der Schwangerenbetreuung der Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen einen festen Platz einzuräumen.

Mineralstoffe und Spurenelemente, Vitamine und Provitamine, Aminosäuren, Peptide und sekundäre Pflanzenstoffe, sie alle zählen zu den Biofaktoren – Nährstoffe, die gesundheitsfördernde oder krankheitsvorbeugende biologische Aktivitäten besitzen. Auch wenn es sich nur um einen Teilaspekt in der gesamten Betreuung schwangerer Frauen handelt, sollte auf eine regelmäßige und zielgerichtete Biofaktorenversorgung dieser Zielgruppe geachtet werden. Insbesondere in der Versorgung mit den Vitaminen Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin D sowie Jod, Eisen, Magnesium und Zink kann es ansonsten zu Mangelzuständen und daraus resultierenden gesundheitlichen Störungen kommen.

Folsäure – Für Zellteilung, Blutbildung und kindliche Entwicklung

Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für die benötigte Menge des Biofaktors Folat (Folatäquivalente)1 finden Sie in Tabelle 1.

 

 

Folat

 

Säuglinge

60–80 µg/Tag

 

Kinder bis 12 Jahre

120–240 µg/Tag

 

Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene

300 µg/Tag

 

Schwangere

550 µg/Tag

 Stillende450 µg/Tag
 

Tab. 1: Empfohlene Zufuhr Folat [1]

Nach Ergebnissen der Nationalen Verzehrsstudie II liegt die mittlere Zufuhr an Folatäquivalenten bei Erwachsenen deutlich unter den Empfehlungen der DGE.2 79 % der Männer und sogar 86 % der Frauen erreichen die empfohlene Tageszufuhr an Folatäquivalenten nicht. Da für Frauen mit Kinderwunsch nach den WHO-Leitlinien3 höhere Zufuhrempfehlungen gelten, sind in dieser Gruppe sogar 95 % unterversorgt. Während in den USA, Kanada, der Schweiz und einigen außereuropäischen Ländern Grundnahrungsmittel standardmäßig mit Folsäure angereichert werden, ist das in Deutschland nicht der Fall.4 Folsäure-Supplemente können daher einen Beitrag zur täglichen Folsäureversorgung – nicht nur in der Schwangerschaft – leisten.

Mangel erhöht Risiko für Komplikationen in der Schwangerschaft

Folsäure ist essentiell für die mütterliche Erythropoese sowie Zellwachstum und -differenzierung des Ungeborenen. Eine ausreichende Versorgung der Mutter mit dem Biofaktor ist für die normale kindliche Entwicklung, vor allem im Hinblick auf die Prophylaxe von Missbildungen wie Spina bifida oder Anenzephalie von zentraler Bedeutung.5 Daher empfiehlt die DGE gemäß einer entsprechenden Leitlinie der Weltgesundheitsorganisation WHO3 Frauen mit Kinderwunsch zusätzlich zu einer folatreichen Ernährung die tägliche Einnahme von 400 µg synthetischer Folsäure, um der Bildung von Neuralrohrdefekten vorzubeugen.

Zahlreiche Studien belegen, dass durch eine rechtzeitige Supplementierung von Folsäure das Risiko für Neuralrohrdefekte um bis zu 80 % reduziert werden kann.6,7 Zudem ist der Zeitpunkt der Supplementierung entscheidend. Da sich das Neuralrohr bereits um den 28. Tag der Schwangerschaft schließt, ist ein Beginn der Supplementierung bei Bekanntwerden der Schwangerschaft nicht ausreichend. Die Folsäure-Supplementierung sollte spätestens vier Wochen vor Eintritt der Schwangerschaft beginnen und während des ersten Trimenons weitergeführt werden. Eine neuere Studie empfiehlt sogar eine Folsäure-Supplementierung von 800 µg pro Tag, wenn diese erst vier bis acht Wochen vor der geplanten Empfängnis beginnt. So konnten die erforderlichen Folat-Blutspiegel zur Vorbeugung von Neuralrohrdefekten erreicht werden.8

Frauen, die in einer vorangegangenen Schwangerschaft bereits ein Kind mit einem Neuralrohrdefekt geboren haben, sollten täglich 4 mg Folsäure supplementieren,9 obwohl es auch gegenteilige Studienergebnisse zu dieser hohen Dosierungsempfehlung gibt.10

Zudem wird ein Folsäuremangel als eine Ursache für die Entwicklung angeborener Herzfehler11 sowie ein erhöhtes Risiko für Frühgeburten und anderer Schwangerschaftskomplikationen wie häufigen oder wiederholten Aborten diskutiert.12

Kann Folsäure überdosiert werden?

Die sichere Tageshöchstmenge (upper intake level; UL) für Folsäure beträgt nach Angabe der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bei langfristiger Einnahme 1.000 µg. Bei Folsäurezufuhren oberhalb 1000 µg könnten sonst neurologische Symptome eines Vitamin B12-Mangels überdeckt werden.13 Höhere Folsäure-Supplementierungen sind jedoch möglich, um einen nachgewiesenen Folsäure-Mangel zu beheben. Erst bei einer sehr hohen Folsäurezufuhr von etwa 15 mg pro Tag kann es zu Reizbarkeit oder Depressionen, Schlafstörungen sowie Magen-Darmstörungen kommen.13

Jod – Auch in der Schwangerschaft auf Versorgung achten

In der Schwangerschaft steigt der Jodbedarf aufgrund der vermehrten mütterlichen Produktion von Schilddrüsenhormonen, einer erhöhten renalen Jodausscheidung der Schwangeren und aufgrund des Bedarfs für die Entwicklung des Ungeborenen (Plazentatransfer).14  Als Folgen eines Jodmangels in der Schwangerschaft sind eine Beeinträchtigung der Gehirnentwicklung und eine eingeschränkte mentale Entwicklung des Kindes, körperliche und geistige Behinderungen und Kretinismus sowie erhöhte Risiken für Früh- und Fehlgeburten bekannt.15 Selbst ein leichter bis mittelschwerer Jodmangel während der Schwangerschaft kann mit Beeinträchtigungen der Kognition und schulischen Leistung verbunden sein.15

Nach den einheitlichen Handlungsempfehlungen der DGE für die Schwangerschaft sollten Schwangere zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung täglich ein Supplement mit 100 bis 150 μg Jod einnehmen. Bei Schilddrüsenerkrankungen soll vor der Supplementation eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen; bei Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Jodaufnahme in Höhe des Bedarfs in aller Regel unproblematisch. Vom Verzehr von Algen und Algenprodukten in der Schwangerschaft wird abgeraten, da Algen stark schwankende und teilweise sehr hohe Jodgehalte aufweisen und reich an Arsen und anderen toxischen Substanzen sein können.16

Eisen – Biofaktor für Blutbildung und Sauerstoffzufuhr

Eisenmangel ist der weltweit häufigste ernährungsbedingte Mangel eines Biofaktors: 14 % der Männer und sogar 75 % der Frauen im gebärfähigen Alter erreichen nicht die empfohlenen Aufnahmemengen.17  Neben Frauen im gebärfähigen Alter haben Schwangere und Stillende, Kinder und Jugendliche sowie Vegetarier und Veganer ein erhöhtes Risiko für einen Eisenmangel.18

Die DGE-Empfehlungen19 für die nötiges Mengen des Biofaktors Eisen finden Sie in Tabelle 2.

 

Eisen

 

 

M

W

 

Säuglinge

 

0 bis unter 4 Monate

0,5 mg/Tag

 

4 bis unter 12 Monate

8 mg/Tag

 

Kinder

 

1 bis unter 7 Jahre

8 mg/Tag

 

7 bis unter 10 Jahre

10 mg/Tag

 

10 bis unter 15 Jahre

12 mg/Tag

15 mg /Tag

 

Jugendliche und Erwachsene

 

15 bis unter 19 Jahre

12 mg/Tag

15 mg/Tag

 

19 bis unter 51 Jahre

12 mg/Tag

15 mg/Tag

 

51 und älter

10 mg/Tag

10 mg/Tag

 

Schwangere

30 mg/Tag

 

Stillende

20 mg/Tag

 

Tab. 2: Empfohlene Zufuhr von Eisen

Empfehlungen zur Eisen-Supplementation

Trotz des bekannten Risikos für einen Eisenmangel wird von einer Eisensubstitution ohne ärztliche Anleitung abgeraten. Zu viel Eisen steigert die Belastung mit freien Radikalen und oxidativem Stress und ist deshalb kein Fall für eine Selbstmedikation.

In diesem Zusammenhang weist das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) darauf hin, dass keine positiven Wirkungen einer über den Bedarf hinausreichenden Supplementierung mit Eisen bekannt sind, während negative Wirkungen wie ein erhöhtes Risiko für Herz- und Krebserkrankungen nicht ausgeschlossen werden können.20 Da bei Frauen im gebärfähigen Alter durch die Menstruation der Eisenbedarf erhöht ist und die Zufuhrreferenzwerte von ihnen im Median nicht erreicht werden, definiert das BfR ausschließlich für Frauen zwischen ca. 14 und 50 Jahren eine Tageshöchstmenge von 6 mg Eisen in Nahrungsergänzungsmitteln.21 Für alle anderen Bevölkerungsgruppen wurde keine Höchstmenge für die Verwendung von Eisen in Nahrungsergänzungsmitteln festgelegt.

Ein nachgewiesener Eisenmangel oder eine manifeste Eisenmangelanämie sind unabhängig von Alter und Geschlecht der Person allerdings grundsätzlich eine Indikation zur Eisen-Supplementation. Die benötigte Menge des Biofaktors – initial 50–100 mg Fe2+ pro Tag – liegt dann deutlich über den DGE-Empfehlungen.22

Eisenmangel während und nach der Schwangerschaft

Nicht jede Frau schafft es, den erhöhten Eisenbedarf während der Schwangerschaft allein durch die Ernährung auszugleichen. Daher leiden viele Schwangere unter einem latenten Eisenmangel mit Müdigkeit, Leistungsabfall, Appetitlosigkeit, Blässe und erhöhter Infektanfälligkeit, fast 10 % entwickeln eine Eisenmangelanämie.23 Das Risiko für Frühgeburten, verringertes Geburtsgewicht und für die Sterblichkeit bei Mutter und Kind steigt bei einem Eisenmangel. Da auch das ungeborene Kind mit Sauerstoff unterversorgt ist, besteht unter einem Eisenmangel ein erhöhtes Risiko für Aborte, Frühgeburten und geistige und körperliche Entwicklungsstörungen. Durch einen schweren, chronischen Eisenmangel kann es zu Wachstumsstörungen sowie neurologischen und kognitiven Defiziten der Kinder kommen.24

Die Eisenversorgung sollte daher kontrolliert und bei Bedarf durch eine Eisensupplementation ausgeglichen werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt sogar eine Eisensupplementation in der gesamten Schwangerschaft.25  Durch den Blutverlust während der Geburt ist der Eisenbedarf postpartum ebenfalls erhöht. Bei einem Mangel des Biofaktors kann laut WHO auch bis zu 12 Wochen nach der Geburt eine orale Eisensupplementation – allein oder in Kombination mit Folsäure – nötig sein.26

Achtung: Eisen-Supplementierung nur unter Laborkontrolle

Beim Nachweis des Eisenstatus in der Schwangerschaft ist zu berücksichtigen, dass sich durch die Vergrößerung des Gesamtblutvolumens auch der Hämoglobinwert verändert. Obwohl die Gesamtmenge der roten Blutkörperchen und damit die Sauerstofftransportkapazität zunimmt, kommt es durch die überproportionale Zunahme des Plasmavolumens zu einer Abnahme des Hämoglobins (Referenzbereich: 11–14 g/dl). Die Hämoglobinkonzentration sollte in jedem Trimenon ≥ 11,2 g/dl sein.

Die Bestimmung des Eisens im Serum ist zur Diagnose eines Eisenmangels ungeeignet. Da der Ferritinspiegel im Serum gut mit dem Gewebeeisen korreliert, gehört er zum Standard der Beurteilung einer Eisenunterversorgung, wobei 1 µg/l Serumferritin etwa 8 bis 10 mg Speichereisen entspricht. Ein auf unter 30 µg/l reduzierter Ferritinwert im Serum zeigt eine Erschöpfung der für die Hämoglobinsynthese zur Verfügung stehenden Gesamtkörper-Eisenreserven an. Zwischen 12 und 30 µg/l treten bereits die ersten Eisenmangelsymptome auf. Bei Frauen sind Serumferritinwerte ≤ 40 µg/l bereits mit diffusem Haarausfall verbunden. Weitere Parameter zur Bestimmung des Eisenstatus sind Transferrinsättigung, löslicher Transferrinrezeptor, Volumen und Hämoglobinkonzentration der Erythrozyten und freies Erythrozyten-Protoporphyrin.24,27

Vitamin-B12 – Risiken durch Mangel in der Schwangerschaft

Die essentielle Bedeutung von Vitamin B12 für die Blutbildung, die Funktionen des Nervensystems, die Intaktheit der Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes und die Regulierung zahlreicher weiterer Vitamin-B12-abhängiger Stoffwechselprozesse28,29 führt dazu, dass ein Vitamin-B12-Mangel in der Schwangerschaft erhebliche Auswirkungen auf die Entwicklung der Feten und den Gesundheitszustand der Neugeborenen hat.30 „Durch eine unzureichende Verfügbarkeit von Vitamin B12 kann es zu schwerwiegenden hämatologischen und neurologischen Störungen bei den Säuglingen kommen, was mit nachhaltigen Folgen für die Entwicklung der Kinder verbunden sein kann“, warnt auch Prof. Karlheinz Reiners, Neurologe und Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der Gesellschaft für Biofaktoren. Die entstehenden Störungen sind unspezifisch und während der Schwangerschaft zunächst nur durch Verzögerungen der fetalen Entwicklung erkennbar.31,32

Die neurologischen Symptome der Säuglinge können in Reizbarkeit, Apathie, Appetitlosigkeit, Erbrechen, einer zitronengelben Hautverfärbung sowie motorischen und psychischen Entwicklungsstörungen bestehen.33
Die hämatologischen Störungen bestehen in der Entwicklung einer Megaloblastenanämie bis hin zu schwerwiegenden Blutbildungsstörungen in Form der Panzytopenie. Die Symptome sind im Einzelfall sehr unterschiedlich ausgeprägt und werden daher oft nicht rechtzeitig genug mit einem Vitamin-B12-Mangel in Verbindung gebracht.34

Die Störungen sind durch eine Behandlung der Säuglinge mit Vitamin B12 weitgehend gut behebbar. Leider kann es bei schwerwiegendem Vitamin-B12-Mangel und nicht rechtzeitiger Behandlung auch zu weitergehenden und dann schwerer zu behandelnden Entwicklungsstörungen kommen. Wichtiger als die nachträgliche Korrektur eingetretener Fehlentwicklungen ist daher die Prophylaxe eines Vitamin-B12-Mangels in der Schwangerschaft durch eine ausreichende Zufuhr des Biofaktors.

Vitamin-B12-Supplementation nötig

Laut DGE liegt die Empfehlung für Schätzwerte von Vitamin B12 bei 4,5 µg, für Stillende bei 5,5 µg.35 Die pro Mahlzeit oder Dosis aufgenommene Menge an Vitamin B12 ist auf maximal 1,5 µg beschränkt.28 Bei Reduktion des für die aktive Resorption von Vitamin B12 notwendigen Intrinsic Faktors (z.B. durch eine chronische Gastritis, durch Autoantikörper oder medikamentöse Säureblocker (PPI, H2-Blocker) schränkt sich die tatsächliche aktive Resorptionsrate noch weiter ein. Über diesen Wert hinaus wird Vitamin B12 aber über passive Diffusion aufgenommen; rund 1-5 % des freien Cobalamins werden durch diese passive Diffusion über die Darmschleimhaut resorbiert.28,36 Das bedeutet, dass bei hoher Verfügbarkeit von Vitamin B12, zum Beispiel im Rahmen einer oralen Substitutionstherapie, mehr Vitamin B12 passiv als aktiv resorbiert wird. Orale Vitamin-B12-Präparate werden deshalb häufig so dosiert, dass die über die passive Diffusion aufgenommene Menge allein ausreicht, um den Bedarf an Vitamin B12 zu decken. Die entsprechende orale Dosierung von Vitamin-B12-Supplementen sollte daher bei mindestens 500 bis 1000 µg liegen.

Vitamin-D – Erhöhtes Risiko für Mangel in Schwangerschaft und Stillzeit

In der Schwangerschaft ist eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung essentiell für die Entwicklung des Fetus. Allerdings weisen 98 % der Schwangeren im Winter Vitamin-D-Serumkonzentrationen unterhalb der von der DGE empfohlenen 50 nmol/l auf, und selbst im Sommer unter dem Einfluss der UV-Strahlung liegt die Quote noch bei 49 %.37

Weiterhin konnte gezeigt werden, dass bei 77 % der stillenden Frauen nach der Geburt Vitamin-D-Spiegel unter 50 nmol/l, bei 27 % sogar unter 25 nmol/l vorlagen.38 Stillende Frauen litten viermal häufiger unter einer Vitamin-D-Unterversorgung als nicht stillende Frauen.39 Während der Stillzeit wirken sich Supplementationen der Mutter daher günstig auf den Vitamin-D-Status des Säuglings aus. Eine Studie zeigte, dass tägliche Gaben von 5.000 IE des Biofaktors die Vitamin-D-Konzentration der Muttermilch und damit auch die des gestillten Säuglings verbesserten.40 

Da Säuglinge keiner direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden sollten, weil bei ihnen der hauteigene Schutzmechanismus noch nicht ausgebildet ist, und aufgrund der oben erwähnten Vitamin-D-Unterversorgung stillender Frauen gehören Säuglinge ebenfalls zu den Risikogruppen eines Vitamin-D-Mangels.41

Nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kinderendokrinologie und -diabetologie (DGKED) sollte die Therapie einer Vitamin D-Mangelrachitis bis zum Alter von 12 Monaten mit 2000 IU Vitamin D3 und zusätzlichen Calcium-Gaben (40–80 mg/kg pro Tag) für die Dauer von 12 Wochen erfolgen. Danach sollte die Durchführung der Prophylaxe mit 500 IU Vitamin D3 bis zum Ende des 1. Lebensjahres folgen. Ab dem 2. Lebensjahr bis zum Alter von 12 Jahren sollte die Behandlung mit 3000-6000 IU Vitamin D3 und zusätzlichen Calcium-Gaben (mindestens 500 mg Calcium pro Tag) für die Dauer von 12 Wochen erfolgen. Nach Beginn der Therapie sollte nach 3–4 Wochen eine Laborkontrolle durchgeführt werden, um ggf. eine Dosisanpassung von Calcium bzw. Vitamin D vorzunehmen.42

Vitamin-Mangel der Mutter erhöht Risiko für Typ-1-Diabetes des Kindes

Niedrige mütterliche 25(OH)D-Spiegel in der Schwangerschaft zum Zeitpunkt der Geburt sind mit einem erhöhten Risiko verbunden, dass die Kinder im späteren Lebensalter Typ-1-Diabetes entwickeln.43 Der Biofaktor Vitamin D spielt eine immunmodulatorische Rolle durch den Vitamin-D-Rezeptor VDR, der auf Pankreas- und Immunzellen vorhanden ist.44

Ein Vitamin-D-Mangel in der Schwangerschaft kann daher nicht nur negative Auswirkungen auf den mütterlichen und fetalen Knochenstoffwechsel ausüben, sondern auch ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines Typ-1-Diabetes verursachen. Daher sollte vor Schwangerschaftsbeginn und in der gesamten Schwangerschaft auf optimale Vitamin-D-Serumkonzentrationen – gemessen als 25-Hydroxyvitamin D (25(OH)D) – oberhalb von 50 nmol/l geachtet werden.

Magnesium – Welche Rolle spielt der Biofaktor in Schwangerschaft und Stillzeit?

Schwangere haben einen höheren Magnesiumbedarf, der durch das Wachstum des Feten und der Plazenta sowie durch eine um bis zu 25 % erhöhte renale Magnesiumexkretion bedingt ist.45,46 Die DGE empfiehlt Schwangeren eine tägliche Magnesiumaufnahme von 310 mg/Tag und Stillenden von 390 mg/Tag.47

Es gibt allerdings auch Meinungen, dass der Magnesiumstatus in der Schwangerschaft nicht beeinträchtigt sei. „Diese Fehleinschätzung kommt daher, dass als einziges Kriterium für einen Magnesiummangel eine Hypomagnesiämie zugrunde gelegt wird und zusätzlich zu tiefe Grenzwerte zwischen 0,63 und 0,75 mmol/l angesetzt werden“, stellt Prof. Hans Georg Classen, Magnesiumexperte und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates der Gesellschaft für Biofaktoren (GfB), fest. Der Referenzbereich für die Serum-Magnesiumkonzentration beträgt 0,76–1,10 mmol/l48 und zudem schließt eine Normomagnesiämie einen Magnesiummangel nicht aus (siehe Kasten).49

Zu beachten:  Nur ca. 1 % des Körperbestandes an Magnesium befindet sich im Blut, rund 60 % sind in den Knochen eingelagert, ca. 39 % befinden sich in Muskeln und Organen. Bei reduzierter Magnesiumzufuhr setzt der Körper den Mineralstoff aus Knochen oder Muskelzellen frei, um den Magnesiumgehalt im Blut konstant zu halten. Normale Serum-Werte schließen daher einen Magnesiummangel nicht aus. Wenn man die optimale Serum-Magnesiumkonzentration über 0,80 mmol/l zugrunde legt, ist auch bei alleiniger Betrachtung des Serum-Laborwerts für die Mehrzahl der Schwangeren ein Magnesiummangel festzustellen.

So wirkt sich Magnesium auf den Schwangerschaftsverlauf aus

Eine Vielzahl von Untersuchungen zeigt, dass der Magnesiumstatus mit pathologischen Ereignissen in der Schwangerschaft wie signifikant erhöhter Häufigkeit von Frühgeburten, Aborten, Wachstumsretardierung des Feten, Wadenkrämpfen und Dysmenorrhoe bei Müttern von Kindern mit Hypomagnesiämie, verknüpft ist.50,51 Ebenfalls gut dokumentiert ist die Assoziation zwischen einer höheren Magnesiumzufuhr mit einem niedrigeren Risiko für Präeklampsie.52,53 Kisters et al. zeigten, dass die Plasma-Magnesiumkonzentration bei gesunden Schwangeren und Schwangeren mit Präeklampsie niedriger ist als bei gesunden Nichtschwangeren, ebenso war der Magnesiumgehalt in Erythrozytenmembranen von Schwangeren mit Präeklampsie niedriger als bei gesunden Nichtschwangeren.54 

„Auch für die weitere gesundheitliche Entwicklung der Schwangeren ist ein optimaler Magnesiumstatus wichtig“, betont Prof. Klaus Kisters vom wissenschaftlichen Beirat der GfB. Ein niedriger postpartaler Magnesiumstatus bei Schwangeren mit Gestationsdiabetes gilt als Risikofaktor für die Entwicklung eines manifesten Diabetes Typ 2 in der Folgezeit.55

Im Hinblick auf die große Bedeutung des Biofaktors für einen komplikationsfreien Schwangerschaftsverlauf und eine gesunde Entwicklung des Kindes hat die Gesellschaft für Magnesiumforschung zahlreiche klinische Studien zur oralen Magnesiumsupplementation in der Schwangerschaft bewertet. Sie gibt die Empfehlung, dass jede Schwangere mit 240 – 480 mg (10 – 20 mmol) pro Tag supplementiert werden soll. Die Magnesiumsupplementierung sollte so früh wie möglich beginnen und bis zur Geburt und darüber hinaus fortgesetzt werden, da auch in der Stillzeit der Magnesiumbedarf erhöht ist.56 

Zink – Auch auf diesen Biofaktor achten

 

Zink

 

Phytatgehalt der Nahrung

Zink-Referenzwerte für Frauen

Zink-Referenzwerte für Männer

 

Niedrig

7 mg/Tag

11 mg/Tag

 

Mittel

8 mg/Tag

14 mg/Tag

 

Hoch

10 mg/Tag

16 mg/Tag

 

Tab. 3:  Referenzwerte für den Biofaktor Zink 

Zink spielt im Protein- und Nukleinsäurestoffwechsel eine zentrale Rolle und ist damit für Zellteilungs- und Wachstumsprozesse von zentraler Bedeutung.57 Ein Mangel an dem Biofaktor in der Schwangerschaft beeinträchtigt sowohl die körperliche als auch geistige Entwicklung des Kindes und kann das Risiko für Fehl- und Frühgeburten erhöhen.58 Da der Biofaktor an der Synthese der Sexualhormone und an der Spermienproduktion beteiligt ist, kann ein Zinkmangel zu Unfruchtbarkeit bzw. unerfülltem Kinderwunsch führen.59

Letztes Jahr hat die DGE60 ihre Zufuhrempfehlungen aktualisiert und die Tagesmenge von Zink für Erwachsene in Relation zum Phytatgehalt der aufgenommenen Nahrung gesetzt. Eine hohe Phytatzufuhr – vor allem in Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten enthalten – kann die Bioverfügbarkeit von Zink um bis zu 45 % reduzieren. Daher hat die DGE die Referenzwerte für den Biofaktor Zink ebenfalls ab sofort an den individuell niedrigen, mittleren bzw. hohen Phytatgehalt der Nahrung angepasst  (s. Tab.  3).

Für Schwangere werden getrennte Referenzwerte für das erste Trimester sowie für das zweite und dritte Trimester, jeweils in Abhängigkeit von der Phytatzufuhr, angegeben (s. Tab.  4).

 

Zink bei Schwangeren

 

Phytatgehalt der Nahrung

 

Zink-Referenzwerte im 1. Trimester

Zink- Referenzwerte im 2. und 3. Trimester

Zink-Referenzwerte für Stillende

 

Niedrig

7 mg/Tag

9 mg/Tag

11 mg/Tag

 

Mittel

9 mg/Tag

11 mg/Tag

13 mg/Tag

 

Hoch

11 mg/Tag

13 mg/Tag

14 mg/Tag

 

Tab. 4:  Referenzwerte für den Biofaktor Zink bei Schwangeren

Achtung: Wechselwirkung Zink und Eisen

Die Zinkresorption kann durch Eisen beeinträchtigt werden.61 Personen, die Eisen-Supplemente einnehmen, also insbesondere Frauen in Schwangerschaft und Stillzeit, sollten daher auf eine ausreichende Zinkzufuhr achten. Generell sollten Zink-Supplemente gut verträglich sein und sich durch eine hohe Bioverfügbarkeit auszeichnen, die bei organischen Verbindungen wie Zinkorotat oder Zinkgluconat gegeben ist.

 

Auf eine optimale Nährstoffversorgung in Schwangerschaft und Stillzeit achten

Im Hinblick auf bekannte wissenschaftliche Erkenntnisse und aktuelle Studien empfiehlt die GfB, in der täglichen Praxis der Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen in Schwangerschaft und Stillzeit gezielt Aufmerksamkeit zu schenken. So kann einem eventuellen Biofaktorenmangel und daraus resultierenden Schwangerschaftskomplikationen sowie negativen Auswirkungen auf die körperliche und geistige Entwicklung des Kindes entgegengewirkt werden.

► Weitere Informationen zu den hier vorgestellten Biofaktoren finden Sie auf der Webseite www.gf-biofaktoren.de. Die Gesellschaft für Biofaktoren e. V. (GfB) ist ein gemeinnütziger Verein, der das Ziel verfolgt, die wissenschaftlichen Grundlagen der Therapie und Prophylaxe mit Biofaktoren zu fördern. 

 

Literatur


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Dr. Daniela Birkelbach
Gesellschaft für Biofaktoren e. V. 
daniela.birkelbach@gf-biofaktoren.de
www.gf-biofaktoren.de